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Ägypten – El Gouna

El Gouna – eine künstlich angelegte Stadt

Der Grund für eine Reise in eine nur für Touristen angelegte Stadt

Einen wirklichen Grund gibt es eigentlich gar nicht, wenn man mal von Neugier absieht. Wir wollten uns El Gouna schon lange Mal anschauen und da es dieses Jahr auf vielerlei Gründen nicht möglich war eine Fernreise zu unternehmen haben wir es in Angriff genommen.

Für uns ist es meist eher schwer in einem fremden Land Zeit zu verbringen, ohne uns da mit Land und Leuten zu beschäftigen, sprich es wäre keine Option gewesen Ägypten zu bereisen, ohne die Pyramiden oder all die alten Tempel Anlagen zu sehen … aber diesmal war die Lösung einfach, da wir schon mal vor ein paar Jahren in Ägypten waren und uns das Land bei einer Nilkreuzfahrt und einem Zwischenstopp in Kairo angesehen haben. Lest darüber gerne hier.

Somit konnten wir uns diesmal ganz beruhigt und ohne „schlechtes Gewissen“ bei einem Badeurlaub einfach „nur“ El Gouna ansehen.

El Gouna, Daten und Fakten

El Gouna wird als moderner Urlaubsort am Roten Meer beschrieben und liegt in der Nähe von Hurghada.

Der Ort oder besser die Stadt erstreckt sich entlang der Küste und ist auf mehrere kleinere Inseln verteilt. Und El Gouna ist definitiv nicht so klein wie man denken mag. Bekannt ist die Stadt für Ihre Lagunen, Korallenriffe, und Sandstrände. Viele Wassersportler, vor allem Kitesurfer und Windsurfer kennen und lieben den breiten Mangrooy Beach. Ein sehr beliebter Treffpunkt ist auch die Abu Tig Marina, ein kleiner Hafen mit vielen Restaurants und Bars.

Der Hintergrund, warum El Gouna gebaut wurde, war der Wunsch eine Siedlung zu schaffen, in der Touristen sich zwischen Restaurants, Hotels, Bars und Geschäften frei bewegen können, ohne extrem große Strecken zurücklegen zu müssen. Und in dem ein hohes Maß an Sicherheit gegeben ist. Denn normalerweise sind die Regionen in Ägypten eher dünn besiedelt, natürlich gibt es einige große Städte wie Hurghada, Alexandria oder auch Kairo. Aber normalerweise sieht es in den Touristen Gebieten eher so aus, das es die Hotels gibt, welche oft große Anlagen haben, davor das Meer liegt und dahinter die Wüste. Und so verlassen die Urlauber eher selten Ihre Hotelanlagen.

Das hat El Gouna zu mindestens für sich und innerhalb seiner Grenzen geändert.

Errichtet wurde El Gouna von einem Konzern, der dem Unternehmer Samih Sawiris gehört, und es hat alles mit der Grundsteinlegung 1989 begonnen. Seit dem wurden viele Millionen Dollar in dieses Projekt gesteckt und El Gouna ist angewachsen auf eine stattliche Größe, Hotels, Bungalows und auch privat Häuser verteilen sich mittlerweile auf einer Größe von 5 x 2 Kilometern.

Die Anreise

Die Anreise nach El Gouna ist einfach und unkompliziert. In unserem Fall sind wir von Frankfurt gestartet und nach gut 4,5 Stunden Flug in Hurghada gelandet. Von dort ging es mit dem Bus direkt nach El Gouna, die Entfernung beträgt ungefähr 20 Kilometer und je nach Verkehr schafft man das in 30 bis 45 Minuten.

Dann  steht man tatsächlich vor einer Schranke, die El Gouna vom Rest der Welt trennt. Der Busfahrer muss sich ausweisen, sagen, wo er hin will, dann erhält er eine Durchfahrtsgenehmigung. Die Autos werden mit Spiegeln von unten kontrolliert und die Privatwagen teilweise sogar mit Hunden durchsucht. Meine ganz private Meinung ist hier geteilt, klar man macht das, um gerade nach den harten Zeiten für den Tourismus in diesem Land die Leute in Sicherheit zu wiegen. Und das ist für immer noch sehr viele Touristen auch wichtig und ausschlaggebend. Auf der anderen Seite ist es eine Show, denn ganz ehrlich es ist keine Mauer um die Stadt gezogen und es wird die Möglichkeit geben hereinzukommen, wenn man weiß wo. Und kontrolliert werden auch nur die Einheimischen, Angestellten und Fahrer, niemand kontrolliert die Touristen im Bus oder der Ihr Gepäck … und wer sagt das alle Touristen „lieb“ sind. Ob man das nun braucht oder nicht bleibt Ansichtssache, mich persönlich stört es nicht, es verunsichert mich auch nicht, aber ich bräuchte es auch nicht.

Wenn man dann sozusagen im Inneren der Stadt angekommen ist, kommt es darauf an, wie viele Hotels der Fahrer anfahren muss und an welcher Stelle das steht, was man gebucht hat. Aber richtig groß sind die Entfernungen hier alle nicht und man ist eigentlich sehr schnell an seinem Hotel.

