Das Labranda Targa Club Aqua Parc

Das LABRANDA Targa Club Aqua Parc

Marokko, Marrakech

 

 

Lage und Umgebung des Hotels, LABRANDA Targa Club Aqua Parc, waren wie erwartet. Das Hotel liegt etwa 4 km außerhalb von Marrakech, um das Hotel herum ist eigentlich nichts. Die Stadt ist aber mit einem Hotel eigenen Shuttle gut zu erreichen, man sollte diesen zwar reservieren, aber das ist kein Problem. Der Flughafentransfer kann trotz dem nahen Flughafen schon mal etwas dauern, da man unter Umständen erst mal eine kleine Rundfahrt zu anderen Hotels macht, welche auch durchaus innerhalb der Medina liegen können. Für uns persönlich war es nicht weiter schlimm, so hat man dann auch schon gleich mal einen Eindruck von der Stadt bekommen. In etwa 30 Minuten waren wir hin unterwegs, zum Abflug hat es etwas länger gedauert.

 

Die Zimmer sind, wenn man danach geht was man bezahlt hat völlig ok. Dazu muss ich hier jetzt allerdings sagen, das wir laut Buchung eine Juniorsuite hatten, vor Ort war es ein gutes Doppelzimmer, was ein kleines Sofa mit im Raum hatte, welches halt nicht im Hauptgebäude, sondern in einem der Nebengebäude war. Man konnte hier nichts mit dem Begriff Juniorsuite verbinden, und wenn ich das tue, dann möchte ich lieber nicht wissen, wie hier ein Standartzimmer aussieht. Für uns war das ok, aber wer extra so bucht und sich auf eine Suite freut, oder mit der Vorstellung zu einer handelsüblichen Juniorsuite dort anreist, dürfte sehr enttäuscht sein.

 

Ansonsten hatte das Zimmer zwei einzelne Betten, die sich aber zusammen schieben ließen, einen Schrank, einen Schreibtisch mit Stuhl und einen Kühlschrank. Sowie einen Fernseher. Eine kleine Terrasse mit zwei Stühlen und einem Tisch. Das Bad war ausreichend groß, ein WC ein Waschtisch und eine Dusche, Es war also alles da was man gebraucht hat, es war von der Einrichtung her dunkel gehalten, ansonsten kann man den Zustand des Zimmers als ok bezeichnen, kleinere Mängel waren da, haben unseren Urlaub aber nicht trüben können. Das Zimmer war bei Ankunft sauber, und es wurde auch regelmäßig gemacht, aber mehr auch nicht, richtig gesäubert wie man es sonst kennt war hier eher nicht der Fall. Wenn am ersten Tag sich Staub oder Dreck in der Ecke gesammelt hatte, dann lag er da am letzten Tag auch noch. Wenn man sich mal ein Zierkissen unter das normale Kissen gelegt hatte zum Fernsehen, dann blieb dies auch da liegen. Auch hier kann ich nur sagen, für uns kein Problem, aber man kennt es halt anders. Es stellt sich hier halt die Frage was man erwartet. und was man dann bekommt.

 

Service, ja, das ist das einzige was man hier nicht schön reden kann und was ich auch nicht schöner reden will als es war. Mal von der Mentalität der Menschen abgesehen, das sowieso alles etwas langsamer geht, und davon abgesehen, das wir zur Zeit des Ramadan da waren, gab es wenn man es mal real betrachtet so gut wie keinen Service. Wenn man ihn erbeten hat, oder etwas erfragt hat, dann bekam man es und das auch schnell, aber von alleine passiert hier nichts, oder zumindest nur das aller nötigste.

Ein paar Beispiele, egal wann und wo, auch abends in der Bar musste man sich seine Getränke selber holen, und man bekam Getränke wie eine Cola eigentlich NIE in einem Glas, auch nicht abends an der Bar, es gab einen Pappbecher in der Größe eines Espressobechers. Wenn man ein Glas erbeten hat hieß es wäre keins da, und die wenigen die da seinen müsse man für die alkoholischen Getränke aufheben.

 

 

 

Im Restaurant wurden die Tische ein mal pro Abend eingedeckt, kam man also nicht um sieben zum Essen, wo es sehr voll war, sondern erst um acht, musste man sich Besteck, Serviette, und natürlich Gläser, falls es denn überhaupt welche gab, zusammensuchen. Abgeräumt wurden die Tische schnell, aber halt auch nicht mehr, einen feuchten Lappen um eventuelle Reste herunter zu wischen, nein der war nicht da. Man sah immer gut welche Gäste schon länger da waren, denn diese kannten das Problem und gingen selber an die Waagen der Kellner um sich alles was sie so brauchten, auch Wein oder dergleichen zu hohlen. Auch hier ging auf Nachfragen der entsprechende Kellner sofort auf die Suche nach dem was man brauchte, aber auch eben nur dann.

