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Ägypten – El Gouna

El Gouna – eine künstlich angelegte Stadt

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Der Grund für eine Reise in eine nur für Touristen angelegte Stadt

Einen wirklichen Grund gibt es eigentlich gar nicht, wenn man mal von Neugier absieht. Wir wollten uns El Gouna schon lange Mal anschauen und da es dieses Jahr auf vielerlei Gründen nicht möglich war eine Fernreise zu unternehmen haben wir es in Angriff genommen.

Für uns ist es meist eher schwer in einem fremden Land Zeit zu verbringen, ohne uns da mit Land und Leuten zu beschäftigen, sprich es wäre keine Option gewesen Ägypten zu bereisen, ohne die Pyramiden oder all die alten Tempel Anlagen zu sehen … aber diesmal war die Lösung einfach, da wir schon mal vor ein paar Jahren in Ägypten waren und uns das Land bei einer Nilkreuzfahrt und einem Zwischenstopp in Kairo angesehen haben. Lest darüber gerne hier.

Somit konnten wir uns diesmal ganz beruhigt und ohne „schlechtes Gewissen“ bei einem Badeurlaub einfach „nur“ El Gouna ansehen.

El Gouna, Daten und Fakten

El Gouna wird als moderner Urlaubsort am Roten Meer beschrieben und liegt in der Nähe von Hurghada.

Der Ort oder besser die Stadt erstreckt sich entlang der Küste und ist auf mehrere kleinere Inseln verteilt. Und El Gouna ist definitiv nicht so klein wie man denken mag. Bekannt ist die Stadt für Ihre Lagunen, Korallenriffe, und Sandstrände. Viele Wassersportler, vor allem Kitesurfer und Windsurfer kennen und lieben den breiten Mangrooy Beach. Ein sehr beliebter Treffpunkt ist auch die Abu Tig Marina, ein kleiner Hafen mit vielen Restaurants und Bars.

Der Hintergrund, warum El Gouna gebaut wurde, war der Wunsch eine Siedlung zu schaffen, in der Touristen sich zwischen Restaurants, Hotels, Bars und Geschäften frei bewegen können, ohne extrem große Strecken zurücklegen zu müssen. Und in dem ein hohes Maß an Sicherheit gegeben ist. Denn normalerweise sind die Regionen in Ägypten eher dünn besiedelt, natürlich gibt es einige große Städte wie Hurghada, Alexandria oder auch Kairo. Aber normalerweise sieht es in den Touristen Gebieten eher so aus, das es die Hotels gibt, welche oft große Anlagen haben, davor das Meer liegt und dahinter die Wüste. Und so verlassen die Urlauber eher selten Ihre Hotelanlagen.

Das hat El Gouna zu mindestens für sich und innerhalb seiner Grenzen geändert.

Errichtet wurde El Gouna von einem Konzern, der dem Unternehmer Samih Sawiris gehört, und es hat alles mit der Grundsteinlegung 1989 begonnen. Seit dem wurden viele Millionen Dollar in dieses Projekt gesteckt und El Gouna ist angewachsen auf eine stattliche Größe, Hotels, Bungalows und auch privat Häuser verteilen sich mittlerweile auf einer Größe von 5 x 2 Kilometern.

Die Anreise

Die Anreise nach El Gouna ist einfach und unkompliziert. In unserem Fall sind wir von Frankfurt gestartet und nach gut 4,5 Stunden Flug in Hurghada gelandet. Von dort ging es mit dem Bus direkt nach El Gouna, die Entfernung beträgt ungefähr 20 Kilometer und je nach Verkehr schafft man das in 30 bis 45 Minuten.

Dann  steht man tatsächlich vor einer Schranke, die El Gouna vom Rest der Welt trennt. Der Busfahrer muss sich ausweisen, sagen, wo er hin will, dann erhält er eine Durchfahrtsgenehmigung. Die Autos werden mit Spiegeln von unten kontrolliert und die Privatwagen teilweise sogar mit Hunden durchsucht. Meine ganz private Meinung ist hier geteilt, klar man macht das, um gerade nach den harten Zeiten für den Tourismus in diesem Land die Leute in Sicherheit zu wiegen. Und das ist für immer noch sehr viele Touristen auch wichtig und ausschlaggebend. Auf der anderen Seite ist es eine Show, denn ganz ehrlich es ist keine Mauer um die Stadt gezogen und es wird die Möglichkeit geben hereinzukommen, wenn man weiß wo. Und kontrolliert werden auch nur die Einheimischen, Angestellten und Fahrer, niemand kontrolliert die Touristen im Bus oder der Ihr Gepäck … und wer sagt das alle Touristen „lieb“ sind. Ob man das nun braucht oder nicht bleibt Ansichtssache, mich persönlich stört es nicht, es verunsichert mich auch nicht, aber ich bräuchte es auch nicht.

Wenn man dann sozusagen im Inneren der Stadt angekommen ist, kommt es darauf an, wie viele Hotels der Fahrer anfahren muss und an welcher Stelle das steht, was man gebucht hat. Aber richtig groß sind die Entfernungen hier alle nicht und man ist eigentlich sehr schnell an seinem Hotel.