Sehenswertes in El Gouna

Uns selber ging es so, das wir uns das ganze etwas kleiner und kompakter vorgestellt hatten. Aber mal eben so von einem zum anderen Hotel schlendern kann man dann doch nicht, muss man aber auch nicht, denn es gibt ja Tuk Tuks, die wohl beliebtesten Fortbewegungsmittel in El Gouna. Diese kleinen Taxis befördern maximal 3 Personen und bringen einen überall hin, wo man hin möchte. Vor den meisten Hotels stehen immer ein oder zwei, an den markanten Sehenswürdigkeiten gibt es sogar Tuk Tuk Haltestellen. Und sonst einfach winken, die Fahrer haben immer ein Auge dafür wer mitfahren will. Eine Fahr egal von wo nach wo in El Gouna kosten immer 2 €. Man muss oder wenn man es so sagen will, kann diese Preise nicht verhandeln, es steht an jedem Tuk Tuk dieser Preis und die Fahrer versuchen auch nicht mehr zu bekommen.

Von den großen Hotels auf fahren auch Shuttle Busse, diese haben allerdings feste Haltepunkte und sind etwas teurer. Und auf den Wasserkanälen verkehren auch noch Wassertaxis, aber auch diese halten an festgelegten Punkten.

Wenn man davon absieht, das ganz El Gouna als Touristen Attraktion gedacht ist, gibt es einige Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Möchte man El Gouna in Gebiete einteilen, dann gibt es drei zentrale Bereiche. Das Stadtzentrum, auch Down Town genannt, den Tamar – Henna – Platz und die Abu Tig Marina, den alten Yachthafen der Stadt. Das Stadtzentrum beherbergt einige kleine Geschäfte, welche wie in einer kleinen Verkaufsstraße versucht worden sind landestypisch anzuordnen.

Man findet hier auch Bars und Restaurants und es ist durchaus eine nette Abwechslung abends hier ein wenig lang zu laufen. Uns selber gefiel jedoch die Abu Tig Marina, auch „alte Marina“ genannt bedeutend besser. Hier sind um einen kleinen Yachthafen herum viele Bars und Restaurants angesiedelt. Man kann das ein oder andere Schiff bestaunen, hört aus vielen Bars Musik und kann sich das bunte Treiben bei einem kühlen Getränk ansehen. Im Übrigen ist es auch ein schöner Ort um sich den Sonnenuntergang anzuschauen.

Für Interessierte gibt es noch die Moschee von El Gouna oder auch die Kirsche zu bestaunen. Auch hat El Gouna ein eigenes Museum, in dem die Geschichte Ägyptens gezeigt wird. Und dann gibt es noch ein kleines Aquarium, in dem man ein wenig der Unterwasserwelt bestaunen kann. Etwas abgelegen im Südosten befinden sich die Überreste der Festung Deir Umm Duheis und für die Naturliebhaber gibt es, außer der beeindruckenden Unterwasserwelt noch die Mangroveninsel vor dem Shereton Miramar zu besichtigen.

Aktivitäten in El Gouna

In El Gouna geht, wenn man will, eine Menge. Baden, Schnorcheln, Tauchen, Kitesurfen, Parasailing, Windsurfen, Reiten, Wüstentouren mit dem Jeep, dem Quad oder auf dem Kamel und es gibt eine Gokart Bahn. Es mangelt also keineswegs an Angeboten. Und man kann das alles auch an fast jedem Hotel buchen, denn es mangelt auch nicht an Leuten, die einem Ausflüge und ähnliches verkaufen wollen. Wem man da nun mehr vertraut dem Reiseleiter der Agentur, mit der man unterwegs ist oder den ortsansässigen Verkäufern, das sei jedem selber überlassen. Preislich waren in unserem Fall die ortsansässigen auf jeden Fall günstiger, aber es gab auch nicht jeden Ausflug bei jeder Agentur. Vergleichen und umhören lohnt sich also.

Wir haben uns für einen Ausflug mit der bei uns im Hotel ansässigen Tauchschule zum Schnorcheln entschieden und sind damit gut gefahren, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte, die Leute waren nett und hilfsbereit, und der Ausflug entsprach dem, was uns vorab versprochen wurde, somit kein Grund zur Klage.

Strände gibt es in El Gouna in der Theorie viele, fast jedes Hotel sagt, es hätte einen, im weitesten Sinne ist die auch richtig, man sollte aber bedenken, das viele davon künstlich angelegte Lagunen sind, und das ist nicht immer vergleichbar mit dem offenen Meer. Es gibt aber auch ein paar Strandabschnitte direkt am Meer. Einer davon ist der Mangroovy Beach, er liegt etwas nördlich der Marina und besitzt einen sehr flachen Küstenabschnitt, dieser uns das vorgelagerte Riff bilden eine Lagune, welche ein sehr beliebter Platz für Wind und Kitesurfer ist. Gleich neben unserem Hotel, dem Shereton Miramer liegt der Zeytouna Beach, er befindet sich auf einer kleinen Insel, und auch hier ist eine Lagune vorgelagert. Je nachdem ob man Ebbe oder Flut hat, kann man sehr weit ins Wasser gehen und erreicht dabei bestenfalls Kniehöhe. An diesem Strand geht ein 300 Meter langer Steg über die Lagune hinweg bis ins offene Meer. E ist der beliebte Ort für Schnorchler um von hier aus das vorgelagerte Riff zu besuchen.

