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Kreuzfahr durch die Karibik

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Unsere erste Kreuzfahrt, wir waren ganz schön aufgeregt, Fragen über Fragen.

Wird es uns gefallen? Werden wir seekrank? Fühlt man sich eingesperrt? Sind es zu viele Menschen? Wird uns das Kreuzfahrtfieber packen?

Und dann standen wir vor der Mein Schiff 5 in der Dominikanischen Republik, im Hafen von La Romana. Und ja, wie wohl jeder der zum ersten Mal vor einem solchen Schiff steht, war der erste Gedanke „ist die groß“.

Na dann mal an Bord und ab in die Karibik.

Erster Stopp – der Hafen von Martinique. Nach unserer Einschiffung in der Dominikanische Republik folgte gleich ein Seetag. Das ist gar nicht so unpraktisch, wenn man als Kreuzfahrt Neuling das Schiff noch gar nicht kennt. Wir haben uns hier dazu entschlossen, eine Schiffsführung mitzumachen, was sich als gute Idee entpuppt hat, denn ich bin mir nicht sicher, ob wir den ein oder andern Ort sonst gefunden hätten. Außerdem haben wir am ersten Tag den Pool getestet und uns natürlich in unserer Kabine eingelebt. Nicht zu viel Stress für den ersten Tag. Wo wir gerade von den Kabinen sprechen, ich war sehr positiv überrascht … soviel Platz.

Wir hatten eine Innenkabine auf Deck 9, ganz vorne. Ich finde die Kabinen sehr großzügig (für ein Schiff) und völlig ausreichend. Sehr nett eingerichtet und mit allem versehen, was man braucht. Bequemes Bett, genug Platz in den Schränken, genügend Platz um etwas abzustellen, Fernseher mit umfangreicher Videothek, Nespresso Maschine für den ersten Kaffee am Morgen. Bad mit Dusche, WC und ebenfalls genug Stellfläche.

Nach unserem ersten Seetag haben wir früh morgens in Martinique angelegt, der Hafen ist hier in der Hauptstadt Fort-de-France und so französisch wie der Name klingt, genauso französisch ist die Insel auch … somit waren wir rein rechtlich nach einem Seetag auf wieder in Europa. Das hat durchaus auch Vorteile, wenn auch für uns eher unwichtige. Man kann wieder ohne hohe Kosten telefonieren oder per WhatsApp ein Lebenszeichen versenden und man kann in Euro zahlen. Man befindet sich also auf einer KARIBIK Kreuzfahrt, geht morgens an Deck und sieht ….

Einen Hafen mit Hochhäusern.

Gut ich muss zugeben, wir waren vorbereitet, da Freunde von uns schon in der Karibik waren, und betrachtet man es mal realistisch, was will man erwarten, das ein so großes Schiff wie die Mein Schiff 5 an einer kleinen Bucht mit Puderzucker Strand anlegt????

Zu Martinique selber bleibt nur zu sagen, ja, es gibt sie, eben diese Puderzucker Strände. Aber dafür muss man schon ein gutes Stück vom Hafen weg. Fort-de-France selber ist zu Fuß zu erreichen und das, was es da zu sehen gibt, kann man ebenfalls gut zu Fuß abklappern. Sooooo schön ist die Stadt selber nun aber auch nicht. Nach einem schönen Tag ging es wieder aufs Schiff und auf nach Barbados.

In Barbados angekommen waren wie den Anblick von einem eher nicht karibischen Hafen ja nun schön gewöhnt. Trotzdem vor dem Frühstück mal schnell raus aufs Deck und umgesehen, nur um sicherzugehen.

Für diesen Tag hatten wir einen Ausflug gebucht. Das muss ich zu geben, haben wir als Neulinge auf einer Kreuzfahrt, sehr oft gemacht. Die Ausflüge selbst sind durchweg gut organisiert, kosten aber auch eine schöne Stange Geld. Oft haben sie den Vorteil einer deutsch sprechenden Reiseleitung. Aber zugegeben ist es gerade in der Karibik nicht unbedingt nötig. Es stehen in alle Häfen Taxis oder Veranstalter lokaler Unternehmen die auch alles anbieten …. Und wir haben da niemanden der anderen Gäste gehört, die enttäuscht gewesen währen. Es kommt hier mit Sicherheit auf Route und auf das Land an, was man macht, ob geführt übers Schiff, individuell im Hafen gebucht oder ganz auf eigene Faust. Und es ist mit Sicherheit auch Geschmacksache und persönliches Empfinden was einem lieber ist.

