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Ägypten – El Gouna

El Gouna – eine künstlich angelegte Stadt

Der Grund für eine Reise in eine nur für Touristen angelegte Stadt

Einen wirklichen Grund gibt es eigentlich gar nicht, wenn man mal von Neugier absieht. Wir wollten uns El Gouna schon lange Mal anschauen und da es dieses Jahr auf vielerlei Gründen nicht möglich war eine Fernreise zu unternehmen haben wir es in Angriff genommen.

Für uns ist es meist eher schwer in einem fremden Land Zeit zu verbringen, ohne uns da mit Land und Leuten zu beschäftigen, sprich es wäre keine Option gewesen Ägypten zu bereisen, ohne die Pyramiden oder all die alten Tempel Anlagen zu sehen … aber diesmal war die Lösung einfach, da wir schon mal vor ein paar Jahren in Ägypten waren und uns das Land bei einer Nilkreuzfahrt und einem Zwischenstopp in Kairo angesehen haben. Lest darüber gerne hier.

Somit konnten wir uns diesmal ganz beruhigt und ohne „schlechtes Gewissen“ bei einem Badeurlaub einfach „nur“ El Gouna ansehen.

El Gouna, Daten und Fakten

El Gouna wird als moderner Urlaubsort am Roten Meer beschrieben und liegt in der Nähe von Hurghada.

Der Ort oder besser die Stadt erstreckt sich entlang der Küste und ist auf mehrere kleinere Inseln verteilt. Und El Gouna ist definitiv nicht so klein wie man denken mag. Bekannt ist die Stadt für Ihre Lagunen, Korallenriffe, und Sandstrände. Viele Wassersportler, vor allem Kitesurfer und Windsurfer kennen und lieben den breiten Mangrooy Beach. Ein sehr beliebter Treffpunkt ist auch die Abu Tig Marina, ein kleiner Hafen mit vielen Restaurants und Bars.

Der Hintergrund, warum El Gouna gebaut wurde, war der Wunsch eine Siedlung zu schaffen, in der Touristen sich zwischen Restaurants, Hotels, Bars und Geschäften frei bewegen können, ohne extrem große Strecken zurücklegen zu müssen. Und in dem ein hohes Maß an Sicherheit gegeben ist. Denn normalerweise sind die Regionen in Ägypten eher dünn besiedelt, natürlich gibt es einige große Städte wie Hurghada, Alexandria oder auch Kairo. Aber normalerweise sieht es in den Touristen Gebieten eher so aus, das es die Hotels gibt, welche oft große Anlagen haben, davor das Meer liegt und dahinter die Wüste. Und so verlassen die Urlauber eher selten Ihre Hotelanlagen.

Das hat El Gouna zu mindestens für sich und innerhalb seiner Grenzen geändert.

Errichtet wurde El Gouna von einem Konzern, der dem Unternehmer Samih Sawiris gehört, und es hat alles mit der Grundsteinlegung 1989 begonnen. Seit dem wurden viele Millionen Dollar in dieses Projekt gesteckt und El Gouna ist angewachsen auf eine stattliche Größe, Hotels, Bungalows und auch privat Häuser verteilen sich mittlerweile auf einer Größe von 5 x 2 Kilometern.

Die Anreise

Die Anreise nach El Gouna ist einfach und unkompliziert. In unserem Fall sind wir von Frankfurt gestartet und nach gut 4,5 Stunden Flug in Hurghada gelandet. Von dort ging es mit dem Bus direkt nach El Gouna, die Entfernung beträgt ungefähr 20 Kilometer und je nach Verkehr schafft man das in 30 bis 45 Minuten.

Dann  steht man tatsächlich vor einer Schranke, die El Gouna vom Rest der Welt trennt. Der Busfahrer muss sich ausweisen, sagen, wo er hin will, dann erhält er eine Durchfahrtsgenehmigung. Die Autos werden mit Spiegeln von unten kontrolliert und die Privatwagen teilweise sogar mit Hunden durchsucht. Meine ganz private Meinung ist hier geteilt, klar man macht das, um gerade nach den harten Zeiten für den Tourismus in diesem Land die Leute in Sicherheit zu wiegen. Und das ist für immer noch sehr viele Touristen auch wichtig und ausschlaggebend. Auf der anderen Seite ist es eine Show, denn ganz ehrlich es ist keine Mauer um die Stadt gezogen und es wird die Möglichkeit geben hereinzukommen, wenn man weiß wo. Und kontrolliert werden auch nur die Einheimischen, Angestellten und Fahrer, niemand kontrolliert die Touristen im Bus oder der Ihr Gepäck … und wer sagt das alle Touristen „lieb“ sind. Ob man das nun braucht oder nicht bleibt Ansichtssache, mich persönlich stört es nicht, es verunsichert mich auch nicht, aber ich bräuchte es auch nicht.

Wenn man dann sozusagen im Inneren der Stadt angekommen ist, kommt es darauf an, wie viele Hotels der Fahrer anfahren muss und an welcher Stelle das steht, was man gebucht hat. Aber richtig groß sind die Entfernungen hier alle nicht und man ist eigentlich sehr schnell an seinem Hotel.

Sehenswertes in El Gouna

Uns selber ging es so, das wir uns das ganze etwas kleiner und kompakter vorgestellt hatten. Aber mal eben so von einem zum anderen Hotel schlendern kann man dann doch nicht, muss man aber auch nicht, denn es gibt ja Tuk Tuks, die wohl beliebtesten Fortbewegungsmittel in El Gouna. Diese kleinen Taxis befördern maximal 3 Personen und bringen einen überall hin, wo man hin möchte. Vor den meisten Hotels stehen immer ein oder zwei, an den markanten Sehenswürdigkeiten gibt es sogar Tuk Tuk Haltestellen. Und sonst einfach winken, die Fahrer haben immer ein Auge dafür wer mitfahren will. Eine Fahr egal von wo nach wo in El Gouna kosten immer 2 €. Man muss oder wenn man es so sagen will, kann diese Preise nicht verhandeln, es steht an jedem Tuk Tuk dieser Preis und die Fahrer versuchen auch nicht mehr zu bekommen.

Von den großen Hotels auf fahren auch Shuttle Busse, diese haben allerdings feste Haltepunkte und sind etwas teurer. Und auf den Wasserkanälen verkehren auch noch Wassertaxis, aber auch diese halten an festgelegten Punkten.

Wenn man davon absieht, das ganz El Gouna als Touristen Attraktion gedacht ist, gibt es einige Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Möchte man El Gouna in Gebiete einteilen, dann gibt es drei zentrale Bereiche. Das Stadtzentrum, auch Down Town genannt, den Tamar – Henna – Platz und die Abu Tig Marina, den alten Yachthafen der Stadt. Das Stadtzentrum beherbergt einige kleine Geschäfte, welche wie in einer kleinen Verkaufsstraße versucht worden sind landestypisch anzuordnen.

Man findet hier auch Bars und Restaurants und es ist durchaus eine nette Abwechslung abends hier ein wenig lang zu laufen. Uns selber gefiel jedoch die Abu Tig Marina, auch „alte Marina“ genannt bedeutend besser. Hier sind um einen kleinen Yachthafen herum viele Bars und Restaurants angesiedelt. Man kann das ein oder andere Schiff bestaunen, hört aus vielen Bars Musik und kann sich das bunte Treiben bei einem kühlen Getränk ansehen. Im Übrigen ist es auch ein schöner Ort um sich den Sonnenuntergang anzuschauen.

Für Interessierte gibt es noch die Moschee von El Gouna oder auch die Kirsche zu bestaunen. Auch hat El Gouna ein eigenes Museum, in dem die Geschichte Ägyptens gezeigt wird. Und dann gibt es noch ein kleines Aquarium, in dem man ein wenig der Unterwasserwelt bestaunen kann. Etwas abgelegen im Südosten befinden sich die Überreste der Festung Deir Umm Duheis und für die Naturliebhaber gibt es, außer der beeindruckenden Unterwasserwelt noch die Mangroveninsel vor dem Shereton Miramar zu besichtigen.

Aktivitäten in El Gouna

In El Gouna geht, wenn man will, eine Menge. Baden, Schnorcheln, Tauchen, Kitesurfen, Parasailing, Windsurfen, Reiten, Wüstentouren mit dem Jeep, dem Quad oder auf dem Kamel und es gibt eine Gokart Bahn. Es mangelt also keineswegs an Angeboten. Und man kann das alles auch an fast jedem Hotel buchen, denn es mangelt auch nicht an Leuten, die einem Ausflüge und ähnliches verkaufen wollen. Wem man da nun mehr vertraut dem Reiseleiter der Agentur, mit der man unterwegs ist oder den ortsansässigen Verkäufern, das sei jedem selber überlassen. Preislich waren in unserem Fall die ortsansässigen auf jeden Fall günstiger, aber es gab auch nicht jeden Ausflug bei jeder Agentur. Vergleichen und umhören lohnt sich also.

Wir haben uns für einen Ausflug mit der bei uns im Hotel ansässigen Tauchschule zum Schnorcheln entschieden und sind damit gut gefahren, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte, die Leute waren nett und hilfsbereit, und der Ausflug entsprach dem, was uns vorab versprochen wurde, somit kein Grund zur Klage.

Strände gibt es in El Gouna in der Theorie viele, fast jedes Hotel sagt, es hätte einen, im weitesten Sinne ist die auch richtig, man sollte aber bedenken, das viele davon künstlich angelegte Lagunen sind, und das ist nicht immer vergleichbar mit dem offenen Meer. Es gibt aber auch ein paar Strandabschnitte direkt am Meer. Einer davon ist der Mangroovy Beach, er liegt etwas nördlich der Marina und besitzt einen sehr flachen Küstenabschnitt, dieser uns das vorgelagerte Riff bilden eine Lagune, welche ein sehr beliebter Platz für Wind und Kitesurfer ist. Gleich neben unserem Hotel, dem Shereton Miramer liegt der Zeytouna Beach, er befindet sich auf einer kleinen Insel, und auch hier ist eine Lagune vorgelagert. Je nachdem ob man Ebbe oder Flut hat, kann man sehr weit ins Wasser gehen und erreicht dabei bestenfalls Kniehöhe. An diesem Strand geht ein 300 Meter langer Steg über die Lagune hinweg bis ins offene Meer. E ist der beliebte Ort für Schnorchler um von hier aus das vorgelagerte Riff zu besuchen.

Und damit sind wir bei der wohl beliebtesten Freizeitbeschäftigung in Ägypten, der Unterwasserwelt, sprich dem Schnorcheln und Tauchen. Wer nun extra dafür nach Ägypten kommt, dem sei gesagt, ja das lohnt sich definitiv, aber man sollte dann nicht unbedingt El Gouna als Aufenthaltsort wählen, sondern doch lieber eine der Bekannten Regionen dafür. Natürlich ist es in uns von El Gouna aus auch möglich, aber in direkter Nähe, also auch von oben erwähntem Steg kann man zwar durchaus in das vorgelagerte Riff, aber so viel Spektakuläres hält dies nicht bereit. Gut wenn man das erst mal etwas in dieser Art macht, wird man begeistert sein, aber sonst eher weniger. Man muss halt auch hier immer bedenken, das vieles hier künstlich angelegt ist und Natur ist nie künstlich. Was definitiv geht, sind Tauch- und Schnorchel Ausflüge mit dem Boot, wen es also nicht stört erst mal eine Zeitlang mit dem Boot raus zu fahren und zu schönen und sehenswerten Tauch- und Schnorchel Spots zu schippern, der kann das von hier aus auch gut machen. Fast alle Hotels haben eigene Tauchschulen auf Ihrer Anlage und die Leute da wissen, wo es was zu sehen gibt.

Ebenfalls sehr beliebt in El Gouna ist Wassersport und durch den Wind, der am Roten Meer fast nie ganz verschwindet, gilt es als kleines Wind sicheres Paradies vor allem für Kitesurfer und Windsurfer. Auch hier gibt es viele Wassersportschulen die Kurse und Ausrüstung anbieten. Es ist aber auch eine sehr nette Abwechslung den Kitesurfern einfach nur zuzusehen und wenn es ein bisschen mehr Wind gibt, sieht man auch gleich unendlich viele Schirme am Horizont.

Unser ganz persönlicher Eindruck

Wir wollten uns schon lange El Gouna ansehen, schon seit unserer ersten Reise nach Ägypten, jetzt im Nachhinein betrachtet, gibt es das ein oder andere positive, aber auch Dinge, die aus meiner Sicht überbewertet werden.

Eins ist klar oder es sollte es zumindest jedem sein, El Gouna ist eine künstlich erschaffene Welt für sich, welche mit dem realen Ägypten außerhalb der Stadt nichts gemein hat.

Positiv ist es mit Sicherheit, dass man sich in El Gouna frei bewegen kann. Und zwar auch frei von lästigen Straßenverkäufern, welche man in Ägypten sonst schon häufig findet. Egal wo in der Stadt man sich befindet, egal in welche noch so kleine Gasse man abbiegt, man hat zu keiner Zeit das Gefühl in Gefahr zu sein, oder sich unsicher fühlen zu müssen. Und das ist mit Sicherheit für den ein oder anderen Touristen wichtig.

Die Hotelanlagen in El Gouna sind schön angelegt und es gibt für jeden Geschmack etwas. Von 3 Sterne bis 5 Sterne, von klein bis groß, hier dürfte jeder seine Favoriten finden. Es ist einfach und unkompliziert die Hotelanlage abends zu verlassen, wenn man dann mal etwas anderes als die Hotelbar sehen will. Down Town und die Marina bieten Abwechslung und sind bequem per Tuk Tuk zu erreichen. Wenn man sich auf den Wegen der Touristen bewegt ist El Gouna sehr sauber, toll angelegt und wirkt modern. Die einheimische Währung braucht man nicht, man kommt bestens mit Euro klar.

Aber biegt man mal ein wenig links oder rechts von den üblichen Touristenpfaden ab, bewegt sich etwas weg vom Strom, dann sieht El Gouna manchmal gar nicht mehr soooo glänzend aus. Klar immer noch viel sauberer und moderner als das reale Ägypten außerhalb dieser Mauern, aber doch nicht mehr so glitzernd wie die Touristenpfade. Es wirkt eher ein wenig vergessen. Und hier sollte man dann für den kleinen Supermarkt auch einheimische Währung haben, denn da nimmt niemand mehr Euro.

Auf mich persönlich macht es den Eindruck, das es am Anfang einen Hype um El Gouna gab, der dann abgeebbt ist, und als dann die Aufstände und damit die Touristenkrise kam, hat man El Gouna wieder gehypte, weil es Sicherheit vermittelt. Und um die Touristen zu locken hat man natürlich die Preise gedrückt, denn eins muss man definitiv sagen, Ägypten zu buchen ist immer noch günstig, und jetzt wo die Touristen wieder da sind, weiß man glaube ich nicht, wie man den Standard wieder nach ober bekommen soll. Das ist wie gesagt aber ein ganz persönlicher Eindruck, aber es ist ja so, wenn man die Preise immer mehr drückt, muss man es irgendwo auffangen, und aus meiner Sicht gelingt dies eben nicht mehr überall.

Das gleiche Gefühl hatte ich auch bei einigen Dingen im Hotel. Nicht das ich mich hier beklagen will, das Shereton Miramar ist ein schönes Hotel, aber es kann in dem ein oder anderen Bereich den Standard nicht halten, den ich aus durchaus schlechter eingestuften Hotels in Ägypten kenne.

Aber lest dazu gerne den Bericht und die Hotelbewertung hier

Alles in allem ist El Gouna ein toller Ort, wenn man einen Badeurlaub in Ägypten machen will, aber aus meiner Sicht kann man das eben auch in vielen anderen Regionen und anderen großen Hotels in Ägypten. Es ist nett und schön gemacht, aber nochmal extra für El Gouna nach Ägypten müsste ich nicht.