Und damit sind wir bei der wohl beliebtesten Freizeitbeschäftigung in Ägypten, der Unterwasserwelt, sprich dem Schnorcheln und Tauchen. Wer nun extra dafür nach Ägypten kommt, dem sei gesagt, ja das lohnt sich definitiv, aber man sollte dann nicht unbedingt El Gouna als Aufenthaltsort wählen, sondern doch lieber eine der Bekannten Regionen dafür. Natürlich ist es in uns von El Gouna aus auch möglich, aber in direkter Nähe, also auch von oben erwähntem Steg kann man zwar durchaus in das vorgelagerte Riff, aber so viel Spektakuläres hält dies nicht bereit. Gut wenn man das erst mal etwas in dieser Art macht, wird man begeistert sein, aber sonst eher weniger. Man muss halt auch hier immer bedenken, das vieles hier künstlich angelegt ist und Natur ist nie künstlich. Was definitiv geht, sind Tauch- und Schnorchel Ausflüge mit dem Boot, wen es also nicht stört erst mal eine Zeitlang mit dem Boot raus zu fahren und zu schönen und sehenswerten Tauch- und Schnorchel Spots zu schippern, der kann das von hier aus auch gut machen. Fast alle Hotels haben eigene Tauchschulen auf Ihrer Anlage und die Leute da wissen, wo es was zu sehen gibt.

Ebenfalls sehr beliebt in El Gouna ist Wassersport und durch den Wind, der am Roten Meer fast nie ganz verschwindet, gilt es als kleines Wind sicheres Paradies vor allem für Kitesurfer und Windsurfer. Auch hier gibt es viele Wassersportschulen die Kurse und Ausrüstung anbieten. Es ist aber auch eine sehr nette Abwechslung den Kitesurfern einfach nur zuzusehen und wenn es ein bisschen mehr Wind gibt, sieht man auch gleich unendlich viele Schirme am Horizont.

Unser ganz persönlicher Eindruck

Wir wollten uns schon lange El Gouna ansehen, schon seit unserer ersten Reise nach Ägypten, jetzt im Nachhinein betrachtet, gibt es das ein oder andere positive, aber auch Dinge, die aus meiner Sicht überbewertet werden.

Eins ist klar oder es sollte es zumindest jedem sein, El Gouna ist eine künstlich erschaffene Welt für sich, welche mit dem realen Ägypten außerhalb der Stadt nichts gemein hat.

Positiv ist es mit Sicherheit, dass man sich in El Gouna frei bewegen kann. Und zwar auch frei von lästigen Straßenverkäufern, welche man in Ägypten sonst schon häufig findet. Egal wo in der Stadt man sich befindet, egal in welche noch so kleine Gasse man abbiegt, man hat zu keiner Zeit das Gefühl in Gefahr zu sein, oder sich unsicher fühlen zu müssen. Und das ist mit Sicherheit für den ein oder anderen Touristen wichtig.

Die Hotelanlagen in El Gouna sind schön angelegt und es gibt für jeden Geschmack etwas. Von 3 Sterne bis 5 Sterne, von klein bis groß, hier dürfte jeder seine Favoriten finden. Es ist einfach und unkompliziert die Hotelanlage abends zu verlassen, wenn man dann mal etwas anderes als die Hotelbar sehen will. Down Town und die Marina bieten Abwechslung und sind bequem per Tuk Tuk zu erreichen. Wenn man sich auf den Wegen der Touristen bewegt ist El Gouna sehr sauber, toll angelegt und wirkt modern. Die einheimische Währung braucht man nicht, man kommt bestens mit Euro klar.

Aber biegt man mal ein wenig links oder rechts von den üblichen Touristenpfaden ab, bewegt sich etwas weg vom Strom, dann sieht El Gouna manchmal gar nicht mehr soooo glänzend aus. Klar immer noch viel sauberer und moderner als das reale Ägypten außerhalb dieser Mauern, aber doch nicht mehr so glitzernd wie die Touristenpfade. Es wirkt eher ein wenig vergessen. Und hier sollte man dann für den kleinen Supermarkt auch einheimische Währung haben, denn da nimmt niemand mehr Euro.

