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Mexiko

 

Mexiko – Das Land der Mayas und Mythen


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Warum Mexiko

 

Als wir uns entschlossen nach Mexiko zu reisen, war das eine ehr spontane Entscheidung, weder hegte einer von uns schon lange den Wunsch, noch gab es einen anderen konkreten Grund. Vielmehr war es so, dass wir immer mal wieder von Freunden und Bekannten gehört hatten, dass es sehr schön sein solle, traumhafte Strände gäbe, und natürlich das Land viel biete, was es anzuschauen uns zu erkunden gäbe.

Tja und das hörte sich doch gut und nach der perfekten Kombination aus Kultur und Erholung an, also wurde es 2015 Mexiko.

Geografisch hatten wir uns für die Region Riviera Maya und hier für ein Hotel in der Nähe von Playa del Carmen entschieden, was so circa 70 Kilometer südlich von Cancun liegt. Zum einen weil uns die Hotels dort zusagten, sie waren zwar auch groß, aber bei weitem nicht solche Klötze wie zum Beispiel in Cancun selber. Und zum anderen war die Lage für den einen oder anderen Ausflug günstig.

 

 

 

Die Anreise

 

Wir sind zu der Zeit per Direktflug mit der Condor geflogen, was einem hier lieber ist kann man glaube ich schwer sagen. 12 Stunden sind eine lange Zeit, ob man sie nun an einem Stück im Flugzeug verbringen mag, oder lieber bei einer Verbindung mit Zwischenlandung die Chance haben will, sich die Füße zu vertreten, muss wohl jeder für sich selber wissen.

In meinem Fall muss ich sagen, auch wenn mir der Flieger mit der Zeit immer enger erscheint, ich fliege lieber am Stück, bin somit meist auch schneller da und hab die Anreise hinter mir.

Nach dem Flug, dem Bustransfer und dem einchecken im Hotel, waren wir gut auf dem Zimmer angekommen, und eins stand fest im Juli ist es verdammt heiß in Mexiko und 8 Stunden Zeit Verschiebung sorgen für ein mächtiges Jetlag, zumindest bei mir. Somit hieß es Koffer aufs Zimmer, duschen und erst mal ein Stündchen Schlafen.

 

 

Die ersten Tage

 

Nach ein paar Stunden Schlaf war der Jetlag behoben, was man von den Temperaturen nicht sagen konnte. Versteht mich nicht falsch, uns war schon klar, das wir im Süden waren und auch das es warm sein würde, was wir trotz vieler anderer Urlaube etwas unterschätzt hatten, war die zu dieser Jahreszeit hier sehr sehr hohe Luftfeuchtigkeit, und das gepaart mit in dem Jahr außergewöhnlich hohen Temperaturen, war dann doch gewöhnungsbedürftig. Und es sollte sich in den kommenden Tagen rausstellen, dass wir uns nicht so wirklich daran gewöhnen würden.

Die ersten zwei drei Tage verbrachten wir erstmal am Pool unseres Hotels, unter anderem in der Hoffnung auf Akklimatisierung. Aber wir durften recht schnell feststellen, das das ein Wunschtraum war, es war Tag wie Nacht einfach sehr warm und vor allem sehr schwül. Und da ab Mittags der Pool auch ehr einer Badewanne glich, und das trotz seiner Größe und Frischwasserzulauf, hatten wir entschlossen das wir genauso gut auf Ausflügen schwitzen können. Und es gibt ja nun auch wirklich schlimmeres im Urlaub, als ein Luxusproblem wie … zu warm.

 

 

 

Kultur und Ausflüge

 

Als erstes haben wir einen Ausflug zur Mayastätte Tulum gemacht. Tulum ist zwar im Verhältnis eine überschaubare Anlage, was aber kein Nachteil ist. Man kann mehrere Bauten der Mayageschichte ansehen und gerade durch die kleinere Anlage geht das auch wunderbar ohne Reiseleitung oder Führer. Allein wenn man durch die Anlage spaziert kann man viel sehen und entdecken, und schon hier in einer ehr kleineren Anlage war ich wieder mal erstaunt, wie Menschen, soweit vor unserer Zeit, das erbauen konnten.