Versteht mich nicht falsch, wir hatten einen tollen Urlaub, die Idee und die Umsetzung von El Gouna ist gut, aber eben nichts soooo außergewöhnliches. Es sei denn man brauch dieses Gefühl der Sicherheit, dann ist es auf jeden Fall eine Option.

Wenn Ihr mehr zu Ägypten lesen wollt, Tempel und Pyramiden kennenlernen wollt, denn lest gerne hier ,

schaut euch auch gerne meine Hotel Bewertungen für Ägypten an. Das Jungle Aqua Park Hotel sowie das Shereton Miramar Hotel.

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Thailand -Teil 3

Sylvester in Bangkok

Thailand – Teil 3

Der dritte Teil der Thailandreise

In den zwei vorherigen Teilen habe ich Euch ja von unserer Rundreise und unserer Zeit in Khao Lak erzählt, jetzt geht’s für Sylvester noch mal nach Bangkok!

Eine Sache hier mal noch vorweg, dieser Beitrag hat für mich ungewöhnlich wenig Bilder, aber zu dieser Zeit ist es in Bangkok wirklich sehr voll, und ein Foto ohne Menschen zu schießen ist fast unmöglich, daher kann ich einfach aus Respekt am eigenen Bild hier nicht so viel veröffentlichen.

Die Anreise nach Bangkok

Wie im 2. Teil erzählt, ging es für uns per Inlandsflug mit Thai Air wieder zurück nach Bangkok. Bei Thai Air gab es für uns nicht die Möglichkeit kostenlos das Freigepäck zu erhöhen, aber dennoch kam es beim Check In nicht auf 1 kg mehr oder weniger an. Dennoch sollte man schon nah an der vorgeschriebenen 20 kg bleiben, sonst kann es teuer werden. Was den Platz und den Service im Flugzeug angeht, verhält es sich hier wie bei unserem ersten Inlandsflug auch, für die kurze Flugzeit völlig ok, aber nicht mit dem Standard den Thai Air auf Langstreckenflügen hat zu vergleichen.

Gut wieder in Bangkok angekommen ging es per Transfer wieder ins Hotel Ramada Plaza River Side. Hotel technisch wussten wir ja diesmal was uns erwartet, da wir ja bereits unsere erste Nacht vor unserer Rundreise hier verbracht hatten. Das Hotel liegt, um sich in Bangkok umzusehen sehr günstig, man kann viel zu Fuß erreichen, und zusätzlich bietet das Hotel auch einen Schiffsshuttle zur Hauptstation an. Von da aus kommt man für ein paar Cent mit den Taxischiffen fast überall hin.

Pläne und Unternehmungen in Bangkok

Was ich persönlich total beeindruckend fand, war das wir uns egal wo in Bangkok völlig frei bewegen konnten. Nirgendwo, völlig egal, wo man abgebogen ist, hatte man das Gefühl sich unsicher zu fühlen.

Vorgenommen für die paar Tage in Bangkok hatten wir uns speziell nichts – Möglichkeiten gibt es aber ja definitiv genug – und entschieden haben wir uns schlussendlich für den Königspalast, China Town und den großen Asiatique Nachtmarkt, ganz in der Nähe unseres Hotels

In meinem Fall musste ich leider passen, was den Königspalast anging, da ich schon mit gesundheitlichen Problemen aus Khao Lak in Bangkok angekommen war. Und deshalb habe ich mich schweren Herzens für einen ruhigen Tag zwischen Pool Liege und Bett entschieden. Aber mein Mann und der Rest der Truppe hat sich aufgemacht, um sich den Königspalast anzuschauen. Und mir dann natürlich später alles ganz genau berichtet.

Der Königspalast Bangkok zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und wenn ich meinem Mann glauben darf, dann tut er dies auch zurecht. Die Anlage und ihre vergoldeten Staturen und all die toll verzierten Gebäude und Wandmalereien sollte man definitiv gesehen haben.

Vergessen sollte man hier auf keinen Fall die Kleiderordnung, die Knöcheln und die Schultern sollten bedeckt sein, und das ganze bitte auch nicht zu durchsichtig. Und das wird am Königspalast auch am Eingang kontrolliert und da nützt diskutieren nicht, wenn die Dame nein sagt, dann hilft nur umziehen. Freundlicherweise gibt es aber kleine Geschäfte vorm Eingang, die taugliche Kleidung verkaufen.

Die Anlage des Königspalastes ist recht groß und man kann je nachdem wie sehr man sich für Kultur interessiert schon eine ganze Zeit darin verbringen. Der wohl bekannteste ist der Wat Phra Kaeo mit seinem Smaragd Buddha. Dieser Buddha sitzt auf einem vergoldeten Thron und trägt je nach Jahreszeit unterschiedliche Gewänder. Allerdings heißt der Buddha nur Smaragd Buddha, er besteht nämlich eigentlich aus grüner Jade, aber sein damaliger Entdecker hielt den grünen Stein für Smaragd und so blieb der Name haften. Man muss sich aber nicht entscheiden welchen teil der Anlage man sich anschaut, denn eigentlich ist die ganze Anlage eine einzige Sehenswürdigkeit, und man kann sich hier einfach treiben lassen.

Einen Tag später ging es für uns dann nach China Town und da war ich dann auch wieder mit dabei. Ja, wie soll man China Town beschreiben? Es ist tatsächlich ein kleines Stück China mitten in Bangkok, eine ganz eigene Welt für sich. Es ist eng, chaotisch und voll – dennoch sehr faszinierend. Man merkt sofort den Einfluss der vielen Chinesen, die hier leben. Es gibt extrem viele kleine Garküchen. Ansonsten gibt es vor allem jede Menge kleine und große Läden und Stände. Kleine Händler, die einfach alles was man braucht und auch definitiv nicht braucht anbieten, findet man hier genau so wie die Großhändler, die die Straßenhändler in ganz Bangkok mit Ware versorgen.

Man sollte bei einem Besuch in China Town definitiv kein Problem mit vielen Menschen haben. Denn umfallen kann man hier eigentlich nicht, dafür hat man nicht genug Platz. Es kommt darauf an, wohin man sich treiben lässt, mal ist es voller, mal etwas leerer, aber eng ist es auf jeden Fall immer. Wir fanden es auf jeden Fall ein tolles Erlebnis.

Sogar zwei Abende hat es uns auf den Asiatique Nachtmarkt, ganz in der Nähe unseres Hotels verschlagen. Der Markt ist einer der größten in Bangkok, er ist zwar lange nicht mehr so traditionell wie solche Märkte früher mal waren, aber er hat einiges zu bieten. Es gibt allein über 1.000 Shops und mehr als 40 Restaurants, dazu kommen noch unzählige Stände, mit unterschiedlichsten Dingen und unterschiedlichstem Essen. Leute die es traditionell lieben werden sich hier vielleicht eher unwohl fühlen, aber wer gerne viel sieht, und gerne unter Einheimischen ist, der kann hier schon eine ganze Menge Zeit verbringen. Denn obwohl der Markt eher weniger traditionell ist, lieben die Thais selber diesen Markt. Man bekommt hier wie auf allen Märkten in Thailand einfach alles, aber hier eben nicht nur die typischen Touristen Souvenirs, sondern auch hochwertigere Waren. Ebenso verhält es sich beim Essen, man findet hier richtige und auch definitiv teure Restaurants genau so wie die typischen Marktstände an denen man für kleines Geld total lecker Essen kann. Der Markt hat täglich von 17:00 Uhr bis Mitternacht geöffnet und man erkennt ihn an dem schon von weiten sichtbaren großen Riesenrad.

Sylvester in Bangkok

Unser Highlight kurz vor unserer Abreise war natürlich Silvester. Wir hatten für den Abend nichts Spezielles geplant und auch niedriges etwas reserviert, auch hatten wir das Angebot unseres Hotels, an dem dortigen Galaabend teilzunehmen gerne ausgeschlagen. Zum einen weil und das Angebot des Hotels einfach unglaublich teuer erschien, zum anderen, weil wir uns gerne einfach treiben lasen wollten. Abends haben wir uns dann dazu entschieden, in einem kleinen Thai Restaurant, in dem wir an den Vortagen schon guter Erfahrung gemacht hatten, etwa essen zu gehen, und uns dann mit einem Getränk raus an die Straße zu setzen und uns das Treiben anzusehen. Um kurz vor Mitternacht wollten wir dann an den Fluss gehen und uns überraschen lassen was passiert. Da auch Silvester von den Thais nur für die Touristen gefeiert wird, wussten wir nicht mit welchem Rahmen wir rechnen konnten.

Und was soll ich sagen, auf der Straße war die Hölle los, spontan um entscheiden hätten wir uns gar nicht können, denn außer zu Fuß wäre gar kein durchkommen gewesen. Die Straße vor unserem Hotel war kurzerhand in eine Einbandstraße umfunktioniert worden, welche Richtung Nachtmarkt ging, und es reite sich ein Auto an das andere, dazwischen immer wieder Motorräder und Tuk Tuks. Wir waren also hier schon mal gut beschäftigt und hatten unseren Spaß dabei uns dieses Treiben anzusehen. Kurz vor zwölf sind wir dann zu einem freien Platz neben unserem Hotel gegangen, von welchem man direkt auf den Fluss schauen konnte. Und auch wenn wir hier selbstverständlich auch nicht allein waren, war es doch im Verhältnis zu den vollkommen überfüllten Straßen sehr angenehm hier. Punkt Mitternacht gab es dann ein unbeschreibliches Feuerwerk, was von mehreren Stellen auf dem Fluss aus abgefeuert wurde. Mit Worten kann man das wirklich schwer beschreiben und im Nachhinein kann ich auch wirklich nicht mehr sagen, wie lange es gedauert hat. Aber ich habe noch nicht viel Vergleichbares hier bei uns gesehen.

Somit kann ich nur sagen, Silvester in Thailand ist definitiv ein Erlebnis.

Leider war das Feuerwerk dann für uns aber auch sowas wie der Startschuss für unsere Heimreise und so ging es am 02. Januar 2018 wieder zum Airport Bangkok und von da aus wieder mit Thai Air zurück nach Frankfurt

Unser Fazit zu Thailand

Thailand ist ein sehr sehr vielfältiges Land, von dem man bei einer 2,5-wöchigen Reise definitiv nicht alles sehen kann. Wir kommen also ganz sicher wieder, um die Ecken an denen wir noch nicht waren zu entdecken.

Auch wenn ich es persönlich zu schade fände, nur für einen Badeaufenthalt nach Thailand zu reisen, geben die Stände und Hotel die Möglichkeit dafür ganz sicher her. Somit ist dies auch ein Land für Reisende, die nur Strandurlaub machen wollen.

Und wer die Möglichkeit hat, sollte ich auf jeden Fall 2–3 Tage Zeit für einen Stopp in Bangkok nehmen.

Für uns war es ein gelungener Urlaub, mit unzähligen Erinnerungen und dem Wunsch noch mal nach Thailand zu reisen.

Wenn Euch mein Bericht und oder die Fotos gefallen haben, würde ich mich wie immer freuen, wenn Ihr sie bei Facebook, Instagram oder Pinterest teilt und oder mir dort folgt. Lest auch gerne Teil 1 und Teil 2 unserer Thailand Reise.

Thailand -Teil 2

Badeurlaub in Khao Lak

Thailand – Teil 2

Der zweite Teil der Thailandreise

Im ersten Teil habe ich Euch ja von unserer Rundreise erzählt, geendet hat diese ja quasi am Flughafen Bangkok, und genau da geht es jetzt weiter!

Die Anreise nach Khao Lak

Am Flughafen Bangkok angekommen, mussten wie uns erst mal orientieren, denn irgendwie war auf den vielen Infotafeln unser Flug nach Phuket nirgends aufgelistet. Und nachdem wir zugegeben kurz irritiert waren, dämmerte es uns nach kurzer Zeit — unser Fahrer hatte uns am internationalen Terminal abgesetzt und von da gehen nun mal keine Inlandsflüge! Kurz bei der netten Dame an der Info nachgefragt, wurde uns das auch bestätigt. Das Problem ließ sich aber schnell und unkompliziert lösen. Da man den Terminal für Inlandsflüge problemlos in 5 Minuten zu Fuß erreichen konnte. Dort angekommen ging es dann mit kurzer Verspätung auch los, mit Bangkok Air nach Phuket.

Wie hatten uns für diesen Flug bereits von zu Hause aus die FleyerBonus Card von Bangkok Air besorgt, da man laut unseren Infos nur durch den Besitz der Karte 10 kg Freigepäck mehr hat. Die Karte funktioniert wir das bei uns bekannte Miles and More System. Und da wir auf den Langstrecken Flügen 30 kg Gepäck frei hatten, und auf den Inlandsflügen dann nur 20 kg, erschien uns das als sichere Lösung. Und entweder waren die Damen und Herren am Check In sehr großzügig oder das Vorlegen der ausgedruckten Karte hat funktioniert, denn alle Koffer waren ein paar Kilo schwerer und nachzahlen musste niemand. Ansonsten kann man diesen Inlandsflug gut mit einem Flug mit unseren bekannten Billigfliegern vergleichen, was Platz und Service angeht. Aber bei einer Flugzeit von etwa 1,5 Stunden stellte das für uns jetzt kein Problem dar.

Gut am Flughafen Phuket angekommen hat uns unser Transfer ins ca. 1 bis 1,5 Stunde entfernet Khao Lak gebracht. Nach einer sagen wir mal „unruhigen“ Fahrt, da es der dortiger Fahrer nicht so mit einer für diese Straßen angepassten Geschwindigkeit hatte, waren wir gut im Hotel angekommen.

Unser Hotel in Khao Lak

Unser Wunschhotel, das Khaolak Laguna Resort hat uns vom ersten Moment an positiv überrascht. Es wurde sich schon beim Check-in sehr freundlich und zuvorkommend um uns gekümmert. Und die ersten Eindrücke bestätigten sich auch beim ersten Gang über die Anlage und beim Eintritt in unsere Zimmer.

Die Zimmer waren groß, ansprechend eingerichtet, mit Doppelbett, kleinem Schreibtisch, Sitzecke, einer Kommode,  Kleiderschrank und einem kleinen Kühlschrank. Das Bad war ebenfalls groß, mit Wanne und großer Dusche ausgestattet. Ebenfalls hatten unsere Zimmer einen schönen großen möblierten Balkon. Das einzige was ein wenig nachteilig war, war das es im Kleiderschrank fast nur Platz gab um Kleidung aufzuhängen, ein wenig fehlte Raum um etwas abzulegen, oder Schubladen. Aber solchen Kleinigkeiten sind für uns nicht ausschlaggebend.

Lest hier gerne auch meine ausführliche Hotelbewertung.

Nach unseren vielen Eindrücken auf der Rundreise waren wir ehrlich gesagt froh, zum einen mal länger als eine Nacht an einem Ort zu bleiben und zum anderen auch erst mal ein paar Tage nichts zu tun. Was in dieser Hotelanlage definitiv gut möglich ist. Man hat Pool, Meer, Strand alles recht zentral und ein gutes Frühstück, was auch wenn man spät aufsteht noch alles für einen bereithält.

Über die Verpflegung und die Preise

Wie hatten auf Anraten vieler Leute nur Übernachtung mit Frühstück gebucht. Und auch wenn ich vor diesem Urlaub sehr skeptisch war, kann ich das jetzt nur jedem raten, genauso zu machen, und ich würde es bei einem erneuten Thailand Aufenthalt ebenfalls wieder so machen. Man muss weder Angst haben, dass man keine Örtlichkeit findet, wo man etwas essen kann, noch das man nicht das für sich passende Essen findet. Und auch muss man sich keine Sorgen machen, das die Nebenkosten die Urlaubskasse sprengen.