Auf mich persönlich macht es den Eindruck, das es am Anfang einen Hype um El Gouna gab, der dann abgeebbt ist, und als dann die Aufstände und damit die Touristenkrise kam, hat man El Gouna wieder gehypte, weil es Sicherheit vermittelt. Und um die Touristen zu locken hat man natürlich die Preise gedrückt, denn eins muss man definitiv sagen, Ägypten zu buchen ist immer noch günstig, und jetzt wo die Touristen wieder da sind, weiß man glaube ich nicht, wie man den Standard wieder nach ober bekommen soll. Das ist wie gesagt aber ein ganz persönlicher Eindruck, aber es ist ja so, wenn man die Preise immer mehr drückt, muss man es irgendwo auffangen, und aus meiner Sicht gelingt dies eben nicht mehr überall.

Das gleiche Gefühl hatte ich auch bei einigen Dingen im Hotel. Nicht das ich mich hier beklagen will, das Shereton Miramar ist ein schönes Hotel, aber es kann in dem ein oder anderen Bereich den Standard nicht halten, den ich aus durchaus schlechter eingestuften Hotels in Ägypten kenne.

Aber lest dazu gerne den Bericht und die Hotelbewertung hier

Alles in allem ist El Gouna ein toller Ort, wenn man einen Badeurlaub in Ägypten machen will, aber aus meiner Sicht kann man das eben auch in vielen anderen Regionen und anderen großen Hotels in Ägypten. Es ist nett und schön gemacht, aber nochmal extra für El Gouna nach Ägypten müsste ich nicht.

Versteht mich nicht falsch, wir hatten einen tollen Urlaub, die Idee und die Umsetzung von El Gouna ist gut, aber eben nichts soooo außergewöhnliches. Es sei denn man brauch dieses Gefühl der Sicherheit, dann ist es auf jeden Fall eine Option.

Wenn Ihr mehr zu Ägypten lesen wollt, Tempel und Pyramiden kennenlernen wollt, denn lest gerne hier ,

schaut euch auch gerne meine Hotel Bewertungen für Ägypten an. Das Jungle Aqua Park Hotel sowie das Shereton Miramar Hotel.

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Marokko

Marrakech, die rote Stadt

Der Flair von 1000 und 1 Nacht

 Wir kommen gerade von einer Woche Urlaub in Marrakech zurück und die Eindrücke sind noch ganz frisch, also will ich das doch gleich nutzen und etwas darüber erzählen.

 

Die Entscheidung für Marrakech wurde bei uns aus der Neugier heraus geboren, ich hatte von vielen vom berühmten Flair von 1000 und 1 Nacht gehört, einer eigenen Welt innerhalb der Medina, der Altstadt von Marrakech, und dem bunten Treiben auf den Souks, den Märkten. Und nun wollten wir das einfach mal selber sehen und erleben. 

Da wir diesmal nur eine Woche Zeit hatten, haben wir uns dazu entschlossen, diese komplette Woche in Marrakech zu verbringen, da uns ein Transfer an die Küste, zum baden, für die uns zur Verfügung stehende Zeit doch etwas zu weit war. Und bei allem Kulturinteresse waren doch auch ein zwei Tage einfach nur Erholung im Plan.

Der Wunsch nach ein Paar Tagen Nichtstun war auch der Grund, warum wir uns für ein Hotel ein paar Kilometer außerhalb von Marrakech entschieden haben, und durch den vom Hotel kostenlos angebotenen Shuttle in die Stadt war uns die Möglichkeit jederzeit unkompliziert dort hinzukommen gegeben.

Marrakech ist eine zweigeteilte Stadt, zum einen ist da die Altstadt, die Medina, welche bis heute von einer 20 km langen Mauer umzogen wird. Die Mauer umzieht heute die Altstadt, das jüdische Viertel und die Gärten von Almohaden. Auf der anderen Seite ist die Neustadt, welche sehr modern ist und daher für uns ehr uninteressant, war. Die Medina, das Treiben innerhalb dieser Mauer ist das, was uns und wohl auch die meisten Touristen interessiert.

Und es ist wirklich wie man es oft erzählt bekommt, es ist eine andere Welt, wobei der Flair von 1000 und 1 Nacht sich ehr etwas versteckt hält.

 

Die Straßen und Gassen sind alle sehr klein und verwinkelt. Uns würde es schon Nerven kosten hier mit einem PKW durchzufahren, für die Einheimischen stellt das keine Herausforderung da, es ist für sie kein Grund nicht mit Rollern, Fahrrädern, Eselgespannen, Pkws und auch kleinen Bussen und Transportern dort zu fahren. Wie in anderen afrikanischen Ländern auch, kann ich mir nicht im Traum vorstellen hier selber zu fahren, somit haben wir es auch bevorzugt die Medina zu Fuß zu erkunden. Und ganz ehrlich selbst das bleibt immer mal wieder eine Herausforderung, da man immer wieder damit beschäftigt ist irgendwas mit Rädern auszuweichen.