Das einzige Manko hier war der Strand. Tulum ist ja unmittelbar am Strand gelegen und man sieht in Berichten oder auf Bildern unterhalb der Anlage immer einen wundervollen Strand. Zum einen muss hier mal gesagt werden, dass ich mir keine Tageszeit vorstellen kann, wo dieser kleine Strandabschnitt so menschenleer ist wie auf diesen Bildern, und daher wirkt er natürlich auch live nicht so anmutig. Zum anderen holte uns hier ein kleiner Nachteil unseres Mexikourlaubs ein … Seegras! In diesem Jahr fand man es in großen Massen an allen Stränden, und es trübte das Bild was halt viele von mexikanischen Stränden haben, denn sie wirkten weder Karibik ähnlich, noch außergewöhnlich schön.

Aber so etwas sind Naturereignisse für die Niemand etwas kann, oder an denen man zumindest in diesem Moment nichts ändern kann, somit kann und sollte man es einfach akzeptieren, und wir haben uns unweigerlich gefragt, wie lange uns die Schönheit unserer Natur wohl generell noch erhalten bleibt.

 

Eine weitere Maya Stätte, die wir uns angesehen haben war Coba, mitten im Wald gelegen, und mit einer eindrucksvollen Attraktion, denn die 42 Meter hohe Pyramide die auf dieser Anlage steht, gibt einem die Gelegenheit zu einem genialen Ausblick, wenn man sich dann die Mühe macht ihre 120 Stufen hochzusteigen.

Es sei hier allerdings erwähnt, das sollte man die Pyramide erklimmen wollen, sollte man gut zu Fuß sein, und das nicht nur wegen der großen Anzahl der Stufen, sondern auch weil die Stufen unterschiedlich hoch oder breit sind, teilweise halt auch nicht mehr zu 100% erhalten, und so etwas wie ein Geländer gibt es nicht. Dazu kommt, dass man ganz sicher nicht der einzige ist, der den Wunsch hat, nach oben oder unten zu gelangen. Und für Leute mit etwas schwachem Kreislauf, bitte auch hier an die Temperaturen denken, man sah immer wieder Leute erst mal länger auf der Hälfte sitzen bleiben, weil sie die Kombi aus alle dem unterschätzt hatten.

Der Weg zu der Pyramide war dagegen gut zu meistern, auch wenn sie Mitten im Wald liegt, waren die Wege gut ausgebaut und wer nicht zu Fuß gehen wollte, dem stand sogar eine Art kleiner Rikscha zur Verfügung, welche einen gegen Gebühr bis kurz vor die Pyramide fuhr.

Einer unserer Weiteren Ausflüge, welcher für mich definitiv eins der Highlights war, führte uns zum Strand von Akumal zum schwimmen und Schnorcheln mit den Schildkröten. Leider war zwar auch hier das Seegras ein Problem, denn zum einen mussten wir durch den Teppich durch um dahinter dann überhaupt Schnorcheln zu können, was ich aber viel schlimmer fand, war das uns unser Guide erklärte das es für die Schildkröten zur tödlichen Falle werden kann. Das Seegras schwimmt in großen Teppichen an der Wasseroberfläche und wenn die Tiere darunter nach Futter suchen und dann zum Lufthohlen auftauchen müssen, kommen sie oft nicht durch und können dann unter Umständen ersticken. Und so kommen natürlich auch immer weniger dieser wie ich finde sehr schönen und faszinierenden Tiere in diese Bucht.

Wir hatten trotz Seegras das Glück mehrere von Ihnen zu sehen, und ihnen zum Teil auch recht nah zu kommen. Natürlich tummeln sich in der Bucht auch noch andere Unterwasserbewohner, die man sehen kann, alles in allem war für mich dieser Ausflug an dieser Stelle schon sein Geld wert.

Aber es ging ja noch weiter, wir sind zu einem Gelände gefahren, auf dem sich drei Cenoten befinden, um dann später auch in einer von Ihnen zu Schnorcheln.