Sehenswertes in El Gouna

Uns selber ging es so, das wir uns das ganze etwas kleiner und kompakter vorgestellt hatten. Aber mal eben so von einem zum anderen Hotel schlendern kann man dann doch nicht, muss man aber auch nicht, denn es gibt ja Tuk Tuks, die wohl beliebtesten Fortbewegungsmittel in El Gouna. Diese kleinen Taxis befördern maximal 3 Personen und bringen einen überall hin, wo man hin möchte. Vor den meisten Hotels stehen immer ein oder zwei, an den markanten Sehenswürdigkeiten gibt es sogar Tuk Tuk Haltestellen. Und sonst einfach winken, die Fahrer haben immer ein Auge dafür wer mitfahren will. Eine Fahr egal von wo nach wo in El Gouna kosten immer 2 €. Man muss oder wenn man es so sagen will, kann diese Preise nicht verhandeln, es steht an jedem Tuk Tuk dieser Preis und die Fahrer versuchen auch nicht mehr zu bekommen.


Von den großen Hotels auf fahren auch Shuttle Busse, diese haben allerdings feste Haltepunkte und sind etwas teurer. Und auf den Wasserkanälen verkehren auch noch Wassertaxis, aber auch diese halten an festgelegten Punkten.

Wenn man davon absieht, das ganz El Gouna als Touristen Attraktion gedacht ist, gibt es einige Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Möchte man El Gouna in Gebiete einteilen, dann gibt es drei zentrale Bereiche. Das Stadtzentrum, auch Down Town genannt, den Tamar – Henna – Platz und die Abu Tig Marina, den alten Yachthafen der Stadt. Das Stadtzentrum beherbergt einige kleine Geschäfte, welche wie in einer kleinen Verkaufsstraße versucht worden sind landestypisch anzuordnen.

Man findet hier auch Bars und Restaurants und es ist durchaus eine nette Abwechslung abends hier ein wenig lang zu laufen. Uns selber gefiel jedoch die Abu Tig Marina, auch „alte Marina“ genannt bedeutend besser. Hier sind um einen kleinen Yachthafen herum viele Bars und Restaurants angesiedelt. Man kann das ein oder andere Schiff bestaunen, hört aus vielen Bars Musik und kann sich das bunte Treiben bei einem kühlen Getränk ansehen. Im Übrigen ist es auch ein schöner Ort um sich den Sonnenuntergang anzuschauen.

Für Interessierte gibt es noch die Moschee von El Gouna oder auch die Kirsche zu bestaunen. Auch hat El Gouna ein eigenes Museum, in dem die Geschichte Ägyptens gezeigt wird. Und dann gibt es noch ein kleines Aquarium, in dem man ein wenig der Unterwasserwelt bestaunen kann. Etwas abgelegen im Südosten befinden sich die Überreste der Festung Deir Umm Duheis und für die Naturliebhaber gibt es, außer der beeindruckenden Unterwasserwelt noch die Mangroveninsel vor dem Shereton Miramar zu besichtigen.

Aktivitäten in El Gouna

In El Gouna geht, wenn man will, eine Menge. Baden, Schnorcheln, Tauchen, Kitesurfen, Parasailing, Windsurfen, Reiten, Wüstentouren mit dem Jeep, dem Quad oder auf dem Kamel und es gibt eine Gokart Bahn. Es mangelt also keineswegs an Angeboten. Und man kann das alles auch an fast jedem Hotel buchen, denn es mangelt auch nicht an Leuten, die einem Ausflüge und ähnliches verkaufen wollen. Wem man da nun mehr vertraut dem Reiseleiter der Agentur, mit der man unterwegs ist oder den ortsansässigen Verkäufern, das sei jedem selber überlassen. Preislich waren in unserem Fall die ortsansässigen auf jeden Fall günstiger, aber es gab auch nicht jeden Ausflug bei jeder Agentur. Vergleichen und umhören lohnt sich also.

Wir haben uns für einen Ausflug mit der bei uns im Hotel ansässigen Tauchschule zum Schnorcheln entschieden und sind damit gut gefahren, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte, die Leute waren nett und hilfsbereit, und der Ausflug entsprach dem, was uns vorab versprochen wurde, somit kein Grund zur Klage.

Strände gibt es in El Gouna in der Theorie viele, fast jedes Hotel sagt, es hätte einen, im weitesten Sinne ist die auch richtig, man sollte aber bedenken, das viele davon künstlich angelegte Lagunen sind, und das ist nicht immer vergleichbar mit dem offenen Meer. Es gibt aber auch ein paar Strandabschnitte direkt am Meer. Einer davon ist der Mangroovy Beach, er liegt etwas nördlich der Marina und besitzt einen sehr flachen Küstenabschnitt, dieser uns das vorgelagerte Riff bilden eine Lagune, welche ein sehr beliebter Platz für Wind und Kitesurfer ist. Gleich neben unserem Hotel, dem Shereton Miramer liegt der Zeytouna Beach, er befindet sich auf einer kleinen Insel, und auch hier ist eine Lagune vorgelagert. Je nachdem ob man Ebbe oder Flut hat, kann man sehr weit ins Wasser gehen und erreicht dabei bestenfalls Kniehöhe. An diesem Strand geht ein 300 Meter langer Steg über die Lagune hinweg bis ins offene Meer. E ist der beliebte Ort für Schnorchler um von hier aus das vorgelagerte Riff zu besuchen.