Es ist abenteuerlich durch die kleinen Gassen zu gehen, was man sieht ist für Europäer ehr ungewohnt, was wir vielleicht als etwas baufällig und dreckig empfinden ist hier normal, was für uns ehr unhygienisch scheint hier Standart. Da es nun nicht unser erstes afrikanisches Land war, war uns das nicht alles so neu, was aber auch ich so noch nicht life gesehen hatte, war ein einheimischer Markt, wo rohes Fleisch und Fisch einfach so vor den Ständen hängt. Oder einen Stand in dem im hinteren Bereich die Hühner in Käfigen sitzen und vor sich hin gackern, und links im Vordergrund die frischen Eier verkauft werden und rechts daneben, die frisch geschlachteten Hühner.

Wir kennen es halt nicht, das oben auf dem Tresen das frisch geschlachtete Tier ausgenommen und dann verkauft wird, und vor den Füßen des Käufers mit den übergebliebenen Resten die Katze gefüttert werden J Aber hier, innerhalb dieser Mauern ist das noch ganz normal.

Sehr faszinierend fand ich hier die absoluten Gegensätze, die wenn man einfach nur durch die Straßen der Medina geht, auf den ersten Blick gar nicht sieht. Wir hatten das Glück, das ein paar Gassen hinter diesem Markt ein Hotel, ein so genanntes Riad uns seine Türen geöffnet hat, damit wir es uns einmal ansehen konnten. Und da war er dann, der Flair aus 1000 und 1 Nacht, viel größer können Unterschiede wohl nicht sein. Man tritt von einer ehr unansehnlichen Gasse durch eine schwere Holztür in den Innenhof eines wunderschönen Innenhof eines kleinen Hotels. Sauber, gepflegt, grün, ruhig und angenehm kühl. Es gibt viele dieser Riads, und man sieht eigentlich keinem seinen Zauber an, man sieht allerdings auch keinem seinen Preis an, und der ist nach oben definitiv unbegrenzt offen.

Bevor wir in das Labyrinth der Souks eingetaucht sind, haben wir uns noch die Saadier Gräber und den Bahia Palast angesehen. Es gibt hier vielleicht nicht soviel zu sehen wie man sich bei den schwungvoll klingenden Namen vorstellt, dennoch hat jedes einzelne seinen Höhepunkt. So ist das größte der Gräber sehr gut erhalten, und auch wenn man nur durch eine Art Eingang einen Blick hinein werfen kann, ist es beeindruckend zu sehen was Menschen früher gebaut haben. Auch die Innenhöfe des Bahia Palastes mit seinen gut erhaltenen Holz- und Gibs Schnitzereien sollte man durchaus mal gesehen haben.

Wir haben auch vor der bekannten Koutoubia Moschee gestanden, da Moscheen in Marokko aber von nicht Muslimen nicht betreten werden dürfen, kann man diese nun mal nur von außen besichtigen, die Größe ist beeindruckend, die Geschichten zu Bau auch, aber mehr ist es dann hier auch nicht. 

Dann haben wir uns voller Neugier in das Getümmel der Souks, der Märkte in Marrakech gewagt. Das erste was auffiel, es geht immer noch ein wenig enger und noch ein wenig verwinkelter, aber wer glaubt hier passe dann nichts mehr mit Rädern hindurch, der unterschätzt die Roller und Eselskarren gewaltig.

Die Souks sind für unser Empfinden sehr unübersichtlich, von jeder noch so kleinen Gasse gehen wieder x weitere Gassen ab, als Tourist kann man sich hier ganz problemlos verlaufen. Für die Menschen dort oder auch für uns auf den zweiten Blick, hat es System, es gibt für jedes Gewerbe einen Bereich. Holzschnitzer, Schumacher, Gerber, Teppichhändler, Gewürzverkäufer … es dürfte nichts geben, was man in den Souks nicht bekommen kann.

Was ich so noch auf keinem Markt in irgendeinem andern Land gesehen habe war, dass die Waren nicht nur an diesen Ständen verkauft wurden, sondern sie wurden auch direkt davor oder daneben hergestellt. Man kann also quasi rechts den fertigen Schuh kaufen und sieht links wie er von Hand gefertigt wird, das Leder gegerbt oder zugeschnitten und die Einzelteile miteinander vernäht werden.

     In den Bereichen wo Metall oder Holz verarbeitet wird stehen in kleinsten Räumen Maschinen, es wird geschweißt und gehämmert, und wenn man sich vor 10 Metern noch auf einem Markt fühlte, meint man eben diese 10 Meter weiter man wäre in einer Werkstatt. Es ist definitiv ein Erlebnis. Die Händler hier sind wie alle, sie wollen verkaufen, aber ich war doch sehr positiv überrascht, denn sie sind bei weitem nicht so aufdringlich wie anderswo und um so tiefer man in die Souks eintaucht, um so weniger Touristen also da sind, um so entspannter wird es. In den Souks selbst gehört es zum guten Ton zu handeln, aber auf den eben erwähnten Lebensmittelmärkten der Einheimischen haben die Waren feste, tagesaktuelle Preise.