Aber der Reihe nach … fangen wir mal mit den Örtlichkeiten und Möglichkeiten an, etwas zu essen. Wenn man das Hotel verlässt, steht man quasi auf einer Art Einkaufsstraße, welche über einige Kilometer unzählige Restaurants, Bars und Geschäfte bereithält. Zu Fuß ist man also in weniger als 5 Minuten mitten im Geschehen und kann in etlichen Einrichtungen das unterschiedlichste zu essen findet. Und hier kommen wir zur Auswahl, man findet hier alles, von eiheimischen Thaiessen über Pizza und Burger zu Schnitzel und sogar einen MC Donald, es gibt also wirklich für jeden etwas.

Was nun den Preis angeht, ist es immer etwas schwierig darüber ein Urteil abzugeben, denn was für den einen billig ist, ist für den anderen schon teuer. Also belasse ich es mal dabei zu sagen, dass wir uns eigentlich immer für Restaurants entschieden haben, wir sowohl Pizza, als auch Nudelgerichte, Steak oder Thai hatten, und im Durchschnitt eigentlich nie mehr als 20 bis 30 Euro für zwei Leute inclusive Getränke bezahlt haben. Es würde sicher noch etwas günstiger, wenn man sich einen kleinen thailändischen Imbiss sucht, aber für uns war es auch so völlig ok. Was die Getränkepreise angeht, muss man halt schauen, wo und was man trinkt … im Hotel ist es immer etwas teurer aber nicht teurer als bei uns, im Restaurant sind die Preise auch mit den unsrigen zu vergleichen. Wenn man nun aber in einen der Supermärkte geht, von denen man echt alle 200 Meter einen findet, dann geht es viel viel günstiger. Die meisten Märkte heißen in Thailand „seveleleven“ und man bekommt da wirklich alles, und hier muss man für zum Beispiel einen Liter Cola gerade mal 80 Cent zahlen für Wasser meist noch viel weniger, aber auch Bier oder sonstiger Alkohol kostet hier viel weniger als bei uns. Und nein, es ist überhaupt kein Problem die Getränke mit ins Hotel zu nehmen, und diese am Pool auf dem Zimmer oder dem Balkon zu verzehren. Man sollte vielleicht nicht versuchen, sich an eine Hotelbar damit zu setzen, aber ansonsten geht da alles. Geht man abends in eine Bar um was zu trinken, ist es auf jeden Fall billiger als hier, es kommt natürlich auch immer darauf an, was man trinken möchte.

Ausflüge in Khao Lak und Umgebung

Nach ein paar Tagen Ruhe, haben wir uns natürlich auch in Khao Lak noch das ein oder andere angesehen. Wir haben uns unter anderem für eine vom Reiseveranstalter angebotene Tagestour entschieden. Ein ganzer Tag, mit vielen Stopps, an dem man viel zu sehen bekam. Zuerst ging es für uns wieder per Transfer nach Phuket und von da aus dann weiter per Schnellboot. Nach einer Fahrt von ca. einer Stunde haben wir an einer Bucht gehalten, von der aus wir in eine Höhle gegangen sind, die einen zweiten Ausgang hatte, der einen quasi in eine Lichtung geführt hat.

Man stand hier wirklich in Mitten der Kalksandstein Felsen und konnte die bizarren Formen der Steine sehen. Man kann diese Höhle nur bei Niedrigwasser besuchen, da dieser Innenraum sonst unter Wasser liegt. Ich empfehle hier durchaus Badeschuhe, da man, wenn man durch die Höhle geht, auch durch knietiefes Wasser gehen muss, wo sich kleine Steine oder ähnliches am Untergrund befinden. Auch kommt einem die Decke oft recht nah und man weiß nach ein paar Metern, das Helm und Taschenlampe nicht nur zur Zierde verteilt wurden. Aber wir fanden es toll.

Danach ging es für uns weiter zum jedermann wohl bekannten „James Bond Felsen“. Die Insel wo dieser liegt heißt Khao Pang Kann und durch den bekannten James Bond Film wurde die der Insel vorgelagerte Felsennadel wohl weltbekannt. Auf der Insel gibt es nicht nur den Felsen, auch wenn wohl alle wegen ihm kommen. Die Insel ist grün bewachsen, und mit bis zu 300 Metern senkrecht aufsteigenden Felsen umgeben, welche von Höhlen und Grotten durchzogen werden. Diese Insel wie auch die weiteren bizarren Kalksandstein Gebilde in der Phang – Nang Bucht sind durch Wind, Wetter, Meeresströmungen und Erdverschiebungen entstanden.

Eins muss einem bei all der tollen Natur jedoch klar sein, man ist gerade hier NIE alleine, und wenn man ein schönes Foto mit DEM Felsen will, muss man schon etwas Geduld haben, denn das wollen alle die da sind. Es ist schon sehr touristisch und sehr vermarktet, aber wir fanden dennoch das es schön und interessant war es zu sehen.

Danach machten wir einen weiteren Halt, zum Kajak fahren. Wir mussten hier nicht selber fahren, sondern jedes Kajak bekam einen Fahrer, welcher einen dann durch eine Region mit vielen Felsen, kleinen Höhlen und bewachsenem Ufer fuhr. Es war eine nette Abwechslung.

Bedeutend interessanter fand ich jedoch den Stopp danach. Wir haben nämlich auf einem der schwimmemden Dörfer angehalten, und uns ein wenig dort umsehen dürfen. Das Dorf heißt Koh Panyee und ist bei den meisten Besuchern durch einen Fernsehbericht bekannt geworden. Erstaunlicher Weise gibt es hier nämlich viele Fußballer und diese spielen und trainieren auf einem Sportplatz, der komplett aufs Wasser gebaut ist. Aber auch sonst ist es schon beeindruckend zu sehen, wie diese Seenormaden Ihr Leben führen, ganz ohne das Festland zu betreten.

Zwischendurch hatten wir dann noch zwei kleine Badestopp, einmal in einer kleinen Bucht, und einmal auf einer Art Sandbank, und wenn man hier steht und sich die andern 100 Menschen die gerade auch da sind wegdenket, oder wenn man wie wir das Glück hat zu einer guten Zeit anzukommen, wo noch nicht so viel los ist, dann könnte man meinen das man auf einer Südseeinsel ist. Die Natur hier ist wirklich sehr beeindruckend.

Weiter hatten wir uns noch dazu entschieden uns den Wochenmarkt in Bang Niang anzusehen, hier findet man auch das Denkmal für den damaligen Tsunami. Der Markt bietet alles was man sucht, Kleidung, einheimisches Handwerk, Gemüse …. Ein einheimisches Shoppingparadies, und man kann ihn problemlos mit einem Tuk Tuk erreichen. Entgegen unserer hiesigen Wochenmärkte ist er jedoch nicht früh morgens, sondern beginnt erst um 15:00 Uhr.

Weihnachten in Thailand

Da wir über Weihnachten im Khaolak Laguna Resort waren, hatten wir natürlich schon vorher mal darüber nachgedacht wo wir an diesem Abend Essen gehen sollten. Allerdings wurde uns diese Entscheidung vom Hotel abgenommen, da man uns ein paar Tage vorher darüber informierte, das es im Hotel eine Art Galaabend gäbe und dieser bei unserer Buchung bereits inbegriffen sei. Naja und da haben wir gedacht das man sich das ja ruhig mal ansehen könnte. Nun ist auch sowas immer Geschmacksache und darum sei hier nur kurz gesagt, dass es schon beeindruckend war, was da für die Gäste mal eben an einem Tag aus dem Boden gestampft wurde. Es wurde rund um den Pool ein großes Buffet aufgebaut, jede Menge Tische und Stühle, sowie zwei Bars dahin gebracht und eine Bühne aufgebaut. Der Abend an sich war nett, wobei man sagen muss das die Thais Weihnachten nur für uns Tourist feiern, und es gar nicht zu Ihrer Kultur und Ihrem Glauben gehört. Und sie orientieren sich hier sehr an China, und das macht es für uns Europäer zu einem sehr sehr kitschigen Geschehen.

Das Essen an dem Abend war auch ok, es war sehr viel Auswahl da, und es war sehr liebevoll angerichtet. Es gab mit Sicherheit für jeden etwas. Als Fazit sei hier nur gesagt, dass Thais nicht grillen können, etwas was man wie bei uns auf den Grill legt, Steak oder ähnliches, wird hier immer „ganz durch“ gebraten und wie sagt man es so schön, sie machen daraus eine „Schuhsohle“, und das so sehr, dass man es teilweise wirklich nicht kauen kann, weil es so zäh wird. Aber aus unserer Sicht gab es auch genug anderes am Buffet zu finden.

Nach nun 8 erholsamen und sehr interessanten Tagen in Khao Lak ging es für uns wieder zurück zum Flughafen Phuket und von da wieder zurück nach Bangkok, wo wir noch weitere 4 Tage Zeit hatten um uns Bangkok anzuschauen und um Sylvester zu feiern.

Und wie es uns in der Stadt gefallen hat, und wie es ist in einer so großen Stadt Sylvester zu feiern, das erzähle ich euch dann in meinem 3. Teil zu unserer Thailandreise.

Wenn Euch mein Bericht und oder die Fotos gefallen haben, würde ich mich wie immer freuen, wenn Ihr sie bei Facebook, Instagram oder Pinterest teilt und oder mir dort folgt. Lest auch gerne Teil 1 und Teil 3 unserer Thailand Reise.

Thailand – Teil 1

Thailand Teil 1 – die Rundreise

Der Grund für einen Reisebericht in mehreren Teilen

Der Grund warum ich meinen Reisebericht diesmal in mehreren Teilen schreibe, liegt ganz einfach darin, dass Thailand soooo beeindruckend war, und sooo viele Eindrücke bei mir hinterlassen hat, dass ich das ganz unmöglich in einen einzigen Bericht packen kann. Und das schon gar nicht ohne das Ihr Stunden lesen müsstet. 

Wie es zu Thailand kam

Thailand stand grundsätzlich schon immer auf unserer List, konkret hat es sich aber ergeben, weil wir seit unserer Kenia Reise sehr liebe Urlaubsbekannte haben, und es schon lange unser Wunsch war, noch mal zusammen Urlaub zu machen. Und wie es so ist, wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist, hat natürlich auch jeder unterschiedliche Interessen, so hat es sich erst nicht so einfach gestaltet ein gemeinsames Ziel zu finden. Und nach einiger Suche hat sich herausgestellt, dass Thailand das Ziel ist wo wir alles unter einen Hut bringen können. Und das war definitiv die richtige Entscheidung. Thailand ist ein so vielfältiges Land, da findet sich garantiert für jeden etwa. Egal ob die Interessen nun bei Tempeln, der Natur, Tieren, den Menschen, Städten oder einfach nur einem Badeurlaub liegen.

Um nun in den zweieinhalb Wochen, die wir Zeit hatten möglichst viel von dem Land zu sehen und trotzdem nicht in Urlaubsstress zu verfallen, haben wir uns für eine Rundreise entschieden. Danach zur Erholung für eine Woche Khao Lak, und von da aus ging es dann über Sylvester noch mal nach Bangkok um uns die Stadt anzusehen.

Hier im ersten Teil erzähle ich Euch nun von den Erlebnissen auf unserer Rundreise.

Die Anreise

Wir sind wie so oft auf unseren Reisen vom Flughafen Frankfurt aus gestartet. Ich mag den Flughafen einfach und zum anderen ist er von uns aus sehr gut per ICE zu erreichen. Wir sind per Direktflug mit der Thai Air nach Bangkok geflogen. Und das kann ich definitiv empfehlen, denn Thai Air hat auch in der ganz normalen Econemy sehr gute Sitzabstände, und einen guten Sitzkomfort. Ich kann da nur von mir ausgehen, aber bei einer Größe von 1,79 m komme ich nicht mit den Knien an den Vordersitz, und dass auch nicht, wenn der Vordermann seinen Sitz zurückstellt.

Auch was den Service angeht kann man sich hier nicht beklagen. Es gab in regelmäßigen Abständen etwas zu trinken, zweimal etwas zu essen, und immer noch kleine Aufmerksamkeiten dazwischen. Auf den Geschmack des Essens einzugehen, ist finde ich immer schwierig, weil jeder empfindet so etwas anders, wir fanden das Essen ok, und auch nicht zu scharf, was man auf Flügen in diese Region ja schon mal befürchtet.

Das Unterhaltungsprogramm war völlig ausreichend, es gab ca. 10 deutschsprachige Filme, etliche Spiele und Musik. Einen eigenen USB Stick konnte man auch noch benutzen. Kopfhörer, Kissen und Decke lagen wie selbstverständlich von Anfang an auf jedem Platz.

In Bangkok angekommen, ging es in unser Hotel für die erst Nacht, das Ramda Plaza Bangkok Memam Riverside. Für unsere erste Nacht haben wir kein spezielles Hotel ausgesucht, sondern einfach das genommen, in dem die Rundreise am nächsten Morgen gestartet ist. Und das hat sich auch als gute Wahl herausgestellt.

Aufbruch zur Rundreise

Nach einem sehr guten und reichhaltigen Frühstück ging es dann am nächsten Morgen los. Zuerst sind wir an den nahegelegenen Pier gefahren und von da ging es per Boot weiter den durch Bangkok fließenden Nae Nam Chao Phraya Fluss rauf bis nach Bang Pa. Die Flussfahrt war für den Start der Rundreise schön, man wird nicht sofort mit Eindrücken überflutet und kann es nach der doch langen Anreise vom Vortag erst mal ruhig angehen lassen. Man kann relaxed auf dem Deck sitzen und das Ufer an sich vorbeiziehen lassen.

In Bang Pa angekommen stand die Besichtigung des königlichen Sommerpalastes auf dem Programm. Der Palast diente bis 1767 allen siamesischen Königen als Sommerresidenz, dann stand er 80 Jahre leer und wurde erst unter König Mongkut wieder genutzt. Die ganze Anlage ist von einer Mauer umgeben, und durch mehrere Turmbauten zugängig. Das Gelände ist sehr weitläufig und in einen äußeren und einen inneren Bereich gegliedert, der äußere ist frei zugänglich, während der innere der königlichen Familie vorbehalten ist. Es gibt allerhand Palastähnliche Bauten, Staturen und Pavillons zu bestaunen.

Eins was hier wichtig ist …. Alles was dem König unterliegt und sei es auch dieses gartenähnliche Gelände muss in langen Hosen, bis zu den Knöcheln und mindesten T-Shirt besucht werden. Falls man das nicht weiß … umziehe auf dem Parkplatz ist kein Problem.

Für uns ging es von hier weiter zu den Ruinen von Ayutthaya. Ayutthaya ist die ehemalige Hauptstadt von Königreich Siam, die Ruinen der dortigen Altstadt sind heute als der Geschichtspark von Ayutthaya bekannt. Ein Arsenal mit archäologischen Städten, Paläste, Tempel und Staturen. Wer sich für etwas in dieser Art interessiert, für den ist es mit Sicherheit sehr interessant, aber am Ende des Tages sind es doch nur Ruinen, die durchaus nett anzusehen waren, aber man hat das Areal doch in ehr kurzer Zeit gesehen.

Bedeutend interessanter fand ich da die buddhistische Tempelanlage Wat Phanan Choeng, welche auch in diesem Geschichtspark liegt. Bemerkenswert war hier definitiv die 19 Meter hohe Buddha Statue, sie ist eine der größten alten Statuen des Landes, und hinterlässt schon einen Wow Effekt.

Nach so vielen Erlebnissen am ersten Tag ist man dann doch froh, wenn man sein Quartier für die erst Nacht erreicht und nach einem guten Abendessen, einfach nur ins Bett fallen muss.