Und damit sind wir bei der wohl beliebtesten Freizeitbeschäftigung in Ägypten, der Unterwasserwelt, sprich dem Schnorcheln und Tauchen. Wer nun extra dafür nach Ägypten kommt, dem sei gesagt, ja das lohnt sich definitiv, aber man sollte dann nicht unbedingt El Gouna als Aufenthaltsort wählen, sondern doch lieber eine der Bekannten Regionen dafür. Natürlich ist es in uns von El Gouna aus auch möglich, aber in direkter Nähe, also auch von oben erwähntem Steg kann man zwar durchaus in das vorgelagerte Riff, aber so viel Spektakuläres hält dies nicht bereit. Gut wenn man das erst mal etwas in dieser Art macht, wird man begeistert sein, aber sonst eher weniger. Man muss halt auch hier immer bedenken, das vieles hier künstlich angelegt ist und Natur ist nie künstlich. Was definitiv geht, sind Tauch- und Schnorchel Ausflüge mit dem Boot, wen es also nicht stört erst mal eine Zeitlang mit dem Boot raus zu fahren und zu schönen und sehenswerten Tauch- und Schnorchel Spots zu schippern, der kann das von hier aus auch gut machen. Fast alle Hotels haben eigene Tauchschulen auf Ihrer Anlage und die Leute da wissen, wo es was zu sehen gibt.

Ebenfalls sehr beliebt in El Gouna ist Wassersport und durch den Wind, der am Roten Meer fast nie ganz verschwindet, gilt es als kleines Wind sicheres Paradies vor allem für Kitesurfer und Windsurfer. Auch hier gibt es viele Wassersportschulen die Kurse und Ausrüstung anbieten. Es ist aber auch eine sehr nette Abwechslung den Kitesurfern einfach nur zuzusehen und wenn es ein bisschen mehr Wind gibt, sieht man auch gleich unendlich viele Schirme am Horizont.

Unser ganz persönlicher Eindruck

Wir wollten uns schon lange El Gouna ansehen, schon seit unserer ersten Reise nach Ägypten, jetzt im Nachhinein betrachtet, gibt es das ein oder andere positive, aber auch Dinge, die aus meiner Sicht überbewertet werden.

Eins ist klar oder es sollte es zumindest jedem sein, El Gouna ist eine künstlich erschaffene Welt für sich, welche mit dem realen Ägypten außerhalb der Stadt nichts gemein hat.

Positiv ist es mit Sicherheit, dass man sich in El Gouna frei bewegen kann. Und zwar auch frei von lästigen Straßenverkäufern, welche man in Ägypten sonst schon häufig findet. Egal wo in der Stadt man sich befindet, egal in welche noch so kleine Gasse man abbiegt, man hat zu keiner Zeit das Gefühl in Gefahr zu sein, oder sich unsicher fühlen zu müssen. Und das ist mit Sicherheit für den ein oder anderen Touristen wichtig.

Die Hotelanlagen in El Gouna sind schön angelegt und es gibt für jeden Geschmack etwas. Von 3 Sterne bis 5 Sterne, von klein bis groß, hier dürfte jeder seine Favoriten finden. Es ist einfach und unkompliziert die Hotelanlage abends zu verlassen, wenn man dann mal etwas anderes als die Hotelbar sehen will. Down Town und die Marina bieten Abwechslung und sind bequem per Tuk Tuk zu erreichen. Wenn man sich auf den Wegen der Touristen bewegt ist El Gouna sehr sauber, toll angelegt und wirkt modern. Die einheimische Währung braucht man nicht, man kommt bestens mit Euro klar.

Aber biegt man mal ein wenig links oder rechts von den üblichen Touristenpfaden ab, bewegt sich etwas weg vom Strom, dann sieht El Gouna manchmal gar nicht mehr soooo glänzend aus. Klar immer noch viel sauberer und moderner als das reale Ägypten außerhalb dieser Mauern, aber doch nicht mehr so glitzernd wie die Touristenpfade. Es wirkt eher ein wenig vergessen. Und hier sollte man dann für den kleinen Supermarkt auch einheimische Währung haben, denn da nimmt niemand mehr Euro.

Auf mich persönlich macht es den Eindruck, das es am Anfang einen Hype um El Gouna gab, der dann abgeebbt ist, und als dann die Aufstände und damit die Touristenkrise kam, hat man El Gouna wieder gehypte, weil es Sicherheit vermittelt. Und um die Touristen zu locken hat man natürlich die Preise gedrückt, denn eins muss man definitiv sagen, Ägypten zu buchen ist immer noch günstig, und jetzt wo die Touristen wieder da sind, weiß man glaube ich nicht, wie man den Standard wieder nach ober bekommen soll. Das ist wie gesagt aber ein ganz persönlicher Eindruck, aber es ist ja so, wenn man die Preise immer mehr drückt, muss man es irgendwo auffangen, und aus meiner Sicht gelingt dies eben nicht mehr überall.

Das gleiche Gefühl hatte ich auch bei einigen Dingen im Hotel. Nicht das ich mich hier beklagen will, das Shereton Miramar ist ein schönes Hotel, aber es kann in dem ein oder anderen Bereich den Standard nicht halten, den ich aus durchaus schlechter eingestuften Hotels in Ägypten kenne.

Aber lest dazu gerne den Bericht und die Hotelbewertung hier

Alles in allem ist El Gouna ein toller Ort, wenn man einen Badeurlaub in Ägypten machen will, aber aus meiner Sicht kann man das eben auch in vielen anderen Regionen und anderen großen Hotels in Ägypten. Es ist nett und schön gemacht, aber nochmal extra für El Gouna nach Ägypten müsste ich nicht.

Versteht mich nicht falsch, wir hatten einen tollen Urlaub, die Idee und die Umsetzung von El Gouna ist gut, aber eben nichts soooo außergewöhnliches. Es sei denn man brauch dieses Gefühl der Sicherheit, dann ist es auf jeden Fall eine Option.