Etwas Vorsicht ist bei herumlaufenden Straßenhändlern geboten, hier sollte wohl jeder selber wissen, ob er sich das geben möchte oder nicht, diese Jungs wollen nicht immer beim ersten klaren „nein“ auch zu Kenntnis nehmen das man kein Interesse hat und sind dann doch schon mal etwas anhänglicher. Abstand sollte man auf jeden Fall davon nehmen Leute Geld zu wechseln, denn hierbei wird man nur allzu gerne übers Ohr gehauen, auch bettelnde Kinder sollte man, so schwer wie es auch oft fällt, ignorieren, nicht nur das man sie schwer wieder los wird, wenn man erst mal einem was gegeben hat, werden es auch sehr schnell mehr.

 Was das fotografieren angeht, verhält es sich wie in vielen andern Ländern auch, mal sollte die Einheimischen erst fragen bevor man sie fotografiert, oft reicht bei der „normal Bevölkerung“ eine nette Frage für eine Erlaubnis auch aus. Auf den Bekannten touristischen Plätzen oder gar dem Djemma el Fna, dem Gauklerplatz, wo in typische Trachten gekleidete Männer stehen, oder Schlangenbeschwörer zufällig in dem Moment ihre Kunst zeigen, wo man vorbei geht, muss man damit rechnen, das diese Leute Geld dafür erwarten, das man Fotos macht. Und sie können ungemütlich werden, wenn Sie es nicht bekommen.

Der Gauklerplatz füllt sich zum Nachmittag hin immer mehr mit Ständen aller Art, und das Treiben nimmt von Stunde zu Stunde zu. Es werden Garküchen, Grillstationen und Saftstände aufgebaut. Es kommen Schlangenbeschwörer, Gaukler mit Affen und Frauen die Henner Tattoos anbieten. 

Man kann um den ganzen Platz herum, wie eigentlich auch sonst sehr oft in Marrakech, schön auf Dachterrassen sitzen und dem Treiben zuschauen, zu sehen gibt es definitiv genug.

      Preislich ist Marrakech kein Schnäppchen, aber bei weitem auch nicht so überteuert wie man es sonst schon mal hat. Man kann für Softdrinks in der 0,3 l Flasche mit 2,50 € rechnen, essen kann man auch recht günstig, wenn man das einheimische Essen mag.

Was das Klima angeht, sollte man wenn man es nicht gerne ab 40 Grad aufwärts mag lieber die Zeit ab Mitte Juni bis Mitte Ende August meiden, unser Frühling oder auch unser Herbst ist da wohl die entspannter Reisezeit.

Unser Fazit zu Marrakesch, ja es ist definitiv eine ganz andere Welt, in welche man durchaus mal eingetauscht sein sollte. Der Flair aus 1000 und 1 Nacht hat sich mir oberflächlich aber ehr selten gezeigt, und wenn ich ihn gefunden habe hat man sich diesen durchaus gut bezahlen lassen.

Es war schön, aber das mich dieses Land wie einige andere so gepackt hat, das ich sofort noch mal hin möchte, kann ich nicht sagen. Es war eine Reise wert, aber für mich ganz persönlich aber eben auch nur eine. Aber hier muss man ganz klar sagen, ist es ja gut, dass jeder Mensch seine ganz persönlichen Empfindungen und Vorlieben hat. 

Wenn Euch gefällt was Ihr lest, folgt uns doch gerne. Mehr zu unserem Hotel in Marokko könnt Ihr in meiner Hotlbewertung dazu lesen.
 

												
					

Ägypten

Ägypten – Das Land der Pharaonen und Pyramiden

Pyramiden – eine Nilkreuzfahrt und Erholung

 

Nach längerem Vergleichen und Suchen, hatten wir einen Reiseveranstalter gefunden, der genau das anbot, eine Kombi aus Kairo, dann per Inlandsflug nach Luxor, zur Nilkreuzfahrt und dann nach Hurghada zum Badeurlaub. Gereist sind wir zur der Zeit mit Phoenix Reisen, und diesen Veranstalter kann ich jemanden der nach Ägypten will nur ans Herz legen, vom Service her gab es da wie selbstverständlich das rundum Sorglos Packet.

Wir sind von Frankfurt nach Kairo geflogen, wo wir dann eine Übernachtung hatten, was heißt wir waren weniger als 48 Stunden in Kairo, und genau das wurde unserer erstes und Gott sei Dank auch einziges Problem, denn was uns zu dieser Zeit beim einchecken in Frankfurt niemand gesagt hatte, unser Gepäck wurde in Kairo nicht ausgeladen, sondern flog gleich weiter nach Luxor zum Schiff. Ich muss hier sicher niemandem sagen oder näher erklären, wie Frau darauf reagiert, wenn sie nach einem längeren Flug am Gepäckband steht und KEIN Koffer erscheint. Und wie es mir nach der Erklärung der Reiseleitung warum dies so ist, und das dies auch der ganz normale Werdegang ist ging, als ich unser Gepäck gedanklich in Luxor einsam und verlassen Kreise auf dem Gepäckband ziehen sah.