Der zweite Tag der Rundreise

Von unserm Hotel für die erste Nacht, dem Krungsri River, was schön an einem Fluss lag und eine tolle Aussicht von den oberen Etagen geboten hat, ging es nach einem frühen Frühstück weiter nach Kanchanaburi, wo man die sogenannte „Brücke am Kwai“ findet. Die Brücke ist bei den meisten von uns wohl durch den gleichnamigen Film bekannt, und wurde im 2. Weltkrieg von Kriegsgefangenen gebaut, um damals Thailand und Burma zu verbinden. Die Brücke selber ist natürlich ein interessantes Bauwerk, aber eben dennoch nur eine Brücke, sie hat Ihren Stellenwert wohl ehr durch den Film, und Ihre Geschichte.

Nach einer kurzen Besichtigung der Brücke sind wir dann mit der historischen Bahn die diese Strecke befährt von Takilen nach Tam Kra Sae gefahren. Es ist durchaus eine nette Abwechslung, aber persönlich fand ich es jetzt nicht so spannend, die Strecke ist oft dicht bewachsen und sooo viel sieht man am Wegesrand jetzt auch nicht.

Das interessanteste und spannendste ist dann definitiv das letzte Stück der Strecke, die sogenannte „Todesstrecke“. Bedeutend mehr davon beeindruckt ist man, wenn man dann ausgestiegen ist, sich umdreht und sich anschaut, worüber man gerade gefahren ist.

Und hier kann man, sobald der Zug dann weitergefahren ist, auch etwas für uns ehr ungewöhnliches tun, man kann über die Schienen und somit über die „Todesstrecke“ gehen. Man sollte besser festes Schuhwerk anhaben, und etwas schwindelfrei zu sein kann auch nicht schaden. Es ist zum einen schon, naja, sagen wir man interessant zu sehen, über welche Konstruktion man da gerade gefahren ist. Aber das ist auch nicht alles, man kann es im Vorbeifahren kaum sehen, aber ungefähr in der Mitte dieses Abschnittes befindet sich eine kleine Höhle, die Krasae Cave, es ist ein kleiner Tempel, mit unterschiedlichen Statuen, den es sich durchaus lohnt anzuschauen.

Hier ein Tipp, wenn man zu Fuß über die Brücke will, und davon eventuell auch noch ein nettes Foto haben will, lohnt es sich etwas Geduld zu haben. Denn wenn der Zug stoppt und alle aussteigen, wollen genau das auch alle anderen Touristen. Es dauert aber wirklich eine ganze Zeit bis der Zug zurückkommt, wenn man also erst mal alle die nicht warten können vorlässt, hat man nachher etwas mehr Platz für einen tollen Schnappschuss. Es lohnt sich also etwas zu warten.

Wir haben in dem kleinen Resturamt an der Station dann etwas gegessen und gewartet, bis der Zug wieder zurückfährt, man kann dann von der Plattform des Restaurants welche schön über dem Fluss liegt, schöne Fotos machen.

Auf dem Weg zur unserer Unterkunft für die nächste Nacht haben wir noch an der eigentlichen Endstation des Zuges angehalten und einen Wasserfall besichtigt. Wasserfall ist hier ein vielleicht etwas zu großes Wort, aber es ist definitiv ein schönes Gelände und bietet auf jeden Fall sehr schöne Fotomotive.

Für unsere zweite Nacht mussten wir dann umsteigen in ein Longheckboot, da es zum Fluss Hotel „Kwai Jungle Raft“ ging. Ein Hotel, was komplett auf einer Floßkonstruktion auf dem Fluss liegt, somit ist es also auch nur über den Fluss zu erreichen.

Gerne könnt ihr hierzu meine ausführliche Hotelbeschreibung lesen, aber kurz möchte ich auch hier was zu dieser außergewöhnlichen schwimmenden Unterkunft sagen. Denn ein paar Dinge sollte man wissen, zum einen wie gesagt das Hotel ist nur per Langheckboot zu erreichen, was ungefähr 20 Minuten dauert und schon ein Erlebnis für sich ist. Die Boote können allerdings nur kleines Gepäck transportieren, mehr mitzunehmen als das was man für eine Nacht unbedingt braucht geht also nicht.

Es gibt in dem Hotel keinen Strom und auch kein warmes Wasser, generell wird das Wasser in der Nacht abgestellt, da dann der Flusspegel durch den darüber liegenden Staudamm sinkt. Die Einrichtung der kleinen Bungalows, welche aus geflochtenen Bambus Wänden bestehen ist völlig ok, aber eben nicht mehr. Man sollte auch bedenke, dass es trotzsommerlicher Temperaturen hier nachts kalt werden kann.

Jedes einzelne der Bungalows hat eine Außenterrasse mit Liegestühlen und Hängematte, baden im Fluss ist wer es mag, mit Schwimmwesten möglich.

Es ist ein sehr sehr schönes und einmaliges Erlebnis, und das Hotel ist toll gestaltet. Wir möchten die Nacht hier nicht missen, aber man sollte halt wissen worauf man sich einlässt.

Wir haben uns nach dem wir nachmittags in unserer schwimmenden Unterkunft angekommen waren, noch das Dorf der dortigen Mitarbeiter angesehen. Die Menschen hier leben noch sehr ursprünglich, und auch wenn ich mir fast ein wenig störend vorkam, so durch die Privatsphäre dieser Menschen zu laufen, hatte ich genau hier eins meiner persönlichen Highlights auf dieser Reise. Ich konnte einen Elefanten streicheln, und zwar einen der nicht extra für Touristen nett dort hingestellt wurde. Die alte Dame bezieht in diesem Dorf ihre Rente und kam gerade vom Baden und hatte nichts dagegen kurz anzuhalten.

Der dritte Tag

Wieder gut auf dem Festland angekommen ging es am dritten Tag unserer Rundreise weiter nach Nakhon Pathom, um den dortigen Tempel Phra Pathom Chedi anzuschauen. Der Tempel zeichnet sich durch seine 127 Meter hohe Kuppel aus, und ist damit weltweit der höchste. Ansonsten findet man hier das was man in den meisten buddhistischen Tempeln findet, meist goldene Buddha Statuen in allen Formen. Man kann ganz frei über die Anlage gehen und sich alles anschauen. Und ich muss sagen, dass ich einmal mehr davon überrascht war, wie wenig Distanz diese Religion aufbaut. Wenn man mal davon absieht, dass man überall die Schuhe auszieht, wenn man einen Tempel betritt, ist man völlig frei in seinem Tun, es stört keinen, wenn man fotografiert, es stört keinen, wenn man in einem Raum mit den betenden Menschen ist. Ich finde zwar das die ein oder anderen Touristen zu wenig Rücksicht nehmen aber ich bin dennoch beeindruckt wie offen diese Religion ist.

Unsere letzte Nacht auf unserer Rundreise haben wir im Sampran Riverside verbracht, ein Hotel dem ein großer Komplex angeschlossen ist, wo man sich das thailändische Kunsthandwerk anschauen kann. Das Ganze ist zwar ein wenig wie eine Art Freizeitpark aufgebaut, aber es war dennoch interessant. Man konnte zusehen, wie Seide gewonnen und verarbeitet wurde, wie Reis angebaut oder Vieh gehalten wurde. Es gab Stationen an denen aus Blättern etwas geflochten wurde oder traditionelle Musik gemacht wurde. Man konnte etwas über den traditionellen Schwertkampf und das Thai Boxen erfahren. Nett gemacht war es auch, dass man überall mitmachen konnte und dass ein oder andere ausprobieren durfte.

Der letzte Tag und der Tag der Märkte

Am nächsten Morgen sind wir in unseren letzten Tag aufgebrochen, und dieser Tag hat uns zu zwei außergewöhnlichen Märkten geführt.
Zuerst ging es nach Mae Klong, wo sich der bekannte Schienenmarkt befindet. Der Markt findet seit über 100 Jahren genau an dieser Stelle statt, also schon lange bevor dort eine Eisenbahnstrecke gebaut wurde.

Irgendwann wurden dann Schienen verlegt, und es wurde eine Eisenbahnstrecke. Für die Thailändischen Händler gab es nun zwei Möglichkeiten, umziehen oder bleiben – tja und wie man heute spektakulär erleben darf, sie haben sich zum bleiben entschieden. Warum, das weiß man heute nicht mehr so genau, es gibt Gerüchte, die besagt, dass die Stände auf und an den Schienen, keine oder nur geringe Standgebühren kosten, ob das der Grund ist, oder einfach nur das festhalten an Traditionen, man kann es nur mutmaßen. Eins steht jedenfalls fest, heute ist einer der gefährlichsten Märkte auch eine der größten Touristen Attraktionen.

Der Markt selber ist eigentlich überall, in einer großen Halle und neben und auf den Schienen. Man sieht die Schienen teilweise kaum, sie liegen voll mit allem Möglichem und man ist sich ihrer auch nicht wirklich bewusst. Doch wenn man dann die Durchsagt und das laute Pfeifen des herannahenden Zuges hört, dann werden alle hektisch, innerhalb von Sekunden wird alles beiseite geräumt, die Markisen artigen Dächer eingeklappt, Menschen drängen sich an den Rand der Schienen …. Und dann kommt er auch schon, der Zug.

Und auch wenn der Zug unerwarteter Weise im Schritttempo durch das Geschehen fährt, es ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig. Zum Teil liegen noch Wahren zwischen den Gleisten, über die der Zug unbeeindruckt einfach rollt. Faszinierend ist, dass so gut wie nie etwas passiert. Die freundlichen Thais haben immer ein Auge auf die Touristen, wer nicht weit genug am Rand steht, oder sogar nicht schnell genug von den Schienen ist wird dahin geschoben, wo ihm nichts passieren kann. Es ist auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis, und wenn dann der Zug durch ist, wird nur Sekunden dahinter alles wiederaufgebaut und nimmt seinen ganz normalen Lauf.

Mindestens genau so quirlig nur nicht ganz so gefährlich sind in Damnoen Saduak die sogenannten „schwimmenden Märkte“. Und genau das war unser nächstes Ziel.

Wie haben ein ganzes Stück vor dem eigentlichen Markt vom Auto in ein Longboot gewechselt und sind über die kleinen und verworrenen Wasserkanäle zum Markt gefahren, hierbei konnte man schön das ursprüngliche Leben am Rande dieser Wasserstraßen sehen.

Der Markt selber findet heute gar nicht mehr nur auf dem Wasser statt, sondern in einem recht großen Areal um die Wasserstraßen herum. Wer Menschenmassen liebt ist hier zu jeder Zeit richtig, wer dies ehr vermeiden will, sollte früh morgens weit vor zehn Uhr hier sein, den danach kommen die Touristen. Natürlich kann man sich auch mit einem traditionellen Holzboot durch die noch bestehenden Wasserstraßen des Marktes fahren lassen. Ein Erlebnis ist das allemal, aber ein Stau auf unseren Autobahnen, ist ein Klacks gegen das was da los ist. Eins muss man allerdings sagen, die Thais nehmen das Chaos mit bedeutend mehr Gelassenheit als wir den morgendlichen Stau auf dem Weg zur Arbeit.

Wie fanden es interessanter am Markt angekommen auszusteigen und uns das Treiben von Land aus anzusehen, es gibt überall die Möglichkeit wieder ans Wasser zu gehen und einen Blick auf das Gewusel zu werfen.

Wer nicht nur für das Erlebnis an sich hier ist, sondern auch zum Shoppen, dem sei gesagt es gibt glaube ich nichts was es auf diesem Markt nicht gibt, man sollte nur auf jeden Fall eine ganze Menge Zeit mitbringen um alles zu sehen.

Nach diesen zwei tollen Erlebnissen endete unser letzter Tag der Rundreise auf dem Airport Bangkok wo wir per Inlandsflug nach Khao Lak aufgebrochen sind.

Was wir da alles erlebt haben erzähle ich Euch dann im zweiten Teil meines Urlaubsberichtes zu unserer Zeit in Thailand.

Wenn Euch mein Bericht und oder die Fotos gefallen haben, würde ich mich freuen, wenn Ihr sie bei Facebook, Instagram oder Pinterest teilt und oder mir dort folgt. Lest auch gerne Teil 2 und Teil 3 unserer Thailand Reise.

Sylt

Sylt, schöne Strände, gutes Essen und viel Natur

Wie es zu Sylt kam

Das wir die Insel Sylt besucht haben, kam durch eine Einladung zustande, der wir gerne gefolgt sind. Es ist ganz ehrlich gesagt nicht unsere Region, wir haben es normalerweise mehr mit Flugreisen, sprich mit Reisen in uns fremde Kulturen, in die Sonne und ins Warme. Und wenn es dann doch eine Reise mit dem PKW ist, dann ist es Skiurlaub, also entweder richtig Sommer oder richtig Winter.

Somit waren wir sehr gespannt auf Sylt im Herbst.

Die Anreis

Bei der Anreise nach Sylt hat man mittlerweile viele Möglichkeiten, mit dem eigenen PKW, dann per Autozug mit Ankunft in Westerland oder mit der Fähre über Dänemark, dann kommt man in List an. Sofern man kein eigenes Auto braucht oder auf einen Mietwagen zurückgreifen möchte, kann man auch mit der Bahn oder mit dem Flugzeug anreisen. Jede dieser Arten ist völlig unkompliziert, wir haben uns für den eigenen PKW entschieden, da wir auf der Insel mobil sein wollten und für den Autozug, da uns das am einfachsten erschien. Denn unsere Unterkunft, der „Sylter Hahn“ lag in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof in Westerland, wo der Autozug hält. Wie es uns im Sylter Hahn gefallen habt könnt Ihr gerne in meiner Hotelbewertung dazu lesen.

            

Sylt in allgemeinen

Sylt ist eine sehr freundliche und schöne Insel, und wer nicht immer 25 Grad plus sucht kommt hier auch im Herbst durchaus auf seine Kosten.

Es ist eine Insel für Leute die die Natur lieben, gerne wandern oder Rad fahren, und definitiv ein Hundeparadies. Wer die Natur mag, schöne Strände liebt, gutes Essen zu schätzen weiß und nicht ständig auf der Suche nach neuen Sehenswürdigkeiten ist, der wir sich hier pudel wohl fühlen.

Im Herbst mit Sicherheit auch ein toller Ort für Windsurfer, oder Keytsurfer.

Was man Fairerweise sagen muss, ist das Sylt keine billiges Pflaster ist. Klar, Geld ist immer relativ, für den einen sind über 3,-€ für einen Latte Macchiato viel, für den nächsten ist das normal, und es muss auch nicht immer teuer sein, hier und da findet man auch durchschnittliche Preise, aber vergleicht man es, egal in welcher Hinsicht, seien es Getränke, Essen, Supermarktpreise oder Eintrittspreise, mit anderen Regionen ist es auf meiner Sicht ehr höher im Preis.

Ausflüge und Unternehmungen auf Sylt

Wenn man wie wir noch nie auf Sylt war, gibt es im Grunde schon einiges was man sich ansehen kann, aber man muss ganz ehrlich sagen, das fast alles was man auf der Insel unternehmen kann mit Natur verbunden ist, und die meisten Besucher kommen wohl auch genau deswegen hier her, um endlose Spaziergänge an schönen Stränden zu machen, zumindest im Herbst.

                

Wir haben uns aber auch gerne den kleinen Hafen in List angesehen, was durchaus eine nette Abwechslung ist.

 Hier ist immer ein wenig los, besonders rund um und in der alten Bootshalle, hier drin findet man nicht nur einen kleinen Markt des wohl bekanntesten Fischvermarkters Gosch, sondern auch mehrere andere kleine Geschäfte und Stände.

         

          

          

Von List aus kommt man auch zum so genannten Ellenbogen, der nordöstlichsten Stelle Deutschlands. Wer nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, und die letzten Kilometer bis zu diesem Punkt auch nicht zu Fuß zurücklegen will, der muss 6,-€ Maut zahlen um bis zur Spitze zu fahren.

Egal wie man den Weg zurücklegt auf eins muss man achten, man muss gelegentlich dem ein oder anderen freilaufenden Schaf ausweichen, welche in den Dünen Ihr zuhause haben. Der Weg führt ebenso vorbei an Sylts einziger Wanderdüne.