Wenn Ihr mehr zu Ägypten lesen wollt, Tempel und Pyramiden kennenlernen wollt, denn lest gerne hier ,

schaut euch auch gerne meine Hotel Bewertungen für Ägypten an. Das Jungle Aqua Park Hotel sowie das Shereton Miramar Hotel.

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Kenia

Kenia – Safari und die Erfüllung eines Traums


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Südafrika, Kenia, eine Reise die mich sehr sehr beeindruckt hat, und ganz klar etwas was ich wiederholen möchte.

Der Wunsch oder am Anfang der Traum, einen Urlaub in Südafrika und eine Safari zu machen ist auch ein wenig aus der Liebe zur Tierwelt entstanden, ich mag Tiere sehr und diese dann in freier Wildbahn und in ihrem Lebensraum hautnah zu erleben, war für mich einfach eine faszinierende Vorstellung. Kenia war am Anfang noch kein Bestandteil dieser Vorstellung.

Bei unsern anfänglichen Planungen waren wir uns noch unsicher, wo genau es hingehen sollte und wie lang die Safari dauern sollte.

Wir haben dann viele andere Reiseberichte gelesen und sind immer wieder über Kenia gestolpert, und darüber, dass es für „Ersttäter“ geeignet sei, also fiel somit die Entscheidung für Kenia, im Endeffekt mit der Kombination einer 7 tätigen Safari und eines anschließenden Badeurlaubs. Am Anfang hatten wir zwar kurz in Erwägung gezogen nur 3 Tage auf Safari zu gehen, haben diese Überlegung dann aber schnell wieder verworfen, allein weil wir nicht in Stress verfallen wollten. Und bei den / Tagen erschien es uns einfach erholsamer und auf eine gewisse Weise gemütlicher, nur alle 2 Tage von einer Lodge in die andere zu wechseln, also nicht nach jeder Nacht wieder unsere Sachen packen zu müssen.

Und aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, dass das eine sehr gute Entscheidung war. Heute, und im Nachhinein betrachtet würde ich sogar auf den anschließenden Badeurlaub verzichten und stattdessen ein paar erholsame Tage auf einer Lodge anfügen. Was ich auch nur empfehlen kann, ist mindestens eine Vorübernachtung, bevor man zur Safari startet, denn nach der Anreise und auch allein schon durch die Zeit- und Klimaumstellung ist man schon ganz schön platt und wenn man in Mombasa ankommt erst mal dankbar für ein paar Stunden Ruhe und eine Nacht Schlaf bevor es losgeht. Was ich persönlich bei einem nächsten Aufenthalt auch machen würde, ist darauf zu achten, das die Transfer Zeit vom Flughafen Mombasa zum Hotel ehr kurz ist, denn wie ich jetzt weiß, können bei kenianischen Straßenverhältnissen und der Fahrweise der Kenianer 60 bis 80 km sich schnell mal wie eine Weltreise anfühlen, und locker 3 bis 4 Stunden dauern.

Bei uns sah die Anreise so aus, dass wir von Frankfurt mit Zwischenlandung in Äthiopien nach Mombasa geflogen sind. Eine zusätzliche Landung haben wir noch am Kilimandscharo Airport eingefügt, hier konnten wie allerdings das Flugzeug nicht verlassen, sondern haben nur Passagiere aufgenommen, wurden betankt und so etwas, dennoch stand der Flieger eine gute Stunde hier. Ja und danach kam dann halt noch der Transfer vom Airport Mombasa nach Watamu, der mal eben 3,5 Stunden gedauert hat.

Alles in allem kann ich sagen, waren wir froh als wir da waren und dann eben zwei Nächte im Hotel Temple Point in Watamu Zeit hatten uns zu erholen und zu akklimatisieren.

Das Hotel war auch das von uns gebuchte Hotel für den anschließenden Badeurlaub, wenn Ihr mehr dazu erfahren wollt, lest gerne meine Hotelbeschreibung dazu. Und so blieb unser großes Gepäck dann auch gut untergestellt in diesem Hotel. Auf Safari ist ehr leichtes Gepäck, wie Reisetasche oder Rucksack gewünscht, da zu einen ja alles in die Safari Jeeps passen muss und zum anderen die Träger auf den Lodges auch immer die Sachen hin und her tragen müssen, und da man hier nichts in der Richtung von befestigten Wegen oder sonst etwas wo man einen Trolley darüber ziehen könnte findet, sind die Jungs für jedes Kilo weniger dankbar.

Unsere Safari startete also sozusagen in unserem Hotel in Watamu, von da ging es noch in einem normalen Kleinbus nach Mombasa, wo wir dann in Safari Jeeps umstiegen. Dieser war in unserem Fall mit 6 Leuten besetzt, so das jeder am Fenster sitzen konnte und auch jeder genug Platz zum stehen hatte, wenn in den Nationalparks das Dach offen war.

Von Mombasa aus ging es dann über die Fernstraße A 109, dem so genannten Mombasa Highway zu unserer ersten Station dem Tsavo Nationalpark. Auf dem Hinweg haben wir hier den kleineren Teil, den 9.065 Quadratkilometer großen Tsavo West besucht. Seine Savannen reichen von der tansanischen Grenze im Süden, an der Straße zwischen Mombasa und Nairobi entlang bis zum Athi River im Norden. Das Landschaftsbild hier zeichnet sich durch weite Savannen, Dornbuschebenen und graue Lava Felsen auf.