Na ja, es ließ sich ja nun mal nicht ändern, und hier kann ich nur sagen kam die gute Betreuung von Phoenix das erste mal schon gleich zur Geltung, man hat sich nett darum gekümmert, aber ändern konnten auch sie nichts, weil es wie gesagt der gängige Ablauf ist, es wäre halt nur nett gewesen wenn man uns das in Frankfurt beim einchecken gesagt hätte, dann hätte man das nötigste im Handgepäck haben können.

Wir sind recht spät im Hotel in Kairo angekommen, was nicht zuletzt etwas an der abenteuerlichen Fahrweise der Ägypter liegt. Ganz ehrlich ich habe noch nie so viele Autos auf einem Fleck gesehen, die Stoßstange an Stoßstange stehen und ununterbrochen hupen. Man kann hier locker aus zwei Fahrspuren vier machen, und so tun als sei das ganz normal.

Am nächsten Tag ging es nach einem frühen Frühstück los zu dem Pyramiden und dem Ägyptischen Museum. Ich bin jetzt definitiv nicht der Museumstyp, aber hier muss ich sagen ein Besuch dort lohnt sich, es gibt einiges zu sehen. Bei der Besichtigung der Pyramiden hatten wir trotz des engen Zeitplans, da ja abends schon wieder unser Flug ging, genug Zeit und das weitläufige Gelände in aller Ruhe anzusehen. Es ist schon sehr beeindruckend, wenn man direkt vor einer der Pyramiden steht, und dieses riesige Bauwerk mit dem Hintergedanken betrachtet, dass Menschen es gebaut haben.

Es gab die Möglichkeit eine der Pyramiden von innen anzusehen, jedoch sollte man hier immer bedenken, das es sehr stickig im inneren ist, es ist nicht selten das Leute hier bedingt durch Kreislaufprobleme umkippen.

Wir waren mir einer kleinen Reisegruppe von sechs Leuten unterwegs, und konnten so mit einem kleinen Bus zu einem Aussichtspunkt fahren, von wo man einen tollen Ausblick über alle drei Pyramiden hatte, auch blieb noch genug Zeit um zur bekannten Sphinx Statur und dem Gelände um sie herum zu fahren, und auch dies in Ruhe anzuschauen.

Am Abend ging es dann zum Flughafen und per Inlandsflug nach Luxor zu unserem Flussfahrtschiff. Als wir das Schiff von außen gesehen haben, haben wir uns kurz angeschaut und wohl dasselbe gedacht, es sah nicht sooo toll aus, ehr etwas alt. ABER, nach dem wir auch nur einen Fuß ins Innere gesetzt hatten, waren diese Zweifel weg, man hatte sofort nicht mehr das Gefühl auf einem Schiff zu sein, es war geräumig und definitiv schön.

Unsere Kabine ware größer als manches Hotelzimmer das wir hatten, und sehr nett und liebevoll eingerichtet. Sie hatten sogar einen kleinen Balkon, auch wenn dieser nur für zwei Stühle reichte. Auch sonst gab es auf dem Schiff alle was man braucht, ein nettes Restaurant, eine Bar und das Deck mit Sitz- und Liegemöglichkeiten in Sonne und Schatten, sowie einen Pool.

Die erste Nacht blieb das Schiff in Luxor liegen, wie wir gleich am nächsten morgen hier die ersten Besichtigungen hatten.

Die Route

Luxor – Teben West (Königsgräber im Tal der Könige, die Tempel der Hatschepsut, Memnon Kolosse) – Esnar – Kom Ombo (Doppeltempel des Sobek und des Haroris) – Assuan (Assuan Staudamm, Philae Tempel – Edfu (Horustempel) – Teben Ost (Tempelanlage von Karnak) – Luxor (Luxor Tempel, Sphinx Allee)

Jetzt hier auf jeden der wunderschönen Tempel einzugehen, den wir gesehen haben dürfte wohl den Rahmen sprengen, also werde ich das mal in einem gesonderten Bericht für die, die das etwas genauer interessiert machen.

Ein paar Dinge sollte man bei einer Nilkreuzfahrt bedenken. Man ist zwar im Urlaub, aber meist muss man dennoch früh aufstehen, denn zum einen ist oft noch eine Anfahrt bis zu dem zu besichtigen Tempel per Bus zurückzulegen, und zum anderen wird es im Verlauf des Tages doch schon sehr heiß. Dafür bekommt man aber viel zu sehen, und hat dann oft nachmittags noch mal die Gelegenheit nett an Deck zu sitzen oder eine Runde durch den Pool zu schwimmen.

Wie oben schon gesagt sitz man auch immer noch mal eine Zeit im Reisebus, da nicht alle Sehenswürdigkeiten gleich in fußläufiger Nähe zur Anlegestelle liegen. Hier und da sollte man auch noch gut zu Fuß sein, denn die Tempelanlagen sind nicht immer mit Leichtigkeit zu begehen. Man kommt zum Mittagessen eigentlich immer wieder aufs Schiff zurück, es geht nach einer kleinen Pause aber dann auch durchaus auch noch mal los, zu dem ein oder anderen etwas näher gelegenen Ziel. Es gibt auch Tage an denen man über Mittag unterwegs ist, dann wird man aber bestens unterwegs versorgt.