Unser Ausflug ging auf Barbados in den Regenwald und ich bin immer noch hin und weg von der Natur auf den Inseln die wir gesehen haben. Das, was man da einen Farn nennt, ist bei uns ein Baum und Blumen, die wir teuer in Läden kaufen, wachsen da fast wie Unkraut. Ich könnte ewig von der Natur schwärmen.

Viele erwarten von der Karibik aber natürlich die weißen Strände und Palmen etc. Ja sowas gibt es natürlich auch, aber im Fall von Barbados ist es so, das auf der einen Seite der Atlantik ist und auf der anderen das karibische Meer. Der Atlantik ist rauer, aufgewühlter, und die Strände sind, ich sage mal anders. Und da wir nicht auf dieser Reise waren um Badeurlaub zu machen, sondern um was von den Inseln zu sehen, fehlen in dieser Story vielleicht die Schwärmereien über eben diese Puderzucker Strände.

Nach dem Ausflug in den Regenwald haben wir uns noch Brigestone die Hafenstadt angesehen, was auch hier wieder problemlos gut zu Fuß vom Schiff aus möglich war. Die Stadt ist eine nette Abwechslung, aber man verpasst auch nichts, wenn man sich die Zeit dafür nicht nimmt.

Nach zwei Tagen mit neuen Eindrücken stand nun wieder ein Seetag an, bevor wir den Hafen von Guadeloope angelaufen haben.

Womit wir beim Thema Seetage sind, ich habe mich im Vorfeld oft gefragt, ob mir da nicht langweilig wird, oder ob die ganzen Menschen auf dem Schiff einen dann nicht erdrücken. Jetzt im Nachhinein betrachtet, kann ich für mich beide Fragen mit einem „nein“ beantworten, auch wenn ich weiß, das nicht jedem so geht. Zuerst mal zu den vielen Menschen, mich ganz persönlich stören sie nicht, ich komme auch am Pool gut klar, es findet sich auf dem Pool Deck immer eine freie Liege, ob sie nun genau das steht, wo man das möchte, das lasse ich da hingestellt. Es gibt darüber auch noch mal ein Deck, mit mehr als genug Liegen, und wenn man sich das Schiff vorher angeschaut hat, gibt es, wenn man nicht am Pool, sondern „nur an Deck“ liegen will, auch noch weiter untern ruhige Örtchen mit Liegen. Natürlich ist es voll am Seetag, aber mich stört es nicht. Und bei einem Schiff wie der Mein Schiff 5 reden wir ja auch nicht von einer Badewanne, sondern von zwei Pools auf dem Pool Deck, von dem einer immerhin 25 Meter misst.

Nun zur Langeweile … es gibt einfach so viel zu erleben, wenn man will, da kommt so schnell für einen Tag keine Langeweile auf. Für diesen Seetag hatten wir uns dazu entschlossen und den Wellnessbereich anzuschauen. Und da das Schiff definitiv gut klimatisiert ist, haben wir uns entschlossen, Karibik hin oder Karibik her, in die Sauna zu gehen. Der Besuch der Sauna ist im all-inclusive Programm enthalten und hat sich als sehr gute Idee herausgestellt. Nicht nur, weil die Main Schiff 5 eine der größten Wellnessbereiche haben soll, sondern weil es einfach etwas Besonderes ist, in einer Sauna zu sitzen und das Meer vorbeiziehen zu sehen. Es gibt 3 Saunen, ein Dampfbad, 2 Ruheräume und einen kleinen Außenbereich. Von einem der Ruheräume hat man ebenfalls den Panoramablick aufs Meer.

Ebenfalls gehört der großzügige Spa Bereich oberhalb der Sauna noch dazu, Anwendungen hier sind natürlich nicht im Preis inbegriffen, aber definitiv ihr Geld wert. Und davor gibt es dann noch das großzügig angelegte Fitnessstudio, was wir aufgrund von Faulheit nicht getestet haben. Am nächsten Morgen hatten wir dann Guadeloupe erreicht und was soll ich sagen, schon wieder waren wir in Frankreich. Für diese Insel hatten wir uns für einen Ausflug in den Parc des Mamelles entschieden, eine Mischung auf Tier und Naturpark. Es war durchaus schön, die Tiere waren nicht immer heimische, und der Park war eingebettet im Regenwald, der uns wieder diese wundervolle Natur gezeigt hat. Ein Highlight war der Baumwipfel Park, viele Hängebrücken in luftiger Höhe, von denen man einen tollen Ausblick hatte.