Im Tsavo West haben wir dann auch (endlich) die ersten Tiere beobachten können, Zebras, Gnus und Büffelherden sowie Nilpferde und die ersten Giraffen und Elefanten.

Unsere erste Unterkunft für zwei Nächte war das Severin Safari Camp. Ich kann hier nicht genau sagen, was wir zur der Zeit erwartet hatten, wir hatten vorher Dinge gelesen, wie das wir nur zeitweise Strom oder warmes Wasser hätten, die Zelte mit festen Dächern überdacht wären und einiges in dieser Richtung … sicher wussten wir das eine Lodge kein 5 Sterne Hotel ist .. aber … was wir hier vorgefunden haben, das hat uns in sehr sehr positiven Sinne sprachlos gemacht. Das was man uns als unser „Zelt“ zeigte, hätte ich in vielen unserer Hotels mal gerne als Zimmer gehabt. Alles passte auch wundervoll vom Stiel zusammen und sehr toll in die Landschaft. Aus unserer Sicht war es Luxus, dieser war aber so schön und unauffällig in die Savanne integriert das man es nicht als störend wahrnahm. Ich denke hier sagen aber Bilder mehr als ich schreiben könnte.

Sowas als Zelt zu bezeichnen fällt mir schon etwas schwer … unsere Zimmer.

Und ja, wen das alles noch nicht überrascht, für der hätte hier auch noch den Pool

Wie später auf den anderen Loges auch gab es ein künstlich angelegtes Wasserloch, an dem sich immer wieder Tierherden trafen, spätestes hier war mir klar ich hätte das Hotel später nicht mehr gebracht. Man steht morgens auf, tritt mit seinem ersten Kaffee nach draußen auf seine kleine Terrasse und wir erst mal von ein Paar Impalas oder Gnus begrüßt, einfach genial.

Von dort aus ging es dann nach zwei Tagen die mit Pirschfahrten zu den unterschiedlichsten Tageszeiten und einer Wanderung durch die Savanne gefüllt waren, weiter zum Amboseli Nationalpark.

Der Amboseli dehnt sich rund 130 km nordwestlich und 240 km südlich von Nairobi an der Grenze zu Tansania aus. Mit einer Fläche von nur 292 Quadratkilometern, zählt er zu den kleinsten, aber mit dem höchsten Berg Afrikas, dem 5.895 Meter hohen Kilimandscharo auch zu den am meist betuchtesten National Parks. Die Landschaft ist geprägt von sodahaltigem grauem Staub. Akazienwäldern, Sümpfe und offenen Savannen wechseln sich ab und bietet vielen Großwildarten eine Heimat. Unter anderem sind hier rund 800 Elefanten zuhause, welche den Park nur selten verlassen, selbst wenn ihnen dies möglich ist.

Unsere Unterkunft hier war das Elerai Camp, was uns nicht nur einen unbeschreiblichen Blick auf den Kilimandscharo mit seiner Schneebedeckten Kuppe, sondern auch einen faszinierenden Ausblick über die Savanne geboten hat. Das im Tal gelegene Wasserloch war immer ein Treffpunkt für die Elefanten, und wenn man gewollt hätte, hätte man im Pool sitzen und die Tiere beobachten können. Die größte Herde Elefanten, die hier zu unserer Zeit vorbeikam bestand aus 35 Tieren, wobei die Kleinen noch nicht mitgezählt sind.

Der Amboseli Park hatte viele Überraschungen für uns bereit. Zum einen wieder eine Lodge wo es mir eigentlich schon wieder schwer fällt, von Unterbringung im Zelt zu sprechen.

In diesem Fall sah man von der Terrasse gleich auf den Kilimandscharo, der sich auch extra für uns aus seinem Wolkenbett begab.

Zum andern hat man in diesem Park aber auch das Glück die Tiere in Herden zu sehen und das auch oft sehr nah an den Jeeps. Ja und das macht einen dann doch hier und da schon mal sprachlos, wenn eine Elefantenherde, scheinbar zu greifen nah, an einem vorbeizieht, oder ein kleines Nilpferd einfach mal neben dem Jeep liegt und schläft.

Im Amboseli haben wir dann auch den König der Savanne, den Löwen gesehen, und die zwei gaben sich auch die Ehre ganz nah an unserem Fahrzeug vorbeizutraben.

Ein Erlebnis der anderen Art, ohne Tiere, was wir aber dennoch ganz sicher nicht vergessen werden, wie man in Südafrika, in Kenia, Anfand September, am flackernden Kamin sitzt ….

Nun ja, als beim Abendessen die netten Kellner nach unserem Zeltschlüssel fragten, um uns WÄRMFLASCHEN ins Bett zu legen, haben wir zuerst noch etwas irritiert geschaut und es für einen Scherz gehalten. Schließlich waren wir in Südafrika, mit viel Sonnenschutz im Gepäck. Was wir aber nicht bedacht hatten, war, dass das Camp am Kilimandscharo lag und das auf etwas mehr als 1000 Höhenmeter und es hier vor Sonnenauf- und nach Sonnenuntergang schon mal etwas kühler werden kann. Und so waren wir ein paar Stunden später froh darüber das die Angestellten für die Abendstunden den Kamin anzündeten und wir es uns davor gemütlich machen konnten. Und ein paar weitere Stunden später sehr sehr dankbar für die Wärmflaschen im Bett.