Selbstverständlich haben wir uns auch den kleinen Ort Kampen angesehen, gleich hinter der Friesenkapelle findet man hier den berühmten Denghoog, ein über 4000 Jahre altes Steingrab, die nächste Attraktion auf dem Weg zum Strand ist die Uwe-Düne, welche mit 53m die höchste Stelle auf Sylt ist und einen tollen Ausblick bietet, zumindest bei gutem Wetter.

Geht man durch die Dünen weiter zum Strand erreicht man, vorbei am Leuchtturm,

irgendwann das Rote Kliff, was durchaus ein Besuch wert ist.

           

Und ganz in der Nähe kann man dann eine wohlverdiente Pause machen, das La Grande Plage an Kampens Hauptstrand, ein Pfahlrestaurant bietet sich dafür förmlich an. Man kann bei gutem Wetter auf der Rundumterasse ein herrliches Panorama aufs Meer genießen, aber auch von drinnen hat man noch einen schönen Ausblick, egal ob bei gutem Essen oder nur einem Kaffee.

Auf dem Rückweg haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, einen Spaziergang durch den Strönwai zu machen. Die Straße die auch bekannt als „Whiskymeile“ ist, wo die Reichen und Schönen zum flanieren und bummeln hinkommen, ist allerdings aus meiner Sicht ehr unspektakulär, zumindest in der Woche und im Herbst.

Westerland selbst stellt, so könnte man es sagen das Zentrum der Insel da, die Innenstadt ist nett und lädt zum bummeln und Kaffee trinken ein. Auch hier kommt man von fast überall schnell an den Strand, und hat eine nicht enden wollende Promenade zum wandern zur Verfügung. In Innenstadt Nähe mit kleinen Geschäften, davor und dahinter immer mal wieder mit kleinen Strandbars und Bistros.

                                  

Für die Tage mit etwas schlechterem Wetter gibt es in Westerland ein Aquarium und ein Freizeitbad, beides bietet durchaus eine nette Abwechslung, aber auch nicht mehr. Das Aquarium haben wir uns angesehen, es ist sehr nett gemacht, aber halt auch in kurzer Zeit besichtigt, man kann sich bei Interesse für die Tiere eine Stunde darin aufhalten, viel mehr aber auch nicht.

Was man am Strand, bei Wind auch immer schön machen kann, ist den Wind- und Kitesurfern zuzusehen.

             

Die Gastronomie auf Sylt

Ganz klar, man kann auf Sylt toll und gut fisch essen, und das fast überall, aber es soll ja Leute geben, denen der Sinn nach was anderem steht, und diejenigen kann ich beruhigen, es gibt auch jede Menge andere gute Möglichkeiten, und das denke ich für jeden Geschmack.

Wir hatten im Sylter Hahn unserer Unterkunft, ein sehr sehr gutes Frühstück, darum haben wir uns dazu entschieden mittags nichts zu essen und dafür abends essen zu gehen.

Wem das anders lieber ist, oder wer sich da schlicht und ergreifende nicht festlegen will, der bekommt hier wirklich überall auch Mittags etwas, selbst in den Cafés in denen wir für einen Kaffee oder Tee saßen, gab es Mittags leckere Dinge auf der Karte.

Wir haben uns in unserer Zeit abends für das Dalmatien, einen Kroaten entschieden, wo es lecker gegrillte Sachen, aber auch Nudeln oder Fisch gab. Platz genug für einen spontanen Besuch gab es hier auch.

Wer gerne ein gutes Steak essen will, dem kann ich nur einen Besuch im Block House ans Herzen legen, aber natürlich hat man hier auch noch die Möglichkeit, Burger, Salat oder auch tolle Gemüsevarianten zu essen. Hier sollte man allerdings vor allem am Wochenende reservieren.

Wem nach einem Schnitzel, einem Hähnchen oder einer Haxe ist, der bekommt auch das, und zwar im Münchener Hahn. Wer kein Problem damit hat, auf Sylt ehr bayrische Atmosphäre zu haben, der kann hier durchaus gut essen.

Wenn man so gar nicht weiß worauf man Hunger hat, geht ja meist der Besuch beim Italiener immer, und auch da bietet sich hier eine Auswahl an. Ausprobiert haben wir die Pizzeria riva, das Essen ist lecker, aber ich persönlich fand es ehr ungemütlich weil es sehr eng war und den ausstrahlte das man in kleinem Raum viele Tische unterbringen wollte. Gemütlicher und geschmacklich definitiv genau so gut fand ich es da im 49er Aldente, das Restaurant gleich beim Aquarium. Auch hier gab es vom Salat über die Pizza bis zum Steak alles. Hier konnte man gut hin nur um etwas zu trinken, sei es der Kaffee nach dem Spaziergang am Nachmittag oder auch das Bier zum Abend.

Wem danach ist mal ein etwas anderes Ambiente zu haben, der kann sowohl zum essen, als auch nur um etwas zu trinken in die Osteria am Campingplatz, echt nett gemacht, und wer mag kann selbst wenn es regnet im Strandkorb mit den Füßen im Sand sitzen, denn das gibt es da sogar drinnen.

Alles in allem … Essen ist Geschmacksache, aber auf Sylt kann wirklich jeder etwas finden.

Sylt und Hunde

Wir selbst haben keinen Hund, waren aber dennoch total begeistert davon, wie offen diese Insel für Hunde ist.

Klar in der Hauptsaison im Sommer, wenn alle Gäste am Strand liegen sollte sie dort an der Leine geführt werden, aber auch dann gibt es Hundestrände, wo die Vierbeiner frei laufen können. Und jetzt im Oktober, wo ehr niemand am Strand liegt, störte es niemanden, das die Hunde frei am Strand herumliefen, klar oben auf der Promenade oder in der Stadt waren die meisten an der Leine. Aber auch hier habe ich selten so viele Geschärfte gesehen, vor denen ein Hundenapf stand, oder wo Hunde so problemlos mit in die Geschäfte dürfen.

Dasselbe trifft auf alle Restaurants, Bars oder Cafés zu, ich habe keins gesehen, wo Hunde nicht willkommen gewesen wären.

Ich denke für Hunde und deren Besitzer ein kleiner Traum, quasi ein Hundeparadies.

Unser persönliches Fazit

Eine tolle Insel für Naturliebhaber, uns fehlt es auf der Insel ein wenig an Möglichkeiten zu Unternehmungen, die über das spazieren gehen am Strand hinausgehen, und ich kann es nicht verleugnen, mir selber läge Sylt im Sommer bestimmt ehr, allein des Wetters wegen, ich bin und bleibe halt eine Frostbeule.

Somit muss ich ganz ehrlich sagen das wir hier wohl ehr nicht zum Wiederholungstäter werden. Auch wenn wir jedem empfehlen können sich die Insel mal anzusehen.

Ich hoffe Ihr hattet Spaß beim lesen. und wenn Euch der Bericht gefallen hat. schaut doch mal bei mir auf Facebook oder Instagram vorbei, liked den Artikel oder folgt mir.

Mexiko

 

Mexiko – Das Land der Mayas und Mythen

Warum Mexiko

 

Als wir uns entschlossen nach Mexiko zu reisen, war das eine ehr spontane Entscheidung, weder hegte einer von uns schon lange den Wunsch, noch gab es einen anderen konkreten Grund. Vielmehr war es so, dass wir immer mal wieder von Freunden und Bekannten gehört hatten, dass es sehr schön sein solle, traumhafte Strände gäbe, und natürlich das Land viel biete, was es anzuschauen uns zu erkunden gäbe.

Tja und das hörte sich doch gut und nach der perfekten Kombination aus Kultur und Erholung an, also wurde es 2015 Mexiko.

Geografisch hatten wir uns für die Region Riviera Maya und hier für ein Hotel in der Nähe von Playa del Carmen entschieden, was so circa 70 Kilometer südlich von Cancun liegt. Zum einen weil uns die Hotels dort zusagten, sie waren zwar auch groß, aber bei weitem nicht solche Klötze wie zum Beispiel in Cancun selber. Und zum anderen war die Lage für den einen oder anderen Ausflug günstig.

 

 

 

Die Anreise

 

Wir sind zu der Zeit per Direktflug mit der Condor geflogen, was einem hier lieber ist kann man glaube ich schwer sagen. 12 Stunden sind eine lange Zeit, ob man sie nun an einem Stück im Flugzeug verbringen mag, oder lieber bei einer Verbindung mit Zwischenlandung die Chance haben will, sich die Füße zu vertreten, muss wohl jeder für sich selber wissen.

In meinem Fall muss ich sagen, auch wenn mir der Flieger mit der Zeit immer enger erscheint, ich fliege lieber am Stück, bin somit meist auch schneller da und hab die Anreise hinter mir.

Nach dem Flug, dem Bustransfer und dem einchecken im Hotel, waren wir gut auf dem Zimmer angekommen, und eins stand fest im Juli ist es verdammt heiß in Mexiko und 8 Stunden Zeit Verschiebung sorgen für ein mächtiges Jetlag, zumindest bei mir. Somit hieß es Koffer aufs Zimmer, duschen und erst mal ein Stündchen Schlafen.

 

 

Die ersten Tage

 

Nach ein paar Stunden Schlaf war der Jetlag behoben, was man von den Temperaturen nicht sagen konnte. Versteht mich nicht falsch, uns war schon klar, das wir im Süden waren und auch das es warm sein würde, was wir trotz vieler anderer Urlaube etwas unterschätzt hatten, war die zu dieser Jahreszeit hier sehr sehr hohe Luftfeuchtigkeit, und das gepaart mit in dem Jahr außergewöhnlich hohen Temperaturen, war dann doch gewöhnungsbedürftig. Und es sollte sich in den kommenden Tagen rausstellen, dass wir uns nicht so wirklich daran gewöhnen würden.

Die ersten zwei drei Tage verbrachten wir erstmal am Pool unseres Hotels, unter anderem in der Hoffnung auf Akklimatisierung. Aber wir durften recht schnell feststellen, das das ein Wunschtraum war, es war Tag wie Nacht einfach sehr warm und vor allem sehr schwül. Und da ab Mittags der Pool auch ehr einer Badewanne glich, und das trotz seiner Größe und Frischwasserzulauf, hatten wir entschlossen das wir genauso gut auf Ausflügen schwitzen können. Und es gibt ja nun auch wirklich schlimmeres im Urlaub, als ein Luxusproblem wie … zu warm.

 

 

 

Kultur und Ausflüge

 

Als erstes haben wir einen Ausflug zur Mayastätte Tulum gemacht. Tulum ist zwar im Verhältnis eine überschaubare Anlage, was aber kein Nachteil ist. Man kann mehrere Bauten der Mayageschichte ansehen und gerade durch die kleinere Anlage geht das auch wunderbar ohne Reiseleitung oder Führer. Allein wenn man durch die Anlage spaziert kann man viel sehen und entdecken, und schon hier in einer ehr kleineren Anlage war ich wieder mal erstaunt, wie Menschen, soweit vor unserer Zeit, das erbauen konnten.

Das einzige Manko hier war der Strand. Tulum ist ja unmittelbar am Strand gelegen und man sieht in Berichten oder auf Bildern unterhalb der Anlage immer einen wundervollen Strand. Zum einen muss hier mal gesagt werden, dass ich mir keine Tageszeit vorstellen kann, wo dieser kleine Strandabschnitt so menschenleer ist wie auf diesen Bildern, und daher wirkt er natürlich auch live nicht so anmutig. Zum anderen holte uns hier ein kleiner Nachteil unseres Mexikourlaubs ein … Seegras! In diesem Jahr fand man es in großen Massen an allen Stränden, und es trübte das Bild was halt viele von mexikanischen Stränden haben, denn sie wirkten weder Karibik ähnlich, noch außergewöhnlich schön.

Aber so etwas sind Naturereignisse für die Niemand etwas kann, oder an denen man zumindest in diesem Moment nichts ändern kann, somit kann und sollte man es einfach akzeptieren, und wir haben uns unweigerlich gefragt, wie lange uns die Schönheit unserer Natur wohl generell noch erhalten bleibt.

 

Eine weitere Maya Stätte, die wir uns angesehen haben war Coba, mitten im Wald gelegen, und mit einer eindrucksvollen Attraktion, denn die 42 Meter hohe Pyramide die auf dieser Anlage steht, gibt einem die Gelegenheit zu einem genialen Ausblick, wenn man sich dann die Mühe macht ihre 120 Stufen hochzusteigen.

Es sei hier allerdings erwähnt, das sollte man die Pyramide erklimmen wollen, sollte man gut zu Fuß sein, und das nicht nur wegen der großen Anzahl der Stufen, sondern auch weil die Stufen unterschiedlich hoch oder breit sind, teilweise halt auch nicht mehr zu 100% erhalten, und so etwas wie ein Geländer gibt es nicht. Dazu kommt, dass man ganz sicher nicht der einzige ist, der den Wunsch hat, nach oben oder unten zu gelangen. Und für Leute mit etwas schwachem Kreislauf, bitte auch hier an die Temperaturen denken, man sah immer wieder Leute erst mal länger auf der Hälfte sitzen bleiben, weil sie die Kombi aus alle dem unterschätzt hatten.

Der Weg zu der Pyramide war dagegen gut zu meistern, auch wenn sie Mitten im Wald liegt, waren die Wege gut ausgebaut und wer nicht zu Fuß gehen wollte, dem stand sogar eine Art kleiner Rikscha zur Verfügung, welche einen gegen Gebühr bis kurz vor die Pyramide fuhr.

Einer unserer Weiteren Ausflüge, welcher für mich definitiv eins der Highlights war, führte uns zum Strand von Akumal zum schwimmen und Schnorcheln mit den Schildkröten. Leider war zwar auch hier das Seegras ein Problem, denn zum einen mussten wir durch den Teppich durch um dahinter dann überhaupt Schnorcheln zu können, was ich aber viel schlimmer fand, war das uns unser Guide erklärte das es für die Schildkröten zur tödlichen Falle werden kann. Das Seegras schwimmt in großen Teppichen an der Wasseroberfläche und wenn die Tiere darunter nach Futter suchen und dann zum Lufthohlen auftauchen müssen, kommen sie oft nicht durch und können dann unter Umständen ersticken. Und so kommen natürlich auch immer weniger dieser wie ich finde sehr schönen und faszinierenden Tiere in diese Bucht.

Wir hatten trotz Seegras das Glück mehrere von Ihnen zu sehen, und ihnen zum Teil auch recht nah zu kommen. Natürlich tummeln sich in der Bucht auch noch andere Unterwasserbewohner, die man sehen kann, alles in allem war für mich dieser Ausflug an dieser Stelle schon sein Geld wert.

Aber es ging ja noch weiter, wir sind zu einem Gelände gefahren, auf dem sich drei Cenoten befinden, um dann später auch in einer von Ihnen zu Schnorcheln.

Cenoten sind natürlich entstandene „Löcher“ mit einem Süßwasser See. Sie entstehen dadurch dass die Decken von Höhlen praktisch einstürzen, was hier immer mal wieder vorkommt, da das Land hier aus Kalksandstein besteht.

Durch das glasklare Wasser kann man schon allein nur beim durch schwimmen, immer wieder interessante Gebilde auf dem Grund sehen. Und je nach dem wie die Sonne steht bricht sich das Licht in vielen schönen Farben auf dem Wasser. Natürlich findet man auch hier beim Schnorcheln kleine Fische oder Schildkröten, es ist einfach ein tolles Erlebnis mitten in der Natur. Und definitiv eine Abkühlung, denn das Wasser hier ist dann doch ehr kühl.

Tja und wir wussten nach diesem Ausflug, dass uns die Unterwasserwelt fasziniert, und wir sicher nicht zum letzten Mal geschnorchelt sind.