Die Möglichkeit an dem ein oder anderen freien Nachmittag noch Ausflüge dazuzubuchen gibt es natürlich auch, so ist der berühmte Tempel von Abu Simble zum Beispiel nicht automatisch dabei, ein Besuch hier kostet dann natürlich auch extra.

Weiter sollte man wissen, das ein Nilkreuzschiff etwas lauter ist als der ein oder andere Ozeanriese, hat mein ein Zimmer in der Nähe der Maschinen oder auch in der Nähe der Gangway hat man schon eine gewisse Geräuschkulisse. Was da das Schiff meist nachts fährt und am frühen morgen anlegt, durchaus gewöhnungsbedürftig sein kann. Vom fahren des Schiffes selber merkt man eigentlich nichts, ich bin selber nicht sehr seetüchtig und hatte nie Probleme.

Eine Nilkreuzfahrt ist eine schöne Möglichkeit viel vom Land zu sehen, und doch immer wieder kleine Ruhepausen zu haben, es ist toll am frühen Abend wenn es noch hell ist und das Schiff schon abgelegt hat, an Deck zu sitzen und die Landschaft links und rechts vorbeiziehen zu sehen, noch eine Runde im Pool zu schwimmen, und bei einem Drink den Sonnenuntergang zu genießen.

Aus meiner Sicht war es die beste Art, um das beeindruckende Land zu bestaunen, und wir hatten das definitive Glück eine Reiseführerin zu haben, die uns ihr Land mit einer solchen Liebe, Hingabe und Wehmut über den fortschreitenden Verfall näher gebracht hat, das es gar keine Möglichkeit gab, das es uns hätte langweilig werden können.

Danke „Mama Isis“. 

Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, das man es mögen muss, denn es sind viele Tempel und irgendwann schleicht sich sonst das Gefühl ein das es nur wieder eine der nächsten Ruinen mit umgefallenen Säulen und Steinen ist, die eigentlich genau so aussieht wie die letzte. Und man sollte vorher vielleicht ein wenig den Reiseführer gelesen haben und schon mal was von der eine oder anderen Sehenswürdigkeit gehört haben, sonst könnte es sein, das das alles etwas viel Input auf einmal ist. Persönlich fand ich es wunderschön. Es war bei jedem Ausflug genug zeit um sich nach der Führung alles noch mal in Ruhe anzuschauen oder um Fotos zu machen, wir waren nie gehetzt oder in Eile unterwegs, trotz teilweise vollem Programm.

Die Nilkreuzfahrt endet wieder in Luxor und dort hat sie mit einem nett organisierten Abschlussabend ihren Ausklang gefunden, bevor es am nächsten Morgen mit dem Bus nach Hurghada ging.

Man sollte, wenn man erholt nach Hause will sollte man auf jeden Fall ein paar Tage Badeurlaub an die Nilkreuzfahrt anhängen, zum einen um noch etwas auszuspannen, zum anderen um die gesammelten Eindrücke wirken zu lassen. Für wen die Reise keine Frage von Kosten ist, der sollte hier allerdings die Variante eines Inlandsfluges nach Hurghada wählen, denn der Bustransfer durch die Wüste zieht sich über 6 Stunden schon ganz gut und so viel schönes gibt es da nun auch nicht zu sehen.

Die Tage in Hurghada haben wir dann auch nur noch zum ausspannen genutzt, in einem wie wir faden sehr schönen Hotel, was genau für solche Zwecke geeignet ist. Dazu findet Ihr eine genaue Hotelbeschreibung unter meinen Hotelbewertungen.

Zum Schluss bleibt über Ägypten zu sagen, das es ein sehr schönes und sehr faszinierendes Land ist, in dem man sehr viel sehen kann. Was die heute oft so in Frage gestellte Sicherheit angeht, kann ich nur sagen, das wir zu keinem Zeitpunkt Angst hatten uns frei zu bewegen, auch nicht ohne Reiseleitung, und wir waren gerade mal ein Jahr nach den großen Demos und Unruhen da.

Was man definitiv nicht braucht sind die Straßenverkäufer vor jeder Tempelanlage und vor den Pyramiden. Wer denkt er kennt die Sorte aus anderen Ländern, der wird überrascht sein, die Jungs hier sind besser. Man muss da schon sehr resistent sein, Scheuklappen auf und durch, einfach weiter gehen und nur nicht antworten, jedes Wort ist hier schon eins zu viel, dann hat man sofort x Personen um sich, die eine, wenn sie nicht von Reiseleitung oder Busfahrer abgefangen werden sogar bis in den Bus nachkommen.

Für uns war Ägypten definitiv eine Reise wert und wenn wir noch mal auf der Suche nach einem Ziel für einen Kurzurlaub oder einem Badeurlaub wären, stünde Ägypten durchaus wieder zu Wahl, schon allein wegen dem Service im Hotel.

Wie uns das Hotel Jungle Aqua Park gefallen hat könnt Ihr gerne in meinem Bericht dazu lesen.