Cenoten sind natürlich entstandene „Löcher“ mit einem Süßwasser See. Sie entstehen dadurch dass die Decken von Höhlen praktisch einstürzen, was hier immer mal wieder vorkommt, da das Land hier aus Kalksandstein besteht.

Durch das glasklare Wasser kann man schon allein nur beim durch schwimmen, immer wieder interessante Gebilde auf dem Grund sehen. Und je nach dem wie die Sonne steht bricht sich das Licht in vielen schönen Farben auf dem Wasser. Natürlich findet man auch hier beim Schnorcheln kleine Fische oder Schildkröten, es ist einfach ein tolles Erlebnis mitten in der Natur. Und definitiv eine Abkühlung, denn das Wasser hier ist dann doch ehr kühl.

Tja und wir wussten nach diesem Ausflug, dass uns die Unterwasserwelt fasziniert, und wir sicher nicht zum letzten Mal geschnorchelt sind.

Außerdem haben wir noch den Park X-Caret besucht, es ist eine Art Freizeitpark in dem sich fast alles ums Wasser dreht. So einen Park zu besuchen ist ja immer Geschmacksache, was hier aber auf jeden Fall außer Frage steht, ist das es in diesem Fall teuer ist. Schon der Eintritt selber war kein Schnäppchen, aber es ist hier nicht wie bei uns, das man mit dem Eintritt auch automatisch Zugang zu den Attraktionen hat, sondern das meiste und natürlich das spannendste kostet hier alles noch mal extra und das nicht zu knapp.

Es gibt natürlich auch ein paar kostenlose Dinge, zum Beispiel kann man sich durch eine Art Fluss treiben lassen, mit kleinen Höhlen und so etwas. Das schwimmen an unterschiedlichsten Stellen und auch das Schnorcheln ist kostenlos, sofern man eine eigene Ausrüstung hat.

Ebenfalls kann man eine ganze Menge Tiere beobachten, Schildkröten, Rochen, Riff Haie, Pinguine, eine Seekuh und auch Delfine.

Aber Dinge wie mit den Delfinen schwimmen, für Kinder das Füttern von Rochen und auch das Abtauchen mit einem Taucherhelm, so etwas kostet alles.

Uns hat es dennoch gut gefallen, was daran liegen mag, das wir zum einen wussten, das wenn Zusatzkosten entstehen, zum anderen uns vor Ort dazu entschlossen haben nichts dieser Dinge zu tun, das aus den unterschiedlichsten Gründen, mal war es uns einfach zu teuer, mal einfach zu touristisch gemacht.

Da unser Hotel einen Shuttle nach Playa del Carmen anbot, haben wir diesen auch in Anspruch genommen und man muss sagen es ist eine willkommene Abwechslung in den Abendstunden hier durch die Straßen zu schlendern, es ist natürlich alles sehr auf Touristen abgestimmt, aber das hab ich auch schon schlimmer gesehen.

  

Fazit und Tipps

 

Alles in allem ist Mexiko eine Reise wert, man sollte nur auf die Jahreszeit achten, je nach dem wie warm und schwül man es gerne haben möchte.

Wer in dem Jahr Badeurlaub machen wollte und von den Karibik ähnlichen Stränden geträumt hatte wird enttäuscht gewesen sein, aber das war nicht immer so, wir haben viele Leute getroffen, die es vor Jahren anders erlebt haben, und ob das Problem mit dem Seegras noch existent ist vermag ich nicht zu sagen. Ich persönlich kann nur sagen, dass jedes Hotel sich wahnsinnige Mühe gegeben hat das Problem zu lösen, aber das Seegras war einfach schneller wieder da und hat Teppiche auf Wasser und Strand gebildet als es abgetragen werden konnte. So etwas ist schade, aber ein Naturereignis was man niemandem zum Vorwurf machen kann, und aus meiner Sicht ehr ein Grund das man über das was wir hin und wieder unsere Natur antun hier und da mal nachdenken sollten.

Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass man besser ein paar Brocken spanisch oder englisch können sollte, denn nur mit deutsch kommt man nicht überall weiter, auch wenn sich jeder im Hotel und auch außerhalb Mühe gibt, es macht es oft einfach leichter ein paar Fremdsprachen Kenntnisse zu haben.

Die Ausflüge kann man wenn man will in den Hotels bei den Agenturen auch mit deutscher Führung buchen, aber da sind sie definitiv teuer.

Wir fanden das Land schön, die Maya Kultur interessant und die Leute sehr nett, somit können wir eine Reise nach Mexiko nur empfehlen.

 

Den Bericht zum Hotel findet ihr hier

 

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Marokko

Marrakech, die rote Stadt

Der Flair von 1000 und 1 Nacht

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Wir kommen gerade von einer Woche Urlaub in Marrakech zurück und die Eindrücke sind noch ganz frisch, also will ich das doch gleich nutzen und etwas darüber erzählen.

 

Die Entscheidung für Marrakech wurde bei uns aus der Neugier heraus geboren, ich hatte von vielen vom berühmten Flair von 1000 und 1 Nacht gehört, einer eigenen Welt innerhalb der Medina, der Altstadt von Marrakech, und dem bunten Treiben auf den Souks, den Märkten. Und nun wollten wir das einfach mal selber sehen und erleben. 

Da wir diesmal nur eine Woche Zeit hatten, haben wir uns dazu entschlossen, diese komplette Woche in Marrakech zu verbringen, da uns ein Transfer an die Küste, zum baden, für die uns zur Verfügung stehende Zeit doch etwas zu weit war. Und bei allem Kulturinteresse waren doch auch ein zwei Tage einfach nur Erholung im Plan.

Der Wunsch nach ein Paar Tagen Nichtstun war auch der Grund, warum wir uns für ein Hotel ein paar Kilometer außerhalb von Marrakech entschieden haben, und durch den vom Hotel kostenlos angebotenen Shuttle in die Stadt war uns die Möglichkeit jederzeit unkompliziert dort hinzukommen gegeben.

Marrakech ist eine zweigeteilte Stadt, zum einen ist da die Altstadt, die Medina, welche bis heute von einer 20 km langen Mauer umzogen wird. Die Mauer umzieht heute die Altstadt, das jüdische Viertel und die Gärten von Almohaden. Auf der anderen Seite ist die Neustadt, welche sehr modern ist und daher für uns ehr uninteressant, war. Die Medina, das Treiben innerhalb dieser Mauer ist das, was uns und wohl auch die meisten Touristen interessiert.

Und es ist wirklich wie man es oft erzählt bekommt, es ist eine andere Welt, wobei der Flair von 1000 und 1 Nacht sich ehr etwas versteckt hält.

 

Die Straßen und Gassen sind alle sehr klein und verwinkelt. Uns würde es schon Nerven kosten hier mit einem PKW durchzufahren, für die Einheimischen stellt das keine Herausforderung da, es ist für sie kein Grund nicht mit Rollern, Fahrrädern, Eselgespannen, Pkws und auch kleinen Bussen und Transportern dort zu fahren. Wie in anderen afrikanischen Ländern auch, kann ich mir nicht im Traum vorstellen hier selber zu fahren, somit haben wir es auch bevorzugt die Medina zu Fuß zu erkunden. Und ganz ehrlich selbst das bleibt immer mal wieder eine Herausforderung, da man immer wieder damit beschäftigt ist irgendwas mit Rädern auszuweichen.

Es ist abenteuerlich durch die kleinen Gassen zu gehen, was man sieht ist für Europäer ehr ungewohnt, was wir vielleicht als etwas baufällig und dreckig empfinden ist hier normal, was für uns ehr unhygienisch scheint hier Standart. Da es nun nicht unser erstes afrikanisches Land war, war uns das nicht alles so neu, was aber auch ich so noch nicht life gesehen hatte, war ein einheimischer Markt, wo rohes Fleisch und Fisch einfach so vor den Ständen hängt. Oder einen Stand in dem im hinteren Bereich die Hühner in Käfigen sitzen und vor sich hin gackern, und links im Vordergrund die frischen Eier verkauft werden und rechts daneben, die frisch geschlachteten Hühner.