Außerdem haben wir noch den Park X-Caret besucht, es ist eine Art Freizeitpark in dem sich fast alles ums Wasser dreht. So einen Park zu besuchen ist ja immer Geschmacksache, was hier aber auf jeden Fall außer Frage steht, ist das es in diesem Fall teuer ist. Schon der Eintritt selber war kein Schnäppchen, aber es ist hier nicht wie bei uns, das man mit dem Eintritt auch automatisch Zugang zu den Attraktionen hat, sondern das meiste und natürlich das spannendste kostet hier alles noch mal extra und das nicht zu knapp.

Es gibt natürlich auch ein paar kostenlose Dinge, zum Beispiel kann man sich durch eine Art Fluss treiben lassen, mit kleinen Höhlen und so etwas. Das schwimmen an unterschiedlichsten Stellen und auch das Schnorcheln ist kostenlos, sofern man eine eigene Ausrüstung hat.

Ebenfalls kann man eine ganze Menge Tiere beobachten, Schildkröten, Rochen, Riff Haie, Pinguine, eine Seekuh und auch Delfine.

Aber Dinge wie mit den Delfinen schwimmen, für Kinder das Füttern von Rochen und auch das Abtauchen mit einem Taucherhelm, so etwas kostet alles.

Uns hat es dennoch gut gefallen, was daran liegen mag, das wir zum einen wussten, das wenn Zusatzkosten entstehen, zum anderen uns vor Ort dazu entschlossen haben nichts dieser Dinge zu tun, das aus den unterschiedlichsten Gründen, mal war es uns einfach zu teuer, mal einfach zu touristisch gemacht.

Da unser Hotel einen Shuttle nach Playa del Carmen anbot, haben wir diesen auch in Anspruch genommen und man muss sagen es ist eine willkommene Abwechslung in den Abendstunden hier durch die Straßen zu schlendern, es ist natürlich alles sehr auf Touristen abgestimmt, aber das hab ich auch schon schlimmer gesehen.

  

Fazit und Tipps

 

Alles in allem ist Mexiko eine Reise wert, man sollte nur auf die Jahreszeit achten, je nach dem wie warm und schwül man es gerne haben möchte.

Wer in dem Jahr Badeurlaub machen wollte und von den Karibik ähnlichen Stränden geträumt hatte wird enttäuscht gewesen sein, aber das war nicht immer so, wir haben viele Leute getroffen, die es vor Jahren anders erlebt haben, und ob das Problem mit dem Seegras noch existent ist vermag ich nicht zu sagen. Ich persönlich kann nur sagen, dass jedes Hotel sich wahnsinnige Mühe gegeben hat das Problem zu lösen, aber das Seegras war einfach schneller wieder da und hat Teppiche auf Wasser und Strand gebildet als es abgetragen werden konnte. So etwas ist schade, aber ein Naturereignis was man niemandem zum Vorwurf machen kann, und aus meiner Sicht ehr ein Grund das man über das was wir hin und wieder unsere Natur antun hier und da mal nachdenken sollten.

Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass man besser ein paar Brocken spanisch oder englisch können sollte, denn nur mit deutsch kommt man nicht überall weiter, auch wenn sich jeder im Hotel und auch außerhalb Mühe gibt, es macht es oft einfach leichter ein paar Fremdsprachen Kenntnisse zu haben.

Die Ausflüge kann man wenn man will in den Hotels bei den Agenturen auch mit deutscher Führung buchen, aber da sind sie definitiv teuer.

Wir fanden das Land schön, die Maya Kultur interessant und die Leute sehr nett, somit können wir eine Reise nach Mexiko nur empfehlen.

 

Den Bericht zum Hotel findet ihr hier

 

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Das Temple Point Resort

Provinz Coast / Watamu / Kenia

Ein zauberhaft in die Natur eingepasstes Hotel was Ruhesuchenden alles bietet was man braucht.

Vorweg muss ich hier sagen, das wir zu der Zeit in Kenia waren, wo es Ebula in Teilen Afrikas gab, und obwohl es keinen bekannten Fall in der Region um Kenia gab, haben die Touristen die Küsten gemieden, somit waren wir fast allein im Hotel.

Das Hotel ist sehr schön und im Landesstiel gestaltet und dadurch dass die Wohneinheiten nie höher als 2 Etagen sind wirkt die Anlage sehr gemütlich.

Unser Zimmer war völlig ausreichend in seiner Größe, nett und liebevoll eingerichtet, immer sauber. Unser Zimmer hatte Bett mit Moskitonetz, 2 Sessel und Tisch, Kühlschrank, Fernseher, Wasserkocher, Telefon, Haarföhn, auf dem Balkon standen zwei Liegen, und vor dem Zimmer befand sich noch eine Art Terrasse, die von zwei Wohneinheiten aus genutzt werden konnte, mit einer sehr gemütlichen Sitzecke mit mehreren Kissen. Die Einrichtung im Zimmer war ok, etwas abgenutzt ja, aber bei weitem nicht so dass es gestört hätte.

Das Bad war auch völlig ok, man muss halt daran denken, dass man in Afrika ist, alles war sauber und funktionierte, auch wenn es nicht der neuste Standard war. Einzig und allein der Wasserdruck ließ sehr zu wünschen übrig, duschen dauerte halt etwas länger, aber uns hat es nicht gestört.

 

Die Lage und die Umgebung

Das Hotel macht in seiner Beschreibung im Katalog kein Geheimnis aus seiner etwas abgelegenen Lage, und das brauch es auch nicht, denn für Leute die Ruhe suchen ist die Lage ein Traum, das Hotel passt sich schön in die Natur ein und man findet überall ein schönes Plätzchen zum ausruhen.
Der Weg zum Strand führt über einen angelegten Weg, der gut zu gehen ist, und was das gute ist, da es eine Bucht ist, ist man sicher vor den sonst so oft genannten Beachboys, sie stehen zwar auch hier am Anfang vom Strand, aber es ist auch immer Jemand vom Hotel da, der darauf achtet, das sie die Gäste in Ruhe lassen. Man wird hier von diesen Verkäufern nur angesprochen, wenn man das will.

Wer gerne und viele Ausflüge machen will sollte bedenken, das das Hotel nicht unbedingt den kürzesten Weg überall hin bietet, uns war das bewusst, dennoch ist uns sowohl der Transfer vom Flughafen Mombasa, als auch der Transfer zu unserem Safari Beginn und später zurück lang geworden. Mann muss nach Mombasa gut 3 Stunden einrechnen.

Der Service im Hotel

Die Freundlichkeit des Personals, egal wo ist kaum zu toppen gewesen, jeder hat sich so liebevoll um uns bemüht, und man hatte nie das Gefühl, das die Leute das nur machten, weil es ihr Job war, sondern immer das Ihre Freundlichkeit ehrlich war.
Man sollte etwas Englisch können um klar zu kommen, aber das Personal beginnt auch gerade Deutsch zu lernen, und sie geben sich da echt Mühe.

Die Gastronomie

Es gibt ein Restaurant und zu unserer Zeit eine Bar, es gab weder an Speisen noch Getränken etwas auszusetzen. Sehr positiv überrascht war ich von den Getränkepreisen, für eine Cola, und es war Coca Cola, 0,3 ca. 1,50€ und für 0,5 Bier ca. 3,60€ da kann man aus meiner Sicht nicht meckern.

Was man sagen muss ist das das Hotel nicht nur nicht ausgebucht war, sondern quasi leer, bis auf uns und weiteren 5 Leuten, sprich es waren 7 zu Bestzeit 11 Personen da. Was in keiner Weise zu Einschränkungen innerhalb der Anlage geführt hat, das Einzige war, das es anstatt Buffet abends immer 2 bis 3 Gerichte zur Auswahl gab. Ich kann also nicht sagen wie das Essen was Abwechslung und Menge betrifft wäre, wenn es ausgebucht ist, so war es immer mehr als ich essen konnte, und es tat mir leid, das ich etwas umgehen lassen musste, aber da man sich das Essen nicht selber nehmen konnte, sondern einem der Teller ja in der Küche gefüllt wurde, nutzte es nichts zu sagen das man noch weniger wollte.

Das Essen selber war ok, und man hat immer was gefunden, ich möchte behaupten das es besser gewesen wäre, wenn mehr Gäste da gewesene wären, aber man konnte sich auch hier nicht beklagen.

Sport & Unterhaltung

Auch hier muss man halt sagen das das Hotel leer war, somit hätten wir die sehr netten Animations Leute für uns allein, und wir haben meist Karten mit Ihnen gespielt, sie hätte aber auch alles andere mit uns unternommen, was auf ihrem Plan stand, aber wir wollte nach 7 Tagen Safari lieber etwas Ruhe.
Beide Pools waren in Betrieb, trotz der wenigen Gäste, und immer sauber, immer mit Liegen, Auflagen und Schirmen versehen.

Tipps & Empfehlung

Ich kann dieses Hotel nur empfehlen, für alle die Ruhe und Erholung suchen und ihren Urlaub bei wundervollen sehr lieben Menschen verbringen wollen.
Für wen es wichtig ist, es gab WIFI kostenlos, an der Bar und an einem Pool.
Bedenken bei Anreise sollte man den Transfer von Mombasa, der nicht kurz ist, aber es ist es wert.

Was man wenn man Badeurlaub machen will auch bedenken sollte, ist das es hier sehr stark Ebbe und Flut gibt und somit das Baden nicht immer so gut möglich ist. Badeschuhe sollten auf jeden Fall im Gepäck sein.

Aber wem das nichts ausmacht der kann hier auch ein sehr faszinierendes Erlebnis haben, da das Wasser wirklich sehr sehr weit zurück geht, kann man bei Ebbe in der Bucht toll spazieren gehen und es bietet sich einem schon ein sehr bizarres Bild von Steinen und Felsen die sonst unter dem Meeresspiegel sind.

Wenn Euch mein Bericht gefallen hat, teilt oder Liked Ihn gerne. Und wenn Ihr mehr zu unserem Aufenthalt in Kenia wissen wollt, lest gerne meinen Reisebericht dazu.

Kenia

Kenia – Safari und die Erfüllung eines Traums

 

Südafrika, Kenia, eine Reise die mich sehr sehr beeindruckt hat, und ganz klar etwas was ich wiederholen möchte.

Der Wunsch oder am Anfang der Traum, einen Urlaub in Südafrika und eine Safari zu machen ist auch ein wenig aus der Liebe zur Tierwelt entstanden, ich mag Tiere sehr und diese dann in freier Wildbahn und in ihrem Lebensraum hautnah zu erleben, war für mich einfach eine faszinierende Vorstellung. Kenia war am Anfang noch kein Bestandteil dieser Vorstellung.

Bei unsern anfänglichen Planungen waren wir uns noch unsicher, wo genau es hingehen sollte und wie lang die Safari dauern sollte.

Wir haben dann viele andere Reiseberichte gelesen und sind immer wieder über Kenia gestolpert, und darüber, dass es für „Ersttäter“ geeignet sei, also fiel somit die Entscheidung für Kenia, im Endeffekt mit der Kombination einer 7 tätigen Safari und eines anschließenden Badeurlaubs. Am Anfang hatten wir zwar kurz in Erwägung gezogen nur 3 Tage auf Safari zu gehen, haben diese Überlegung dann aber schnell wieder verworfen, allein weil wir nicht in Stress verfallen wollten. Und bei den / Tagen erschien es uns einfach erholsamer und auf eine gewisse Weise gemütlicher, nur alle 2 Tage von einer Lodge in die andere zu wechseln, also nicht nach jeder Nacht wieder unsere Sachen packen zu müssen.

Und aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, dass das eine sehr gute Entscheidung war. Heute, und im Nachhinein betrachtet würde ich sogar auf den anschließenden Badeurlaub verzichten und stattdessen ein paar erholsame Tage auf einer Lodge anfügen. Was ich auch nur empfehlen kann, ist mindestens eine Vorübernachtung, bevor man zur Safari startet, denn nach der Anreise und auch allein schon durch die Zeit- und Klimaumstellung ist man schon ganz schön platt und wenn man in Mombasa ankommt erst mal dankbar für ein paar Stunden Ruhe und eine Nacht Schlaf bevor es losgeht. Was ich persönlich bei einem nächsten Aufenthalt auch machen würde, ist darauf zu achten, das die Transfer Zeit vom Flughafen Mombasa zum Hotel ehr kurz ist, denn wie ich jetzt weiß, können bei kenianischen Straßenverhältnissen und der Fahrweise der Kenianer 60 bis 80 km sich schnell mal wie eine Weltreise anfühlen, und locker 3 bis 4 Stunden dauern.

Bei uns sah die Anreise so aus, dass wir von Frankfurt mit Zwischenlandung in Äthiopien nach Mombasa geflogen sind. Eine zusätzliche Landung haben wir noch am Kilimandscharo Airport eingefügt, hier konnten wie allerdings das Flugzeug nicht verlassen, sondern haben nur Passagiere aufgenommen, wurden betankt und so etwas, dennoch stand der Flieger eine gute Stunde hier. Ja und danach kam dann halt noch der Transfer vom Airport Mombasa nach Watamu, der mal eben 3,5 Stunden gedauert hat.

Alles in allem kann ich sagen, waren wir froh als wir da waren und dann eben zwei Nächte im Hotel Temple Point in Watamu Zeit hatten uns zu erholen und zu akklimatisieren.

Das Hotel war auch das von uns gebuchte Hotel für den anschließenden Badeurlaub, wenn Ihr mehr dazu erfahren wollt, lest gerne meine Hotelbeschreibung dazu. Und so blieb unser großes Gepäck dann auch gut untergestellt in diesem Hotel. Auf Safari ist ehr leichtes Gepäck, wie Reisetasche oder Rucksack gewünscht, da zu einen ja alles in die Safari Jeeps passen muss und zum anderen die Träger auf den Lodges auch immer die Sachen hin und her tragen müssen, und da man hier nichts in der Richtung von befestigten Wegen oder sonst etwas wo man einen Trolley darüber ziehen könnte findet, sind die Jungs für jedes Kilo weniger dankbar.

Unsere Safari startete also sozusagen in unserem Hotel in Watamu, von da ging es noch in einem normalen Kleinbus nach Mombasa, wo wir dann in Safari Jeeps umstiegen. Dieser war in unserem Fall mit 6 Leuten besetzt, so das jeder am Fenster sitzen konnte und auch jeder genug Platz zum stehen hatte, wenn in den Nationalparks das Dach offen war.

Von Mombasa aus ging es dann über die Fernstraße A 109, dem so genannten Mombasa Highway zu unserer ersten Station dem Tsavo Nationalpark. Auf dem Hinweg haben wir hier den kleineren Teil, den 9.065 Quadratkilometer großen Tsavo West besucht. Seine Savannen reichen von der tansanischen Grenze im Süden, an der Straße zwischen Mombasa und Nairobi entlang bis zum Athi River im Norden. Das Landschaftsbild hier zeichnet sich durch weite Savannen, Dornbuschebenen und graue Lava Felsen auf.

Im Tsavo West haben wir dann auch (endlich) die ersten Tiere beobachten können, Zebras, Gnus und Büffelherden sowie Nilpferde und die ersten Giraffen und Elefanten.

Unsere erste Unterkunft für zwei Nächte war das Severin Safari Camp. Ich kann hier nicht genau sagen, was wir zur der Zeit erwartet hatten, wir hatten vorher Dinge gelesen, wie das wir nur zeitweise Strom oder warmes Wasser hätten, die Zelte mit festen Dächern überdacht wären und einiges in dieser Richtung … sicher wussten wir das eine Lodge kein 5 Sterne Hotel ist .. aber … was wir hier vorgefunden haben, das hat uns in sehr sehr positiven Sinne sprachlos gemacht. Das was man uns als unser „Zelt“ zeigte, hätte ich in vielen unserer Hotels mal gerne als Zimmer gehabt. Alles passte auch wundervoll vom Stiel zusammen und sehr toll in die Landschaft. Aus unserer Sicht war es Luxus, dieser war aber so schön und unauffällig in die Savanne integriert das man es nicht als störend wahrnahm. Ich denke hier sagen aber Bilder mehr als ich schreiben könnte.

