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Die Mein Schiff 5

Die Mein Schiff 5

*Werbung wegen Markennennung und Verlinkung*

Eine Karibikkreuzfahrt mit der Mein Schiff 5

Schon lange wollten wir mal eine Kreuzfahrt machen, austesten, ob es etwas für uns ist – der Hype darum wächst ja immer mehr – aber das muss ja bekanntlich nichts heißen. Es hatte sich die letzten Jahre einfach nicht ergeben, umso schöner als dann unverhofft über sonnenklar TV ein Angebot für die Kreuzfahrt quer durch die Karibik zu einem tollen Preis auftauchte. Wir haben kurz überlegt und dann mit Glück noch Plätze bekommen. Eine Innenkabine auf der Mein Schiff 5 auf der obrigen Route, dazu kam noch eine Vorübernachtung in der Dominikanischen Republik.

Bei mir ploppten dann sofort eine ganze Menge Fragen auf.

 -werde ich seekrank?

– werden wir genug Zeit haben, uns die Inseln anzuschauen?

– wird uns eine Innenkabine reichen?

-wird uns das Schiffsleben gefallen oder wird es uns zu eng mit all den Menschen?

– wird uns das Kreuzfahrtvirus packen und werden wir danach keinen anderen Urlaub mehr machen?

Fragen über Fragen – und nach unserer ersten Kreuzfahrt haben wir nun die Antworten.

Dass für mich wichtigste als erstes, NEIN, niemand von uns ist seekrank geworden. Aber ich gehöre zu den Menschen, die merken das sich das Schiff bewegt – und ja immer, wenn es nicht gerade im Hafen liegt. Manchmal so wenig, dass ich es nur kaum registriere oder über etwas anderes vergesse, aber ich merke es. Richtig heftigen Seegang hatten wir auf dieser Tour nicht, aber das Meer war auch nicht immer so friedlich, wie man es in der Karibik annimmt. Soll heißen, dass es schon so war, das die Passagiere an manchen Abenden einen deutlichen Ausfallschritt machen mussten, um das Gleichgewicht zu halten. Wir hatten zugegeben eine Kabine ganz vorne, wo man ja angeblich die Bewegung des Schiffes noch besser merkt. Aber unabhängig vom Seegang, hab ich die Bewegung des Schiffes besonders nachts als störend empfunden. Es ist für mich in etwa so, als wenn jemand neben dem Bett steht und ständig daran wackelt – und das wird mit der Zeit anstrengend. Daher würde ich Kreuzfahrten über mehr als zwei Wochen und mit mehr als zwei See Tagen an einem Stück eher für mich ausschließen. Und anstatt den Tabletten für die Übelkeit lieber etwas gegen Schwindel mitnehmen.

Das Schiffsleben

Was nun den Platz und die vielen Menschen auf dem Schiff angeht, ich bin ehrlich – für uns gar kein Problem.

Es gibt sicherlich Momente, wo es ein paar Leute weniger sein könnten, aber alles in allem waren wir nie gestört von irgendjemand. Zum Beispiel ist es natürlich an einem See Tag am Pool voll – aber es war immer ein Platz zu finden, der passte. Und ja, auch wenn Passagierwechsel ist, wird es abends im Buffetrestaurant schon mal voll. Da das natürlich das Restaurant ist, was jeder als Erstes findet. Aber wenn man erst mal einen kleinen Überblick hat und weiß was und wo es das alles auf dem Schiff gibt, dann wird man schnell feststellen, dass es immer einen ruhigen Platz ohne zu viele Menschen gibt, man muss sich nur danach umsehen.

Natürlich muss man auch wissen, was man will. Wenn man am See Tag 2 Meter neben dem Pool im Schatten liegen will – dann ist man da definitiv nicht der einzige und es wird dauern einen Platz zu finden. Wenn man im Restaurant am Fenster mit Blick aufs Meer sitzen will und das zu einer der beliebtesten Essenszeiten, wird man ein paar Runden durchs Restaurant drehen müssen, bis man was findet. Ist man aber etwas flexibel, zum Beispiel was die Essenszeiten, oder den Tisch angeht, wenn man bereit ist auch ein Deck höher zu liegen, als der Pool ist, oder sogar ein paar tiefer, dann geht das alles. Früh sein und Liegen reservieren und dann zum Frühstück gehen, ist im Übrigen keine Option – es läuft nämlich den ganzen Tag jemand über das Pool Deck und beobachtet freie Liegen, die nur mit Handtüchern oder Taschen belegt sind, sind diese dann ca. 30 Minuten später immer noch nicht mit Passagieren belegt, markiert er sie, und bei seiner nächsten Runde werden sie, sofern immer noch niemand da ist abgeräumt, und man kann sich seine Sachen beim Pool Boy wiederholen.