Wir kennen es halt nicht, das oben auf dem Tresen das frisch geschlachtete Tier ausgenommen und dann verkauft wird, und vor den Füßen des Käufers mit den übergebliebenen Resten die Katze gefüttert werden J Aber hier, innerhalb dieser Mauern ist das noch ganz normal.

Sehr faszinierend fand ich hier die absoluten Gegensätze, die wenn man einfach nur durch die Straßen der Medina geht, auf den ersten Blick gar nicht sieht. Wir hatten das Glück, das ein paar Gassen hinter diesem Markt ein Hotel, ein so genanntes Riad uns seine Türen geöffnet hat, damit wir es uns einmal ansehen konnten. Und da war er dann, der Flair aus 1000 und 1 Nacht, viel größer können Unterschiede wohl nicht sein. Man tritt von einer ehr unansehnlichen Gasse durch eine schwere Holztür in den Innenhof eines wunderschönen Innenhof eines kleinen Hotels. Sauber, gepflegt, grün, ruhig und angenehm kühl. Es gibt viele dieser Riads, und man sieht eigentlich keinem seinen Zauber an, man sieht allerdings auch keinem seinen Preis an, und der ist nach oben definitiv unbegrenzt offen.

Bevor wir in das Labyrinth der Souks eingetaucht sind, haben wir uns noch die Saadier Gräber und den Bahia Palast angesehen. Es gibt hier vielleicht nicht soviel zu sehen wie man sich bei den schwungvoll klingenden Namen vorstellt, dennoch hat jedes einzelne seinen Höhepunkt. So ist das größte der Gräber sehr gut erhalten, und auch wenn man nur durch eine Art Eingang einen Blick hinein werfen kann, ist es beeindruckend zu sehen was Menschen früher gebaut haben. Auch die Innenhöfe des Bahia Palastes mit seinen gut erhaltenen Holz- und Gibs Schnitzereien sollte man durchaus mal gesehen haben.

Wir haben auch vor der bekannten Koutoubia Moschee gestanden, da Moscheen in Marokko aber von nicht Muslimen nicht betreten werden dürfen, kann man diese nun mal nur von außen besichtigen, die Größe ist beeindruckend, die Geschichten zu Bau auch, aber mehr ist es dann hier auch nicht. 

Dann haben wir uns voller Neugier in das Getümmel der Souks, der Märkte in Marrakech gewagt. Das erste was auffiel, es geht immer noch ein wenig enger und noch ein wenig verwinkelter, aber wer glaubt hier passe dann nichts mehr mit Rädern hindurch, der unterschätzt die Roller und Eselskarren gewaltig.

Die Souks sind für unser Empfinden sehr unübersichtlich, von jeder noch so kleinen Gasse gehen wieder x weitere Gassen ab, als Tourist kann man sich hier ganz problemlos verlaufen. Für die Menschen dort oder auch für uns auf den zweiten Blick, hat es System, es gibt für jedes Gewerbe einen Bereich. Holzschnitzer, Schumacher, Gerber, Teppichhändler, Gewürzverkäufer … es dürfte nichts geben, was man in den Souks nicht bekommen kann.

Was ich so noch auf keinem Markt in irgendeinem andern Land gesehen habe war, dass die Waren nicht nur an diesen Ständen verkauft wurden, sondern sie wurden auch direkt davor oder daneben hergestellt. Man kann also quasi rechts den fertigen Schuh kaufen und sieht links wie er von Hand gefertigt wird, das Leder gegerbt oder zugeschnitten und die Einzelteile miteinander vernäht werden.