Sowas als Zelt zu bezeichnen fällt mir schon etwas schwer … unsere Zimmer.

Und ja, wen das alles noch nicht überrascht, für der hätte hier auch noch den Pool

Wie später auf den anderen Loges auch gab es ein künstlich angelegtes Wasserloch, an dem sich immer wieder Tierherden trafen, spätestes hier war mir klar ich hätte das Hotel später nicht mehr gebracht. Man steht morgens auf, tritt mit seinem ersten Kaffee nach draußen auf seine kleine Terrasse und wir erst mal von ein Paar Impalas oder Gnus begrüßt, einfach genial.

Von dort aus ging es dann nach zwei Tagen die mit Pirschfahrten zu den unterschiedlichsten Tageszeiten und einer Wanderung durch die Savanne gefüllt waren, weiter zum Amboseli Nationalpark.

Der Amboseli dehnt sich rund 130 km nordwestlich und 240 km südlich von Nairobi an der Grenze zu Tansania aus. Mit einer Fläche von nur 292 Quadratkilometern, zählt er zu den kleinsten, aber mit dem höchsten Berg Afrikas, dem 5.895 Meter hohen Kilimandscharo auch zu den am meist betuchtesten National Parks. Die Landschaft ist geprägt von sodahaltigem grauem Staub. Akazienwäldern, Sümpfe und offenen Savannen wechseln sich ab und bietet vielen Großwildarten eine Heimat. Unter anderem sind hier rund 800 Elefanten zuhause, welche den Park nur selten verlassen, selbst wenn ihnen dies möglich ist.

Unsere Unterkunft hier war das Elerai Camp, was uns nicht nur einen unbeschreiblichen Blick auf den Kilimandscharo mit seiner Schneebedeckten Kuppe, sondern auch einen faszinierenden Ausblick über die Savanne geboten hat. Das im Tal gelegene Wasserloch war immer ein Treffpunkt für die Elefanten, und wenn man gewollt hätte, hätte man im Pool sitzen und die Tiere beobachten können. Die größte Herde Elefanten, die hier zu unserer Zeit vorbeikam bestand aus 35 Tieren, wobei die Kleinen noch nicht mitgezählt sind.

Der Amboseli Park hatte viele Überraschungen für uns bereit. Zum einen wieder eine Lodge wo es mir eigentlich schon wieder schwer fällt, von Unterbringung im Zelt zu sprechen.

In diesem Fall sah man von der Terrasse gleich auf den Kilimandscharo, der sich auch extra für uns aus seinem Wolkenbett begab.

Zum andern hat man in diesem Park aber auch das Glück die Tiere in Herden zu sehen und das auch oft sehr nah an den Jeeps. Ja und das macht einen dann doch hier und da schon mal sprachlos, wenn eine Elefantenherde, scheinbar zu greifen nah, an einem vorbeizieht, oder ein kleines Nilpferd einfach mal neben dem Jeep liegt und schläft.

Im Amboseli haben wir dann auch den König der Savanne, den Löwen gesehen, und die zwei gaben sich auch die Ehre ganz nah an unserem Fahrzeug vorbeizutraben.

Ein Erlebnis der anderen Art, ohne Tiere, was wir aber dennoch ganz sicher nicht vergessen werden, wie man in Südafrika, in Kenia, Anfand September, am flackernden Kamin sitzt ….

Nun ja, als beim Abendessen die netten Kellner nach unserem Zeltschlüssel fragten, um uns WÄRMFLASCHEN ins Bett zu legen, haben wir zuerst noch etwas irritiert geschaut und es für einen Scherz gehalten. Schließlich waren wir in Südafrika, mit viel Sonnenschutz im Gepäck. Was wir aber nicht bedacht hatten, war, dass das Camp am Kilimandscharo lag und das auf etwas mehr als 1000 Höhenmeter und es hier vor Sonnenauf- und nach Sonnenuntergang schon mal etwas kühler werden kann. Und so waren wir ein paar Stunden später froh darüber das die Angestellten für die Abendstunden den Kamin anzündeten und wir es uns davor gemütlich machen konnten. Und ein paar weitere Stunden später sehr sehr dankbar für die Wärmflaschen im Bett.

Vom Amboseli Nationalpark ging es dann nach zwei Übernachtungen wieder zurück in den Tsavo Nationalpark und diesmal in den Tsavo Ost. Eisenbahn und Fernstraße A 109 unterteilen Tsavo Ost und Tsavo West, welche zusammen mit eine Fläche von rund 20.000 Quadratkilometern den größten Nationalpark Kenias bilden. Unsere letzten Tage waren wir im größeren Teil unterwegs dem Tsavo Ost mit rund 11.500 Quadratkilometern Fläche. Das Landschaftsbild hier ist bedeutend eintöniger, meist geprägt durch Dornbusch und Grassavannen. Über weite Strecken erreicht hier die Erde ein leuchtendes Rot, dafür verantwortlich ist der Laterit Staub mit dem auch die Tsavo Elefanten duschen. Das Ergebnis dieser Praktik hat die Dickhäuter berühmt gemacht, al die roten Elefanten von Tsavo.

Unsere Unterkunft im Tsavo Ost war das Satao Camp. Auch ein wunder schönes Camp, was sich dadurch auszeichnet das man sich eigentlich ständig mittendrin in der Tierwelt fühlt.

Zum einen hat das Camp ein nah gelegenes Wasserloch auf das man aus den meisten Zelten schauen kann. Zum anderen haben Impala Herden beschlossen, gleich neben der Feuerstelle Quartier zu beziehen und haben dieses Camp als ihren Schlafplatz auserkoren. Somit laufen diese Gesellen auch den ganzen Tag zwischen den Zelten herum.

Wenn man Glück hat (was wir wenn man es so will hatten) erlebt man, das es nicht als Scherz gemein ist das jedes Zelt einen Notfallknopf hat, und es Sinn macht sich daran zu halten, nach Einbruch der Dunkelheit bitte nicht alleine, sondern nur in Begleitung der extra dafür bereitstehenden Buschmänner durch das Camp zu laufen. Denn wenn man einen leichten Schlaf hat kann es sein, das man Nachts schon mal von 1 bis 2 Hippos, die in nächster Nähe neben dem Zelt stehen und grasen geweckt wird.

Hier war unsere Safari dann auch zu Ende und es ist uns alles wirklich schwer gefallen uns von dieser ganz eigenen Welt zu trennen.

 

Der  Höhepunkt auf unserer letzten Pirschfahr war dann er, oder sie ….

….. aber leider war die Großkatze nicht sehr fotogen und wollte sich einfach nicht von vorne zeigen.

Danach ging es früh am nächsten Tag zurück nach Mombasa und für uns dann von da wieder in unser Hotel nach Watamu, wo nun ja noch 5 Tage Badeurlaub uns warteten. Man sollte sich definitiv nach einer Safari ein paar Tage nehmen um all die gewonnen Eindrücke zu verarbeiten, und um auszuschlafen, denn wären der Safari ist man meist sehr früh auf den Beinen, da es die Tiere die man sehen will ja auch sind. Und hier meine ich mit früh auch wirklich früh, denn es kann auf einer Safari auch schon mal morgens um 5 Uhr los gehen. Und erst mit etwas Ruhe kommen die ganzen Bilder zur Geltung und man kann wundervoll alles noch mal Revue passieren lassen, während der Safari kommt man so nicht dazu. Es waren wirklich sehr überwältigende Momente und sehr beeindruckende Erlebnisse dabei und viele davon zaubern heute noch ein Lächeln auf mein Gesicht wenn ich daran denke. Ob man die letzten Tage in einem Hotel an der Küste Kenias verbringen will, welche mit Sicherheit tollen Strände bereithält, das ist wohl reine Geschmacksache. Ich ganz persönlich würde, wie schon mal am Anfang gesagt ein paar ruhige Tage in einer der Loges anhängen. Nicht um weiter auf Pirschfahrt zu gehen, denn hier muss man mal ganz ehrlich sagen, das nach 7 Tagen im offenen Jeep und den dortigen Straßenverhältnissen der Bedarf am Fahren doch gedeckt ist. Aber die meisten Lodges haben auch ruhige Ecken, gemütliche Sitzgelegenheiten, eine Bar und oft sogar einen kleinen Pool, und halt auch die Möglichkeit von dort die Tiere, die an den angelegten Wasserlöchern vorbei kommen zu beobachten. Für mich wäre es der passende Ausklang für einen solchen Urlaub.

Ein Tipp zum Schluss, was im Gepäck auf keine Fall fehlen sollte ist Sonnencreme, auch wenn es hier und da diesig ist, es täuscht, man verbrennt gerade auf den Fahrten im Auto schnell, Mückenschutz, und zwar guter, eine dünne Jacke sowie eine lange Hose für die Früh- oder Abendpirsch.

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, das Kenia für uns ein Traum war und sicherlich nicht das letzte Mal das wir in Südafrika und auf Safari waren, wir werde hier mit Sicherheit zum Wiederholungstäter.

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Marokko

Marrakech, die rote Stadt

Der Flair von 1000 und 1 Nacht

 Wir kommen gerade von einer Woche Urlaub in Marrakech zurück und die Eindrücke sind noch ganz frisch, also will ich das doch gleich nutzen und etwas darüber erzählen.

 

Die Entscheidung für Marrakech wurde bei uns aus der Neugier heraus geboren, ich hatte von vielen vom berühmten Flair von 1000 und 1 Nacht gehört, einer eigenen Welt innerhalb der Medina, der Altstadt von Marrakech, und dem bunten Treiben auf den Souks, den Märkten. Und nun wollten wir das einfach mal selber sehen und erleben. 

Da wir diesmal nur eine Woche Zeit hatten, haben wir uns dazu entschlossen, diese komplette Woche in Marrakech zu verbringen, da uns ein Transfer an die Küste, zum baden, für die uns zur Verfügung stehende Zeit doch etwas zu weit war. Und bei allem Kulturinteresse waren doch auch ein zwei Tage einfach nur Erholung im Plan.

Der Wunsch nach ein Paar Tagen Nichtstun war auch der Grund, warum wir uns für ein Hotel ein paar Kilometer außerhalb von Marrakech entschieden haben, und durch den vom Hotel kostenlos angebotenen Shuttle in die Stadt war uns die Möglichkeit jederzeit unkompliziert dort hinzukommen gegeben.

Marrakech ist eine zweigeteilte Stadt, zum einen ist da die Altstadt, die Medina, welche bis heute von einer 20 km langen Mauer umzogen wird. Die Mauer umzieht heute die Altstadt, das jüdische Viertel und die Gärten von Almohaden. Auf der anderen Seite ist die Neustadt, welche sehr modern ist und daher für uns ehr uninteressant, war. Die Medina, das Treiben innerhalb dieser Mauer ist das, was uns und wohl auch die meisten Touristen interessiert.

Und es ist wirklich wie man es oft erzählt bekommt, es ist eine andere Welt, wobei der Flair von 1000 und 1 Nacht sich ehr etwas versteckt hält.

 

Die Straßen und Gassen sind alle sehr klein und verwinkelt. Uns würde es schon Nerven kosten hier mit einem PKW durchzufahren, für die Einheimischen stellt das keine Herausforderung da, es ist für sie kein Grund nicht mit Rollern, Fahrrädern, Eselgespannen, Pkws und auch kleinen Bussen und Transportern dort zu fahren. Wie in anderen afrikanischen Ländern auch, kann ich mir nicht im Traum vorstellen hier selber zu fahren, somit haben wir es auch bevorzugt die Medina zu Fuß zu erkunden. Und ganz ehrlich selbst das bleibt immer mal wieder eine Herausforderung, da man immer wieder damit beschäftigt ist irgendwas mit Rädern auszuweichen.

Es ist abenteuerlich durch die kleinen Gassen zu gehen, was man sieht ist für Europäer ehr ungewohnt, was wir vielleicht als etwas baufällig und dreckig empfinden ist hier normal, was für uns ehr unhygienisch scheint hier Standart. Da es nun nicht unser erstes afrikanisches Land war, war uns das nicht alles so neu, was aber auch ich so noch nicht life gesehen hatte, war ein einheimischer Markt, wo rohes Fleisch und Fisch einfach so vor den Ständen hängt. Oder einen Stand in dem im hinteren Bereich die Hühner in Käfigen sitzen und vor sich hin gackern, und links im Vordergrund die frischen Eier verkauft werden und rechts daneben, die frisch geschlachteten Hühner.

Wir kennen es halt nicht, das oben auf dem Tresen das frisch geschlachtete Tier ausgenommen und dann verkauft wird, und vor den Füßen des Käufers mit den übergebliebenen Resten die Katze gefüttert werden J Aber hier, innerhalb dieser Mauern ist das noch ganz normal.

Sehr faszinierend fand ich hier die absoluten Gegensätze, die wenn man einfach nur durch die Straßen der Medina geht, auf den ersten Blick gar nicht sieht. Wir hatten das Glück, das ein paar Gassen hinter diesem Markt ein Hotel, ein so genanntes Riad uns seine Türen geöffnet hat, damit wir es uns einmal ansehen konnten. Und da war er dann, der Flair aus 1000 und 1 Nacht, viel größer können Unterschiede wohl nicht sein. Man tritt von einer ehr unansehnlichen Gasse durch eine schwere Holztür in den Innenhof eines wunderschönen Innenhof eines kleinen Hotels. Sauber, gepflegt, grün, ruhig und angenehm kühl. Es gibt viele dieser Riads, und man sieht eigentlich keinem seinen Zauber an, man sieht allerdings auch keinem seinen Preis an, und der ist nach oben definitiv unbegrenzt offen.

Bevor wir in das Labyrinth der Souks eingetaucht sind, haben wir uns noch die Saadier Gräber und den Bahia Palast angesehen. Es gibt hier vielleicht nicht soviel zu sehen wie man sich bei den schwungvoll klingenden Namen vorstellt, dennoch hat jedes einzelne seinen Höhepunkt. So ist das größte der Gräber sehr gut erhalten, und auch wenn man nur durch eine Art Eingang einen Blick hinein werfen kann, ist es beeindruckend zu sehen was Menschen früher gebaut haben. Auch die Innenhöfe des Bahia Palastes mit seinen gut erhaltenen Holz- und Gibs Schnitzereien sollte man durchaus mal gesehen haben.

Wir haben auch vor der bekannten Koutoubia Moschee gestanden, da Moscheen in Marokko aber von nicht Muslimen nicht betreten werden dürfen, kann man diese nun mal nur von außen besichtigen, die Größe ist beeindruckend, die Geschichten zu Bau auch, aber mehr ist es dann hier auch nicht. 

Dann haben wir uns voller Neugier in das Getümmel der Souks, der Märkte in Marrakech gewagt. Das erste was auffiel, es geht immer noch ein wenig enger und noch ein wenig verwinkelter, aber wer glaubt hier passe dann nichts mehr mit Rädern hindurch, der unterschätzt die Roller und Eselskarren gewaltig.

Die Souks sind für unser Empfinden sehr unübersichtlich, von jeder noch so kleinen Gasse gehen wieder x weitere Gassen ab, als Tourist kann man sich hier ganz problemlos verlaufen. Für die Menschen dort oder auch für uns auf den zweiten Blick, hat es System, es gibt für jedes Gewerbe einen Bereich. Holzschnitzer, Schumacher, Gerber, Teppichhändler, Gewürzverkäufer … es dürfte nichts geben, was man in den Souks nicht bekommen kann.

Was ich so noch auf keinem Markt in irgendeinem andern Land gesehen habe war, dass die Waren nicht nur an diesen Ständen verkauft wurden, sondern sie wurden auch direkt davor oder daneben hergestellt. Man kann also quasi rechts den fertigen Schuh kaufen und sieht links wie er von Hand gefertigt wird, das Leder gegerbt oder zugeschnitten und die Einzelteile miteinander vernäht werden.