Am Nachmittag haben wir uns dann wieder zu Fuß in die Hafenstadt aufgemacht,Pointe-a-Pitre, bevor das Schiff Abends Kurs auf Dominica genommen hat.

Dominica hat zwar durchaus viel zu bietet, ist, aber was die Infrastruktur angeht noch sehr geschädigt vom letzten Hurrikan. Dazu kommt, das, wenn die Kreuzfahrt Schiffe am Ende der Saison nicht mehr anlegen, es eigentlich keinen Tourismus mehr auf der Insel gibt. Daher sollte man hier nicht zu viel erwarten. Wir hatten uns hier für einen Ausflug mit schwimmen durch einen Canyon entschieden, welcher leider vor Ort nicht zustande kam, da heftige Regenschauern in der Nacht dafür gesorgt hatten das es zu gefährlich war. Aber okay, da macht man nix, Sicherheit geht vor. Somit haben wir uns ein wenig die Hafenstadt Roseau angesehen und den Tag so genossen.

Am nächsten Tag hat unser schwimmendes Hotel auf St. Lucia in der Hafenstadt Castries angehalten. Leider war das Wetter immer noch nicht wieder so richtig auf unserer Seite, daher waren wir nicht traurig einen Ausflug zu machen, bei dem man viel Busfahrt dabei hatte. Es war definitiv eine gute Möglichkeit viel von der Insel zu sehen, dabei halbwegs trocken zu bleiben … und Fotos von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu machen. Man muss auch hier bedenken, das der Tourismus noch nicht so wirklich auf St. Lucia angekommen ist, vielleicht macht aber genau, dass den reizt aus den diese Inseln versprühen.

Und da mit guten Traditionen nicht brechen soll, hat uns auch hier am Nachmittag in die ebenfalls gut zu Fuß zu erreichenden Hafenstadt Castries verschlagen.

Kurz nach dem wir dann abgelegt hatten, gab es Abends noch eine Party auf dem Pool Deck, und mal ganz abgesehen von den genialen Cocktails, welche sich auch alle im all-inclusive befinden, war ich absolut begeistert von den Obstschnitzereien.

Angekommen in Grenada, haben wir einen ganz Tages Ausflug gemacht, von dem ich sagen muss das er schw…. Teuer war, aber jeden Euro wert. Wir haben uns 8 Stunden Grenada angesehen, mit Besichtigungen von Kakao Plantagen, Rum Fabriken und Gewürz Fabriken … dazu kamen noch etliche kleiner Stopps zwischendurch, anstrengend aber sehr spannend. Und hier war es mir, da bin ich ehrlich auch wichtig, dass wir eine deutschsprachige Reiseleitung dabei hatten, dann ja ich spreche durchaus Englisch, aber alles versteht man dann doch nicht, davon ab, spricht mein Mann nur das nötigste und übersetzen stresst mich dann irgendwann doch.

Sehr praktisch war, das hier dann der nächste Seetag anstand, somit war erst mal ausschlafen und ausgiebig Frühstücken angesagt. Ich muss sagen, das man Seetage anfängt zu schätzen, denn sie sind die Momente wo man die vielen Eindrücke noch mal vorbeiziehen lassen, kann, wo man relaxen kann, und es einfach nur genießen kann, es gibt immer was, Obst schnitzen, Eis Schnitzen am Pool Deck, Bingo oder Schuffelbord, Abend es eine Show, oder einfach nur den Liegestuhl und das Buch.

Nach dem Seetag waren wir in einer ganz anderen Region der Karibik angekommen den ABC Inseln. Der erste Hafen war Willemstad auf Curacao … soviel also zu Europa, denn nun waren wir in Holland. Die ABC Inseln sind ganz anders, als die kleinen karibischen Inseln zuvor. Viel mehr Infrastruktur, mehr Cafés und Möglichkeiten sich einfach treiben zu lassen, man merkt, das alles viel touristischer ist. Willemstad haben wir vom Hafen auf auch zu Fuß angesteuert, je nach Anlegestelle geht dies mit der schwenkbaren Brücke oder der kostenlosen kleinen Fähre. Die Innenstadt ist sehr nett, viele kleine Gassen, Cafés und Bars, toll um einfach mal auf nen Kaffee sitzen zu bleiben und Leute anzuschauen.