     In den Bereichen wo Metall oder Holz verarbeitet wird stehen in kleinsten Räumen Maschinen, es wird geschweißt und gehämmert, und wenn man sich vor 10 Metern noch auf einem Markt fühlte, meint man eben diese 10 Meter weiter man wäre in einer Werkstatt. Es ist definitiv ein Erlebnis. Die Händler hier sind wie alle, sie wollen verkaufen, aber ich war doch sehr positiv überrascht, denn sie sind bei weitem nicht so aufdringlich wie anderswo und um so tiefer man in die Souks eintaucht, um so weniger Touristen also da sind, um so entspannter wird es. In den Souks selbst gehört es zum guten Ton zu handeln, aber auf den eben erwähnten Lebensmittelmärkten der Einheimischen haben die Waren feste, tagesaktuelle Preise.

Etwas Vorsicht ist bei herumlaufenden Straßenhändlern geboten, hier sollte wohl jeder selber wissen, ob er sich das geben möchte oder nicht, diese Jungs wollen nicht immer beim ersten klaren „nein“ auch zu Kenntnis nehmen das man kein Interesse hat und sind dann doch schon mal etwas anhänglicher. Abstand sollte man auf jeden Fall davon nehmen Leute Geld zu wechseln, denn hierbei wird man nur allzu gerne übers Ohr gehauen, auch bettelnde Kinder sollte man, so schwer wie es auch oft fällt, ignorieren, nicht nur das man sie schwer wieder los wird, wenn man erst mal einem was gegeben hat, werden es auch sehr schnell mehr.

 Was das fotografieren angeht, verhält es sich wie in vielen andern Ländern auch, mal sollte die Einheimischen erst fragen bevor man sie fotografiert, oft reicht bei der „normal Bevölkerung“ eine nette Frage für eine Erlaubnis auch aus. Auf den Bekannten touristischen Plätzen oder gar dem Djemma el Fna, dem Gauklerplatz, wo in typische Trachten gekleidete Männer stehen, oder Schlangenbeschwörer zufällig in dem Moment ihre Kunst zeigen, wo man vorbei geht, muss man damit rechnen, das diese Leute Geld dafür erwarten, das man Fotos macht. Und sie können ungemütlich werden, wenn Sie es nicht bekommen.

Der Gauklerplatz füllt sich zum Nachmittag hin immer mehr mit Ständen aller Art, und das Treiben nimmt von Stunde zu Stunde zu. Es werden Garküchen, Grillstationen und Saftstände aufgebaut. Es kommen Schlangenbeschwörer, Gaukler mit Affen und Frauen die Henner Tattoos anbieten. 

Man kann um den ganzen Platz herum, wie eigentlich auch sonst sehr oft in Marrakech, schön auf Dachterrassen sitzen und dem Treiben zuschauen, zu sehen gibt es definitiv genug.

      Preislich ist Marrakech kein Schnäppchen, aber bei weitem auch nicht so überteuert wie man es sonst schon mal hat. Man kann für Softdrinks in der 0,3 l Flasche mit 2,50 € rechnen, essen kann man auch recht günstig, wenn man das einheimische Essen mag.

Was das Klima angeht, sollte man wenn man es nicht gerne ab 40 Grad aufwärts mag lieber die Zeit ab Mitte Juni bis Mitte Ende August meiden, unser Frühling oder auch unser Herbst ist da wohl die entspannter Reisezeit.

Unser Fazit zu Marrakesch, ja es ist definitiv eine ganz andere Welt, in welche man durchaus mal eingetauscht sein sollte. Der Flair aus 1000 und 1 Nacht hat sich mir oberflächlich aber ehr selten gezeigt, und wenn ich ihn gefunden habe hat man sich diesen durchaus gut bezahlen lassen.

Es war schön, aber das mich dieses Land wie einige andere so gepackt hat, das ich sofort noch mal hin möchte, kann ich nicht sagen. Es war eine Reise wert, aber für mich ganz persönlich aber eben auch nur eine. Aber hier muss man ganz klar sagen, ist es ja gut, dass jeder Mensch seine ganz persönlichen Empfindungen und Vorlieben hat. 

Wenn Euch gefällt was Ihr lest, folgt uns doch gerne. Mehr zu unserem Hotel in Marokko könnt Ihr in meiner Hotlbewertung dazu lesen.