     In den Bereichen wo Metall oder Holz verarbeitet wird stehen in kleinsten Räumen Maschinen, es wird geschweißt und gehämmert, und wenn man sich vor 10 Metern noch auf einem Markt fühlte, meint man eben diese 10 Meter weiter man wäre in einer Werkstatt. Es ist definitiv ein Erlebnis. Die Händler hier sind wie alle, sie wollen verkaufen, aber ich war doch sehr positiv überrascht, denn sie sind bei weitem nicht so aufdringlich wie anderswo und um so tiefer man in die Souks eintaucht, um so weniger Touristen also da sind, um so entspannter wird es. In den Souks selbst gehört es zum guten Ton zu handeln, aber auf den eben erwähnten Lebensmittelmärkten der Einheimischen haben die Waren feste, tagesaktuelle Preise.

Etwas Vorsicht ist bei herumlaufenden Straßenhändlern geboten, hier sollte wohl jeder selber wissen, ob er sich das geben möchte oder nicht, diese Jungs wollen nicht immer beim ersten klaren „nein“ auch zu Kenntnis nehmen das man kein Interesse hat und sind dann doch schon mal etwas anhänglicher. Abstand sollte man auf jeden Fall davon nehmen Leute Geld zu wechseln, denn hierbei wird man nur allzu gerne übers Ohr gehauen, auch bettelnde Kinder sollte man, so schwer wie es auch oft fällt, ignorieren, nicht nur das man sie schwer wieder los wird, wenn man erst mal einem was gegeben hat, werden es auch sehr schnell mehr.

 Was das fotografieren angeht, verhält es sich wie in vielen andern Ländern auch, mal sollte die Einheimischen erst fragen bevor man sie fotografiert, oft reicht bei der „normal Bevölkerung“ eine nette Frage für eine Erlaubnis auch aus. Auf den Bekannten touristischen Plätzen oder gar dem Djemma el Fna, dem Gauklerplatz, wo in typische Trachten gekleidete Männer stehen, oder Schlangenbeschwörer zufällig in dem Moment ihre Kunst zeigen, wo man vorbei geht, muss man damit rechnen, das diese Leute Geld dafür erwarten, das man Fotos macht. Und sie können ungemütlich werden, wenn Sie es nicht bekommen.

Der Gauklerplatz füllt sich zum Nachmittag hin immer mehr mit Ständen aller Art, und das Treiben nimmt von Stunde zu Stunde zu. Es werden Garküchen, Grillstationen und Saftstände aufgebaut. Es kommen Schlangenbeschwörer, Gaukler mit Affen und Frauen die Henner Tattoos anbieten. 

Man kann um den ganzen Platz herum, wie eigentlich auch sonst sehr oft in Marrakech, schön auf Dachterrassen sitzen und dem Treiben zuschauen, zu sehen gibt es definitiv genug.

      Preislich ist Marrakech kein Schnäppchen, aber bei weitem auch nicht so überteuert wie man es sonst schon mal hat. Man kann für Softdrinks in der 0,3 l Flasche mit 2,50 € rechnen, essen kann man auch recht günstig, wenn man das einheimische Essen mag.

Was das Klima angeht, sollte man wenn man es nicht gerne ab 40 Grad aufwärts mag lieber die Zeit ab Mitte Juni bis Mitte Ende August meiden, unser Frühling oder auch unser Herbst ist da wohl die entspannter Reisezeit.

Unser Fazit zu Marrakesch, ja es ist definitiv eine ganz andere Welt, in welche man durchaus mal eingetauscht sein sollte. Der Flair aus 1000 und 1 Nacht hat sich mir oberflächlich aber ehr selten gezeigt, und wenn ich ihn gefunden habe hat man sich diesen durchaus gut bezahlen lassen.

Es war schön, aber das mich dieses Land wie einige andere so gepackt hat, das ich sofort noch mal hin möchte, kann ich nicht sagen. Es war eine Reise wert, aber für mich ganz persönlich aber eben auch nur eine. Aber hier muss man ganz klar sagen, ist es ja gut, dass jeder Mensch seine ganz persönlichen Empfindungen und Vorlieben hat. 

Wenn Euch gefällt was Ihr lest, folgt uns doch gerne. Mehr zu unserem Hotel in Marokko könnt Ihr in meiner Hotlbewertung dazu lesen.
 

												
					

Ägypten

Ägypten – Das Land der Pharaonen und Pyramiden

Pyramiden – eine Nilkreuzfahrt und Erholung

 

Nach längerem Vergleichen und Suchen, hatten wir einen Reiseveranstalter gefunden, der genau das anbot, eine Kombi aus Kairo, dann per Inlandsflug nach Luxor, zur Nilkreuzfahrt und dann nach Hurghada zum Badeurlaub. Gereist sind wir zur der Zeit mit Phoenix Reisen, und diesen Veranstalter kann ich jemanden der nach Ägypten will nur ans Herz legen, vom Service her gab es da wie selbstverständlich das rundum Sorglos Packet.

Wir sind von Frankfurt nach Kairo geflogen, wo wir dann eine Übernachtung hatten, was heißt wir waren weniger als 48 Stunden in Kairo, und genau das wurde unserer erstes und Gott sei Dank auch einziges Problem, denn was uns zu dieser Zeit beim einchecken in Frankfurt niemand gesagt hatte, unser Gepäck wurde in Kairo nicht ausgeladen, sondern flog gleich weiter nach Luxor zum Schiff. Ich muss hier sicher niemandem sagen oder näher erklären, wie Frau darauf reagiert, wenn sie nach einem längeren Flug am Gepäckband steht und KEIN Koffer erscheint. Und wie es mir nach der Erklärung der Reiseleitung warum dies so ist, und das dies auch der ganz normale Werdegang ist ging, als ich unser Gepäck gedanklich in Luxor einsam und verlassen Kreise auf dem Gepäckband ziehen sah.

Na ja, es ließ sich ja nun mal nicht ändern, und hier kann ich nur sagen kam die gute Betreuung von Phoenix das erste mal schon gleich zur Geltung, man hat sich nett darum gekümmert, aber ändern konnten auch sie nichts, weil es wie gesagt der gängige Ablauf ist, es wäre halt nur nett gewesen wenn man uns das in Frankfurt beim einchecken gesagt hätte, dann hätte man das nötigste im Handgepäck haben können.

Wir sind recht spät im Hotel in Kairo angekommen, was nicht zuletzt etwas an der abenteuerlichen Fahrweise der Ägypter liegt. Ganz ehrlich ich habe noch nie so viele Autos auf einem Fleck gesehen, die Stoßstange an Stoßstange stehen und ununterbrochen hupen. Man kann hier locker aus zwei Fahrspuren vier machen, und so tun als sei das ganz normal.

Am nächsten Tag ging es nach einem frühen Frühstück los zu dem Pyramiden und dem Ägyptischen Museum. Ich bin jetzt definitiv nicht der Museumstyp, aber hier muss ich sagen ein Besuch dort lohnt sich, es gibt einiges zu sehen. Bei der Besichtigung der Pyramiden hatten wir trotz des engen Zeitplans, da ja abends schon wieder unser Flug ging, genug Zeit und das weitläufige Gelände in aller Ruhe anzusehen. Es ist schon sehr beeindruckend, wenn man direkt vor einer der Pyramiden steht, und dieses riesige Bauwerk mit dem Hintergedanken betrachtet, dass Menschen es gebaut haben.

Es gab die Möglichkeit eine der Pyramiden von innen anzusehen, jedoch sollte man hier immer bedenken, das es sehr stickig im inneren ist, es ist nicht selten das Leute hier bedingt durch Kreislaufprobleme umkippen.

Wir waren mir einer kleinen Reisegruppe von sechs Leuten unterwegs, und konnten so mit einem kleinen Bus zu einem Aussichtspunkt fahren, von wo man einen tollen Ausblick über alle drei Pyramiden hatte, auch blieb noch genug Zeit um zur bekannten Sphinx Statur und dem Gelände um sie herum zu fahren, und auch dies in Ruhe anzuschauen.

Am Abend ging es dann zum Flughafen und per Inlandsflug nach Luxor zu unserem Flussfahrtschiff. Als wir das Schiff von außen gesehen haben, haben wir uns kurz angeschaut und wohl dasselbe gedacht, es sah nicht sooo toll aus, ehr etwas alt. ABER, nach dem wir auch nur einen Fuß ins Innere gesetzt hatten, waren diese Zweifel weg, man hatte sofort nicht mehr das Gefühl auf einem Schiff zu sein, es war geräumig und definitiv schön.

Unsere Kabine ware größer als manches Hotelzimmer das wir hatten, und sehr nett und liebevoll eingerichtet. Sie hatten sogar einen kleinen Balkon, auch wenn dieser nur für zwei Stühle reichte. Auch sonst gab es auf dem Schiff alle was man braucht, ein nettes Restaurant, eine Bar und das Deck mit Sitz- und Liegemöglichkeiten in Sonne und Schatten, sowie einen Pool.

Die erste Nacht blieb das Schiff in Luxor liegen, wie wir gleich am nächsten morgen hier die ersten Besichtigungen hatten.

Die Route

Luxor – Teben West (Königsgräber im Tal der Könige, die Tempel der Hatschepsut, Memnon Kolosse) – Esnar – Kom Ombo (Doppeltempel des Sobek und des Haroris) – Assuan (Assuan Staudamm, Philae Tempel – Edfu (Horustempel) – Teben Ost (Tempelanlage von Karnak) – Luxor (Luxor Tempel, Sphinx Allee)

Jetzt hier auf jeden der wunderschönen Tempel einzugehen, den wir gesehen haben dürfte wohl den Rahmen sprengen, also werde ich das mal in einem gesonderten Bericht für die, die das etwas genauer interessiert machen.

Ein paar Dinge sollte man bei einer Nilkreuzfahrt bedenken. Man ist zwar im Urlaub, aber meist muss man dennoch früh aufstehen, denn zum einen ist oft noch eine Anfahrt bis zu dem zu besichtigen Tempel per Bus zurückzulegen, und zum anderen wird es im Verlauf des Tages doch schon sehr heiß. Dafür bekommt man aber viel zu sehen, und hat dann oft nachmittags noch mal die Gelegenheit nett an Deck zu sitzen oder eine Runde durch den Pool zu schwimmen.

Wie oben schon gesagt sitz man auch immer noch mal eine Zeit im Reisebus, da nicht alle Sehenswürdigkeiten gleich in fußläufiger Nähe zur Anlegestelle liegen. Hier und da sollte man auch noch gut zu Fuß sein, denn die Tempelanlagen sind nicht immer mit Leichtigkeit zu begehen. Man kommt zum Mittagessen eigentlich immer wieder aufs Schiff zurück, es geht nach einer kleinen Pause aber dann auch durchaus auch noch mal los, zu dem ein oder anderen etwas näher gelegenen Ziel. Es gibt auch Tage an denen man über Mittag unterwegs ist, dann wird man aber bestens unterwegs versorgt.

Die Möglichkeit an dem ein oder anderen freien Nachmittag noch Ausflüge dazuzubuchen gibt es natürlich auch, so ist der berühmte Tempel von Abu Simble zum Beispiel nicht automatisch dabei, ein Besuch hier kostet dann natürlich auch extra.

Weiter sollte man wissen, das ein Nilkreuzschiff etwas lauter ist als der ein oder andere Ozeanriese, hat mein ein Zimmer in der Nähe der Maschinen oder auch in der Nähe der Gangway hat man schon eine gewisse Geräuschkulisse. Was da das Schiff meist nachts fährt und am frühen morgen anlegt, durchaus gewöhnungsbedürftig sein kann. Vom fahren des Schiffes selber merkt man eigentlich nichts, ich bin selber nicht sehr seetüchtig und hatte nie Probleme.

Eine Nilkreuzfahrt ist eine schöne Möglichkeit viel vom Land zu sehen, und doch immer wieder kleine Ruhepausen zu haben, es ist toll am frühen Abend wenn es noch hell ist und das Schiff schon abgelegt hat, an Deck zu sitzen und die Landschaft links und rechts vorbeiziehen zu sehen, noch eine Runde im Pool zu schwimmen, und bei einem Drink den Sonnenuntergang zu genießen.

Aus meiner Sicht war es die beste Art, um das beeindruckende Land zu bestaunen, und wir hatten das definitive Glück eine Reiseführerin zu haben, die uns ihr Land mit einer solchen Liebe, Hingabe und Wehmut über den fortschreitenden Verfall näher gebracht hat, das es gar keine Möglichkeit gab, das es uns hätte langweilig werden können.

Danke „Mama Isis“. 

Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, das man es mögen muss, denn es sind viele Tempel und irgendwann schleicht sich sonst das Gefühl ein das es nur wieder eine der nächsten Ruinen mit umgefallenen Säulen und Steinen ist, die eigentlich genau so aussieht wie die letzte. Und man sollte vorher vielleicht ein wenig den Reiseführer gelesen haben und schon mal was von der eine oder anderen Sehenswürdigkeit gehört haben, sonst könnte es sein, das das alles etwas viel Input auf einmal ist. Persönlich fand ich es wunderschön. Es war bei jedem Ausflug genug zeit um sich nach der Führung alles noch mal in Ruhe anzuschauen oder um Fotos zu machen, wir waren nie gehetzt oder in Eile unterwegs, trotz teilweise vollem Programm.

Die Nilkreuzfahrt endet wieder in Luxor und dort hat sie mit einem nett organisierten Abschlussabend ihren Ausklang gefunden, bevor es am nächsten Morgen mit dem Bus nach Hurghada ging.

Man sollte, wenn man erholt nach Hause will sollte man auf jeden Fall ein paar Tage Badeurlaub an die Nilkreuzfahrt anhängen, zum einen um noch etwas auszuspannen, zum anderen um die gesammelten Eindrücke wirken zu lassen. Für wen die Reise keine Frage von Kosten ist, der sollte hier allerdings die Variante eines Inlandsfluges nach Hurghada wählen, denn der Bustransfer durch die Wüste zieht sich über 6 Stunden schon ganz gut und so viel schönes gibt es da nun auch nicht zu sehen.

Die Tage in Hurghada haben wir dann auch nur noch zum ausspannen genutzt, in einem wie wir faden sehr schönen Hotel, was genau für solche Zwecke geeignet ist. Dazu findet Ihr eine genaue Hotelbeschreibung unter meinen Hotelbewertungen.

Zum Schluss bleibt über Ägypten zu sagen, das es ein sehr schönes und sehr faszinierendes Land ist, in dem man sehr viel sehen kann. Was die heute oft so in Frage gestellte Sicherheit angeht, kann ich nur sagen, das wir zu keinem Zeitpunkt Angst hatten uns frei zu bewegen, auch nicht ohne Reiseleitung, und wir waren gerade mal ein Jahr nach den großen Demos und Unruhen da.

Was man definitiv nicht braucht sind die Straßenverkäufer vor jeder Tempelanlage und vor den Pyramiden. Wer denkt er kennt die Sorte aus anderen Ländern, der wird überrascht sein, die Jungs hier sind besser. Man muss da schon sehr resistent sein, Scheuklappen auf und durch, einfach weiter gehen und nur nicht antworten, jedes Wort ist hier schon eins zu viel, dann hat man sofort x Personen um sich, die eine, wenn sie nicht von Reiseleitung oder Busfahrer abgefangen werden sogar bis in den Bus nachkommen.

Für uns war Ägypten definitiv eine Reise wert und wenn wir noch mal auf der Suche nach einem Ziel für einen Kurzurlaub oder einem Badeurlaub wären, stünde Ägypten durchaus wieder zu Wahl, schon allein wegen dem Service im Hotel.

Wie uns das Hotel Jungle Aqua Park gefallen hat könnt Ihr gerne in meinem Bericht dazu lesen.