Ansonsten muss ich sagen, ist das Schiffsleben schon toll, es gibt eigentlich immer irgendetwas zu tun, es gibt x Bars, genug Restaurants, Shows, Theater, live Musik, kleinere Aufführungen am Mittag, wie Früchte schnitzen … und und und. Die Qualität der Speisen und Getränke ist genial. Auch hier will ich ehrlich sein, ich bin ein All inklusive Fan, und die Mein Schiff Flotte hat da definitiv ein gutes Konzept, bei dem zumindest von uns kein Wunsch offen bleibt.

Besonders zu erwähnen ist hier auch der Wellness Bereich … dieser lässt keine Wünsche offen, und außer Behandlungen Im Spa ist es alles im Preis mit drin, das Fitnessstudio genau so wie die geniale Panoramasauna. Und bevor jetzt jemand fragt … Ja auch auf der Karibik Tour braucht man die Sauna, das Schiff ist gut klimatisiert und den traumhaften Ausblick der Saunen und Ruheräume muss man einfach mal gesehen haben.

Genug Zeit beim Landgang

Was nun die Zeit angeht, die man hat, wenn das Schiff anlegt – tja das kommt sicher auf die Route und somit auf die Häfen an, in denen man anlegt.

Für die Karibik ist es ausreichend gewesen, was zum einen daran liegt, das die Inseln alle jetzt nicht soooo groß sind, und zum anderen daran, das wir immer recht früh angelegt und eher spät wieder abgelegt haben. Die Karibik ist für mich im Nachhinein ein typisches Kreuzfahrtziel – sehr schön, aber kaum eine Insel ist für mich ein Ort gewesen, an dem ich zwei Wochen Urlaub am Stück machen wollte.

Was macht man nun, wenn man angelegt hat, eine geführte Tour, oder geht man auf eigene Faust los? Wir haben beides gemacht und auch hier muss ich sagen, als Kreuzfahrtneuling war es gut vorab Ausflüge gebucht zu haben. Diese Ausflüge sind zugegeben meist teuer, aber einige waren ihren Preis definitiv wert. Es kommt auch hier sicherlich auf das Ziel an, auf den Hafen und die Region in der man anlegt. Und natürlich darauf was man erleben will.

Zumindest was die Karibik angeht, kann man sehr gut auf eigene Faust losziehen, es gibt in jedem Hafen genug Guides und Taxis. Wenn man also nur in die Innenstadt oder an den nächsten Strand will braucht man dafür keine Ausflugsbuchung – auch wenn auch das von der Mein Schiff Flotte angeboten wird – wenn man sich aber wie wir zum Beispiel auf Grenada einige Fabriken zur Produktion von Rum, Schokolade oder Muskatnüssen anschauen mag, dann würde ich das immer wieder geführt machen, schon wegen dem deutschsprachigen Reiseleiter.

Die Kabinenwahl

War unsere Innenkabine es nun wert und war sie ausreichend? Aus unserer Sicht JA. Dazu sei gesagt, dass wir eigentlich nur zum Schlafen auf der Kabine waren, dass einzige was mit Balkon anders gewesen wäre, wäre, dass ich für den ersten Kaffee auf den Balkon gegangen wäre, während mein Mann im Bad war, und mein Mann andersherum die erste Zigarette geraucht hätte. Beides ist uns aber nicht wichtig genug, um den Aufpreis zu zahlen, den man für eine Balkonkabine hinlegen muss.

Eine Außenkabine mit Fenster macht für uns keinen Sinn, denn das Fenster allein macht für uns keinen Unterschied, da reicht dann definitiv die Innenkabine aus. Wenn es eine andere Kabine sein sollte, dann müsste es schon die Balkonkabine sein, das wie gesagt aber nur wenn es ein gutes Angebot gäbe.

Was es zur Kabine noch zu sagen gibt, je nach Route und dem dort zu erwartenden Seegang, wäre ich eher bereit mehr dafür zu zahlen, das ich eine Kabine mittig im Schiff hätte als für den Balkon. Ansonsten muss ich sagen, das die Kabinen wirklich groß sind, vor allem wenn man bedenkt, dass man auf einem Schiff ist, es gibt alles, was man bracht, Doppelbett, Schränke mit viel Stauraum, Fernseher mit kostenloser Videothek und Kameras um aufs Deck zu schauen, Kapsel Kaffee Maschine mit je einer Kapsel pro Person pro Tag gratis, einen Schreibtisch, in unserem Fall eine Couch. Natürlich ein Bad, was definitiv klein ist, aber immer noch groß genug und auch alles hat, was man braucht – Dusche, WC, Ablage Fläche, Föhn und für einen allein genug Platz. Für uns war die Kabinenwahl also perfekt, mehr nimmt man natürlich immer gerne, und wenn das Angebot gut ist, dann ist eine Kabine Upgrade durchaus eine Option.

Das Kreuzfahrtfieber

Viele unserer Bekannten haben uns gesagt, wir sollen nicht mit der Kreuzfahrerei anfangen, denn wenn einen das Fieber erst mal gepackt hätte, dann gäbe es da kein Halten mehr, und man mache keinen anderen Urlaub mehr. Und, wird das jetzt so sein?