Vom Amboseli Nationalpark ging es dann nach zwei Übernachtungen wieder zurück in den Tsavo Nationalpark und diesmal in den Tsavo Ost. Eisenbahn und Fernstraße A 109 unterteilen Tsavo Ost und Tsavo West, welche zusammen mit eine Fläche von rund 20.000 Quadratkilometern den größten Nationalpark Kenias bilden. Unsere letzten Tage waren wir im größeren Teil unterwegs dem Tsavo Ost mit rund 11.500 Quadratkilometern Fläche. Das Landschaftsbild hier ist bedeutend eintöniger, meist geprägt durch Dornbusch und Grassavannen. Über weite Strecken erreicht hier die Erde ein leuchtendes Rot, dafür verantwortlich ist der Laterit Staub mit dem auch die Tsavo Elefanten duschen. Das Ergebnis dieser Praktik hat die Dickhäuter berühmt gemacht, al die roten Elefanten von Tsavo.

Unsere Unterkunft im Tsavo Ost war das Satao Camp. Auch ein wunder schönes Camp, was sich dadurch auszeichnet das man sich eigentlich ständig mittendrin in der Tierwelt fühlt.

Zum einen hat das Camp ein nah gelegenes Wasserloch auf das man aus den meisten Zelten schauen kann. Zum anderen haben Impala Herden beschlossen, gleich neben der Feuerstelle Quartier zu beziehen und haben dieses Camp als ihren Schlafplatz auserkoren. Somit laufen diese Gesellen auch den ganzen Tag zwischen den Zelten herum.

Wenn man Glück hat (was wir wenn man es so will hatten) erlebt man, das es nicht als Scherz gemein ist das jedes Zelt einen Notfallknopf hat, und es Sinn macht sich daran zu halten, nach Einbruch der Dunkelheit bitte nicht alleine, sondern nur in Begleitung der extra dafür bereitstehenden Buschmänner durch das Camp zu laufen. Denn wenn man einen leichten Schlaf hat kann es sein, das man Nachts schon mal von 1 bis 2 Hippos, die in nächster Nähe neben dem Zelt stehen und grasen geweckt wird.

Hier war unsere Safari dann auch zu Ende und es ist uns alles wirklich schwer gefallen uns von dieser ganz eigenen Welt zu trennen.

 

Der  Höhepunkt auf unserer letzten Pirschfahr war dann er, oder sie ….

….. aber leider war die Großkatze nicht sehr fotogen und wollte sich einfach nicht von vorne zeigen.

Danach ging es früh am nächsten Tag zurück nach Mombasa und für uns dann von da wieder in unser Hotel nach Watamu, wo nun ja noch 5 Tage Badeurlaub uns warteten. Man sollte sich definitiv nach einer Safari ein paar Tage nehmen um all die gewonnen Eindrücke zu verarbeiten, und um auszuschlafen, denn wären der Safari ist man meist sehr früh auf den Beinen, da es die Tiere die man sehen will ja auch sind. Und hier meine ich mit früh auch wirklich früh, denn es kann auf einer Safari auch schon mal morgens um 5 Uhr los gehen. Und erst mit etwas Ruhe kommen die ganzen Bilder zur Geltung und man kann wundervoll alles noch mal Revue passieren lassen, während der Safari kommt man so nicht dazu. Es waren wirklich sehr überwältigende Momente und sehr beeindruckende Erlebnisse dabei und viele davon zaubern heute noch ein Lächeln auf mein Gesicht wenn ich daran denke. Ob man die letzten Tage in einem Hotel an der Küste Kenias verbringen will, welche mit Sicherheit tollen Strände bereithält, das ist wohl reine Geschmacksache. Ich ganz persönlich würde, wie schon mal am Anfang gesagt ein paar ruhige Tage in einer der Loges anhängen. Nicht um weiter auf Pirschfahrt zu gehen, denn hier muss man mal ganz ehrlich sagen, das nach 7 Tagen im offenen Jeep und den dortigen Straßenverhältnissen der Bedarf am Fahren doch gedeckt ist. Aber die meisten Lodges haben auch ruhige Ecken, gemütliche Sitzgelegenheiten, eine Bar und oft sogar einen kleinen Pool, und halt auch die Möglichkeit von dort die Tiere, die an den angelegten Wasserlöchern vorbei kommen zu beobachten. Für mich wäre es der passende Ausklang für einen solchen Urlaub.

Ein Tipp zum Schluss, was im Gepäck auf keine Fall fehlen sollte ist Sonnencreme, auch wenn es hier und da diesig ist, es täuscht, man verbrennt gerade auf den Fahrten im Auto schnell, Mückenschutz, und zwar guter, eine dünne Jacke sowie eine lange Hose für die Früh- oder Abendpirsch.

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, das Kenia für uns ein Traum war und sicherlich nicht das letzte Mal das wir in Südafrika und auf Safari waren, wir werde hier mit Sicherheit zum Wiederholungstäter.

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Ägypten

Ägypten – Das Land der Pharaonen und Pyramiden

Pyramiden – eine Nilkreuzfahrt und Erholung

 


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Nach längerem Vergleichen und Suchen, hatten wir einen Reiseveranstalter gefunden, der genau das anbot, eine Kombi aus Kairo, dann per Inlandsflug nach Luxor, zur Nilkreuzfahrt und dann nach Hurghada zum Badeurlaub. Gereist sind wir zur der Zeit mit Phoenix Reisen, und diesen Veranstalter kann ich jemanden der nach Ägypten will nur ans Herz legen, vom Service her gab es da wie selbstverständlich das rundum Sorglos Packet.