Nach Caracao stand Bonaire auf dem Plan und da die ABC Inseln ja auch für Strände und Unterwasserwelt bekannt sind, haben wir uns hier erst mal einen Strandtag gegönnt, vom Hafen aus fahren Taxis für sehr kleines Geld an die Strände, an denen man dann den Tag genießen kann.

Und da waren sie dann auch, DIE Strände.

Auf dem Schiff ist auch abends genug los, es gibt live Musik in mehreren Bars, auf dem Pool Deck Partys, Kino unter freiem Himmel, Shows im Theater, Disco ….. und und und. Das größte Problem ist hier definitiv sich zu entscheiden, was man sich anschauen mag. Wer also Aktion braucht, der kann sie finden. In unserem Fall, war uns an diesem Abend eher danach, einfach den Sonnenuntergang zu genießen.

Der letzte Hafen war Aruba, definitiv ein weiteres Paradies auf der Route, da es bekannt ist für seine gute und fantastische Unterwasserwelt, haben wir hier eine Katamaran Tour mit zwei Schnorchel Stopps gemacht. Auch hier muss ich sagen, dass der Ausflug sein Geld definitiv wert war. Zuerst haben wir an einem Riff gehalten, was zwar sehr schön war, hier kam, aber durch das wir, was das Schnorcheln angeht, verwöhnt sind … die Malediven sind schuld – aber schön war es trotzdem. Der zweite Stopp hat uns dann allerdings begeistert, wir sind zu einem alten Frack gefahren, was wir dann auch nur beim Schnorcheln perfekt sehen konnten, das ist mal etwas ganz anderes und war eine tolle Erfahrung.

Am Abend legte die Mein Schiff 5 dann das letzte Mal ab, mit dem bekannten Lied zum Auflaufen „Große Freiheit“ von Unheilig … man lernt wirklich solche kleinen Rituale zu schätzen, es zieht einem zum Auslaufen an Deck, den Sonnenuntergang und die Stimmung genießen. Und ja, wenn man weiß, dass es das letzte Mal ist kommt Wehmut auf.

Nach einem letzten Seetag endet unsere Reise auf der Mein Schiff 5 nach 14 tagen wieder in der Dominikanischen Republik.

Und unser Fazit ist, das wir jeder Zeit wieder eine Kreuzfahrt machen würden, seekrank ist niemand geworden, wobei wir auch nie mehr als 2 Meter hohe Wellen hatten, was für ein Schiff der Größe ja nichts ist. Richtigen Seegang bräuchte ich glaube ich nicht. Denn ich gehöre zu der Kategorie Mensch, der merkt das sich das Schiff bewegt, selbst wenn das Meer glatt wie ein Kinderpopo ist, was nicht schlimm ist, aber auch nicht schlimm werden muss. Zu viele Menschen, nein, eingesperrt, mein … Seetage sind okay, wie viele davon man am Stück braucht, ist sicher Geschmacksache. Direkt nach der Tour fand ich einen ausreichend … mit Abstand überlege ich sogar an Transatlantikreisen, was aber mehr man Zeil als an den Seetagen liegt.

Die Kabine … für uns ist eine Innenkabine ausreichend, unsere lag auf Deck 9 und ganz vorne, auf letzteres würde ich zukünftig gerne verzichten, da ich die Vibrationen Nachts schon war genommen habe … aber zur Not gibt es Schlaftabletten, die auch dieses Problem lösen würden. Eine Außenkabine ist nur wegen dem Fenster für uns keine Alternative, wenn dann müsste es schon eine Balkonkabine sein … und da müsste der preis stimmen, sonst investiere ich die Zusatzkosten lieber in Ausflüge.

Alles in allem … die nächste Kreuzfahrt wird kommen, wahrscheinlich schneller als ich direkt danach dachte, was aber nicht am Schiffsleben liegt, sondern daran, dass es so wahnsinnig praktisch ist, das man so viel sehen kann. Ich finde eine Kreuzfahrt bei weitem entspannter als eine Rundreise … und bin immer wieder überrascht, wo die Schiffe mich überall hinbringen würden. Dennoch nur noch Kreuzfahrt, nein das ist auch keine Option, aber immer gerne wieder.

Wenn Ihr noch etwas mehr über die Karibik oder die Mein Schiff 5 lesen wollt, schauf gerne bei unseren anderen Beiträgen vorbei.

Die Karibik und Die Mein Schiff 5

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