 

 

Am Pool gab es genau eine Möglichkeit Getränke zu bekommen, und das wieder in den tollen Pappbechern, und egal wie viel Mühe sich der eine einsame Kellner der hinter dieser Bar stand gab, die Schlange davor konnte er alleine nicht abarbeiten. Und so musste man halt auch bei über 30 Grad schon mal eine viertel Stunde auf seine Getränke warten.

Was in dem Zusammenhang positiv erwähnt werden muss, sind die Jungs am Pool, die einem die Schirme dorthin gerückt haben wo man sie haben wollte und sie öffneten, was halt auch daran lag, das man das selber nicht konnte, da man erst wissen musste, das die Schirme nur auf bleiben, wenn man von einem Busch ein Stöckchen abbricht und dies als Halterung benutzt.

 

An der Rezeption wurde man schon beim einchecken an die Agentur vor Ort verwiesen, und hier sei ebenfalls mal Lob ausgesprochen, die Herrschaften dort haben sich immer um alles gekümmert, jede Frage beantwortet und waren sehr nett. Sie waren auch dafür zuständig Ausflüge zu verkaufen, aber keineswegs darauf aus nur dass zu tun. Sondern haben wirklich jede frage auch zu Land und Leuten, oder bezüglich des Hotels beantwortet, und das sogar in Deutsch.

 

Die Gastronomie des Hotels beschränkt sich auf ein Restaurant, in dem das Essen durch die Reihe gut war, etwas schwierig wird es wenn man kein einheimisches Essen mag, denn dazu bot sich nicht so viel Alternative, es sei denn man gibt sich mit Pizza und Nudeln zufrieden. Beim Frühstück habe ich lieber die Finger von Wurst und Käse gelassen, da diese nicht mehr so appetitlich aussahen, aber ich habe problemlos ausreichend Alternativen dazu gefunden. Was generell halt auch hier wieder unschön war, war der Mangel an Tellern, Besteck, Tassen und Gläsern. Am Anfang lag im Salatbuffet EIN Löffel für x Schälchen, das wurde später etwas besser, aber man musste hier klare Abstriche machen.

 

Was Sport Unterhaltung und den Pool angeht, waren wir zufrieden, es waren drei Pools und ein separates Kinderbecken auf der Anlage, im vorderen Bereich zwei Pools zu schwimmen, und einer mit vier Rutschen. Und im hinteren Teil, ruhig gelegen ein weiterer Pool, nur für Erwachsene.

 

Wer meinen Reisebegleiter kennt, weiß das die Rutschen ausgiebig getestet werden mussten, und ja es ist eine nette Abwechslung, dann aber doch eher ein kurzweiliger Spaß. Ansonsten konnte man Tischtennis spielen, Feder- oder Volleyball oder sich in die Hände der Animation geben, Die Jungs und Mädels waren sehr nett, präsent aber nie aufdringlich und haben es immer gut gemeint. Wer also was machen wollte hatte die Möglichkeit dazu. Etwas unschön war es, das es abends zwar Live Musik gab aber kaum Sitzgelegenheiten um draußen zu sitzen, und da wo man sitzen konnte, war es schnell voll und sehr laut. Somit war man doch eher versucht sich mit einem Getränk auf die eigene Terrasse oder Balkon zu begeben.

Zum guten Schluss bleibt zu sagen, das Hotel ist ok, wenn man dass Preis – Leistungs- Verhältnis betrachtet. Wenn man, wie so oft gesagt, den Preis den wir gezahlt haben sieht war es halt ok, wer etwas mehr erwartet, egal wovon sollte hier nicht buchen. Die Anlage ist schön und übersichtlich, klare Mankos gibt es im Restaurant, das Essen ist durchaus ok, aber der Service ist eigentlich gar nicht vorhanden. Wir hatten einen netten Urlaub, in Anbetracht des günstigen Preises, uns jedoch bewusst noch mal für dieses Hotel entscheiden würden wir nicht. Es war unser erster Urlaub mit Sonnenklar TV und unser erster Urlaub in einem Labranda Hotel und wir hoffen es geht besser.

Falls Euch gefallen hat was Ihr lest, folgt uns gerne, oder teilt meine Beiträge. Was wir sonst noch alles in Marokko erlebt haben, könnt Ihr in meinem Reisebericht dazu nachlesen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*