Wir sind von Frankfurt nach Kairo geflogen, wo wir dann eine Übernachtung hatten, was heißt wir waren weniger als 48 Stunden in Kairo, und genau das wurde unserer erstes und Gott sei Dank auch einziges Problem, denn was uns zu dieser Zeit beim einchecken in Frankfurt niemand gesagt hatte, unser Gepäck wurde in Kairo nicht ausgeladen, sondern flog gleich weiter nach Luxor zum Schiff. Ich muss hier sicher niemandem sagen oder näher erklären, wie Frau darauf reagiert, wenn sie nach einem längeren Flug am Gepäckband steht und KEIN Koffer erscheint. Und wie es mir nach der Erklärung der Reiseleitung warum dies so ist, und das dies auch der ganz normale Werdegang ist ging, als ich unser Gepäck gedanklich in Luxor einsam und verlassen Kreise auf dem Gepäckband ziehen sah.

Na ja, es ließ sich ja nun mal nicht ändern, und hier kann ich nur sagen kam die gute Betreuung von Phoenix das erste mal schon gleich zur Geltung, man hat sich nett darum gekümmert, aber ändern konnten auch sie nichts, weil es wie gesagt der gängige Ablauf ist, es wäre halt nur nett gewesen wenn man uns das in Frankfurt beim einchecken gesagt hätte, dann hätte man das nötigste im Handgepäck haben können.

Wir sind recht spät im Hotel in Kairo angekommen, was nicht zuletzt etwas an der abenteuerlichen Fahrweise der Ägypter liegt. Ganz ehrlich ich habe noch nie so viele Autos auf einem Fleck gesehen, die Stoßstange an Stoßstange stehen und ununterbrochen hupen. Man kann hier locker aus zwei Fahrspuren vier machen, und so tun als sei das ganz normal.

Am nächsten Tag ging es nach einem frühen Frühstück los zu dem Pyramiden und dem Ägyptischen Museum. Ich bin jetzt definitiv nicht der Museumstyp, aber hier muss ich sagen ein Besuch dort lohnt sich, es gibt einiges zu sehen. Bei der Besichtigung der Pyramiden hatten wir trotz des engen Zeitplans, da ja abends schon wieder unser Flug ging, genug Zeit und das weitläufige Gelände in aller Ruhe anzusehen. Es ist schon sehr beeindruckend, wenn man direkt vor einer der Pyramiden steht, und dieses riesige Bauwerk mit dem Hintergedanken betrachtet, dass Menschen es gebaut haben.

Es gab die Möglichkeit eine der Pyramiden von innen anzusehen, jedoch sollte man hier immer bedenken, das es sehr stickig im inneren ist, es ist nicht selten das Leute hier bedingt durch Kreislaufprobleme umkippen.

Wir waren mir einer kleinen Reisegruppe von sechs Leuten unterwegs, und konnten so mit einem kleinen Bus zu einem Aussichtspunkt fahren, von wo man einen tollen Ausblick über alle drei Pyramiden hatte, auch blieb noch genug Zeit um zur bekannten Sphinx Statur und dem Gelände um sie herum zu fahren, und auch dies in Ruhe anzuschauen.

Am Abend ging es dann zum Flughafen und per Inlandsflug nach Luxor zu unserem Flussfahrtschiff. Als wir das Schiff von außen gesehen haben, haben wir uns kurz angeschaut und wohl dasselbe gedacht, es sah nicht sooo toll aus, ehr etwas alt. ABER, nach dem wir auch nur einen Fuß ins Innere gesetzt hatten, waren diese Zweifel weg, man hatte sofort nicht mehr das Gefühl auf einem Schiff zu sein, es war geräumig und definitiv schön.

Unsere Kabine ware größer als manches Hotelzimmer das wir hatten, und sehr nett und liebevoll eingerichtet. Sie hatten sogar einen kleinen Balkon, auch wenn dieser nur für zwei Stühle reichte. Auch sonst gab es auf dem Schiff alle was man braucht, ein nettes Restaurant, eine Bar und das Deck mit Sitz- und Liegemöglichkeiten in Sonne und Schatten, sowie einen Pool.

Die erste Nacht blieb das Schiff in Luxor liegen, wie wir gleich am nächsten morgen hier die ersten Besichtigungen hatten.

Die Route

Luxor – Teben West (Königsgräber im Tal der Könige, die Tempel der Hatschepsut, Memnon Kolosse) – Esnar – Kom Ombo (Doppeltempel des Sobek und des Haroris) – Assuan (Assuan Staudamm, Philae Tempel – Edfu (Horustempel) – Teben Ost (Tempelanlage von Karnak) – Luxor (Luxor Tempel, Sphinx Allee)

Jetzt hier auf jeden der wunderschönen Tempel einzugehen, den wir gesehen haben dürfte wohl den Rahmen sprengen, also werde ich das mal in einem gesonderten Bericht für die, die das etwas genauer interessiert machen.

Ein paar Dinge sollte man bei einer Nilkreuzfahrt bedenken. Man ist zwar im Urlaub, aber meist muss man dennoch früh aufstehen, denn zum einen ist oft noch eine Anfahrt bis zu dem zu besichtigen Tempel per Bus zurückzulegen, und zum anderen wird es im Verlauf des Tages doch schon sehr heiß. Dafür bekommt man aber viel zu sehen, und hat dann oft nachmittags noch mal die Gelegenheit nett an Deck zu sitzen oder eine Runde durch den Pool zu schwimmen.