Nein, das muss ich leider oder Gott sei Dank sagen, das wird nicht passieren – natürlich war die Kreuzfahrt sehr sehr schön, beeindruckend und aufregend. Und natürlich wird es, wenn wir es ermöglichen können, nicht unsere letzte Kreuzfahrt gewesen sein, aber mit ganz großer Sicherheit gibt es für uns auch noch anderen Urlaub. Dafür ist die Welt zu groß und nicht alles ist per Schiff zu erreichen und es gibt auch Orte, von denen ich vorher weiß, dass ich mehr als ein oder bestenfalls zwei Tage dort verbringen will.

Eine Kreuzfahrt wird für uns auch weiterhin eine Möglichkeit bleiben weit entfernte Ziele, an denen man sich nicht vorstellen kann für zwei Wochen Urlaub zu machen, oder bei denen man nicht weiß, ob sie einen so sehr begeistern, das Klima vielleicht nicht perfekt ist oder man auch einfach nur was die Verpflegung an geht, auf Nummer sicher gehen will, zu bereisen. Wir können uns auch durchaus vorstellen, im fortgeschrittenen Alter so Urlaub zu machen, dann auch in näheren Gefilden, denn das muss man der Mein Schiff Flotte lassen – es gibt hier in der Hinsicht schon das rundum sorglos Paket, auch wenn man nicht mehr so mobil und fit ist.

Unser Fazit zur Kreuzfahrt und Flotte

Kreuzfahrt ja, wenn die Route stimmt, eine Innenkabine ist für uns völlig ausreichend, es dürfen nicht zu viele See Tage am Stück sein, und von Routen, auf denen starker Seegang garantiert ist, würde ich lieber absehen.

Was die Mein Schiff Flotte angeht, da es unsere erste Kreuzfahrt war, können wir das nicht wirklich vergleichen, aber für uns gäbe es keinen Grund nicht wieder auf eine Mein Schiff zu gehen. Was wir zu schätzen wissen ist das definitiv der gute Service, jeder ist jeder Zeit ansprechbar, sehr freundlich und Hilfsbereit. Wenn es was zu beanstanden gibt, versucht man einem umgehend zu helfen. Und jeder der Crew versucht einen den Urlaub so schön als möglich zu gestalten.

Das gute und umfangreiche All inklusive Angebot. Aus unserer Sicht gibt es genug Restaurants – ein großes Buffet Restaurant, zwei á la Card Restaurants, in denen es auch Frühstück gibt, eine Pizzeria und ein 24 Stunden Restaurant mit Burger und anderen leckeren Dingen, bei dem man nicht den Fehler machen sollte, es als Imbiss abzutun. Ein Fisch Restaurant – Gosch – in dem man sowohl Buffet als auch á la Card essen kann, sowie eine Tapas Bar, eine Döner Station und eine Eis Bar. Man kann von Frühstück über spätes Frühstück, Kaffee und Kuchen, Abendessen bis hin zu Mitternachts Snack immer essen und trinken, ja 24 Stunden am Stück, wenn man will.

Die drei weiteren á la Card Restaurants, in denen man zahlen muss, haben wir nicht besucht, da uns das restliche Angebot völlig gereicht und schon fast überfordert hat. Was die Getränke angeht, bliebt da bei uns auch kein Wunsch offen, für wen es wichtig ist, ja auch Marken Alkohol ist im All inklusive Angebot mit drin. Es gibt kaum Getränke oder Cocktails wo man zu zahlen muss und wenn man doch etwas findet, dann ist es mit Sicherheit etwas sehr sehr hochwertiges.

Was für uns ein Grund wäre, ein anderes Schiff NICHT zu buchen, währen feste Tischzeiten, damit kämen wir nämlich gar nicht klar.

Was wir an der Mein Schiff Flotte definitiv noch sehr zu schätzen wissen, ist der große 25 Meter große Pool, und auf einigen Schiffen gibt es dazu sogar noch einen zweiten, und meist zwei bis vier Whirlpools. Denn auch wenn es um den Pool herum voll war, darin war es das nie.

Genau so zu schätzen wissen wir den Sauna und Spa Bereich, der für uns an See Tagen auch immer ein toller Ort zu Entspannung ist.

Somit steht also einer zukünftigen Kreuzfahrt nichts im Wege, aber es wird sicher nicht gleich nächstes Jahr sein.

Wenn Ihr Wissen wollt, wie uns die Karibik gefallen hat, findet Ihr das im Reisebericht „Kreuzfahrt durch die Karibik“

Ansonsten würde ich mich wie immer freuen, wenn Euch gefallen hat, was Ihr gelesen habet, und Ihr etwas hier lassen würdet, einen lieben Gruß, einen Kommentar, ein Lob oder eine Kritik.

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Sonja

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