Wie oben schon gesagt sitz man auch immer noch mal eine Zeit im Reisebus, da nicht alle Sehenswürdigkeiten gleich in fußläufiger Nähe zur Anlegestelle liegen. Hier und da sollte man auch noch gut zu Fuß sein, denn die Tempelanlagen sind nicht immer mit Leichtigkeit zu begehen. Man kommt zum Mittagessen eigentlich immer wieder aufs Schiff zurück, es geht nach einer kleinen Pause aber dann auch durchaus auch noch mal los, zu dem ein oder anderen etwas näher gelegenen Ziel. Es gibt auch Tage an denen man über Mittag unterwegs ist, dann wird man aber bestens unterwegs versorgt.

Die Möglichkeit an dem ein oder anderen freien Nachmittag noch Ausflüge dazuzubuchen gibt es natürlich auch, so ist der berühmte Tempel von Abu Simble zum Beispiel nicht automatisch dabei, ein Besuch hier kostet dann natürlich auch extra.

Weiter sollte man wissen, das ein Nilkreuzschiff etwas lauter ist als der ein oder andere Ozeanriese, hat mein ein Zimmer in der Nähe der Maschinen oder auch in der Nähe der Gangway hat man schon eine gewisse Geräuschkulisse. Was da das Schiff meist nachts fährt und am frühen morgen anlegt, durchaus gewöhnungsbedürftig sein kann. Vom fahren des Schiffes selber merkt man eigentlich nichts, ich bin selber nicht sehr seetüchtig und hatte nie Probleme.

Eine Nilkreuzfahrt ist eine schöne Möglichkeit viel vom Land zu sehen, und doch immer wieder kleine Ruhepausen zu haben, es ist toll am frühen Abend wenn es noch hell ist und das Schiff schon abgelegt hat, an Deck zu sitzen und die Landschaft links und rechts vorbeiziehen zu sehen, noch eine Runde im Pool zu schwimmen, und bei einem Drink den Sonnenuntergang zu genießen.

Aus meiner Sicht war es die beste Art, um das beeindruckende Land zu bestaunen, und wir hatten das definitive Glück eine Reiseführerin zu haben, die uns ihr Land mit einer solchen Liebe, Hingabe und Wehmut über den fortschreitenden Verfall näher gebracht hat, das es gar keine Möglichkeit gab, das es uns hätte langweilig werden können.

Danke „Mama Isis“. 

Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, das man es mögen muss, denn es sind viele Tempel und irgendwann schleicht sich sonst das Gefühl ein das es nur wieder eine der nächsten Ruinen mit umgefallenen Säulen und Steinen ist, die eigentlich genau so aussieht wie die letzte. Und man sollte vorher vielleicht ein wenig den Reiseführer gelesen haben und schon mal was von der eine oder anderen Sehenswürdigkeit gehört haben, sonst könnte es sein, das das alles etwas viel Input auf einmal ist. Persönlich fand ich es wunderschön. Es war bei jedem Ausflug genug zeit um sich nach der Führung alles noch mal in Ruhe anzuschauen oder um Fotos zu machen, wir waren nie gehetzt oder in Eile unterwegs, trotz teilweise vollem Programm.

Die Nilkreuzfahrt endet wieder in Luxor und dort hat sie mit einem nett organisierten Abschlussabend ihren Ausklang gefunden, bevor es am nächsten Morgen mit dem Bus nach Hurghada ging.

Man sollte, wenn man erholt nach Hause will sollte man auf jeden Fall ein paar Tage Badeurlaub an die Nilkreuzfahrt anhängen, zum einen um noch etwas auszuspannen, zum anderen um die gesammelten Eindrücke wirken zu lassen. Für wen die Reise keine Frage von Kosten ist, der sollte hier allerdings die Variante eines Inlandsfluges nach Hurghada wählen, denn der Bustransfer durch die Wüste zieht sich über 6 Stunden schon ganz gut und so viel schönes gibt es da nun auch nicht zu sehen.

Die Tage in Hurghada haben wir dann auch nur noch zum ausspannen genutzt, in einem wie wir faden sehr schönen Hotel, was genau für solche Zwecke geeignet ist. Dazu findet Ihr eine genaue Hotelbeschreibung unter meinen Hotelbewertungen.

Zum Schluss bleibt über Ägypten zu sagen, das es ein sehr schönes und sehr faszinierendes Land ist, in dem man sehr viel sehen kann. Was die heute oft so in Frage gestellte Sicherheit angeht, kann ich nur sagen, das wir zu keinem Zeitpunkt Angst hatten uns frei zu bewegen, auch nicht ohne Reiseleitung, und wir waren gerade mal ein Jahr nach den großen Demos und Unruhen da.

Was man definitiv nicht braucht sind die Straßenverkäufer vor jeder Tempelanlage und vor den Pyramiden. Wer denkt er kennt die Sorte aus anderen Ländern, der wird überrascht sein, die Jungs hier sind besser. Man muss da schon sehr resistent sein, Scheuklappen auf und durch, einfach weiter gehen und nur nicht antworten, jedes Wort ist hier schon eins zu viel, dann hat man sofort x Personen um sich, die eine, wenn sie nicht von Reiseleitung oder Busfahrer abgefangen werden sogar bis in den Bus nachkommen.

Für uns war Ägypten definitiv eine Reise wert und wenn wir noch mal auf der Suche nach einem Ziel für einen Kurzurlaub oder einem Badeurlaub wären, stünde Ägypten durchaus wieder zu Wahl, schon allein wegen dem Service im Hotel.

Wie uns das Hotel Jungle Aqua Park gefallen hat könnt Ihr gerne in meinem Bericht dazu lesen.