Kenia das Land für eine Safari und Badeurlaub

Kenia – Safari und die Erfüllung eines Traums

 

Südafrika, Kenia, eine Reise die mich sehr sehr beeindruckt hat, und ganz klar etwas was ich wiederholen möchte.

Der Wunsch oder am Anfang der Traum, einen Urlaub in Südafrika und eine Safari zu machen ist auch ein wenig aus der Liebe zur Tierwelt entstanden, ich mag Tiere sehr und diese dann in freier Wildbahn und in ihrem Lebensraum hautnah zu erleben, war für mich einfach eine faszinierende Vorstellung. Kenia war am Anfang noch kein Bestandteil dieser Vorstellung.

Bei unsern anfänglichen Planungen waren wir uns noch unsicher, wo genau es hingehen sollte und wie lang die Safari dauern sollte.

Wir haben dann viele andere Reiseberichte gelesen und sind immer wieder über Kenia gestolpert, und darüber, dass es für „Ersttäter“ geeignet sei, also fiel somit die Entscheidung für Kenia, im Endeffekt mit der Kombination einer 7 tätigen Safari und eines anschließenden Badeurlaubs. Am Anfang hatten wir zwar kurz in Erwägung gezogen nur 3 Tage auf Safari zu gehen, haben diese Überlegung dann aber schnell wieder verworfen, allein weil wir nicht in Stress verfallen wollten. Und bei den / Tagen erschien es uns einfach erholsamer und auf eine gewisse Weise gemütlicher, nur alle 2 Tage von einer Lodge in die andere zu wechseln, also nicht nach jeder Nacht wieder unsere Sachen packen zu müssen.

Und aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, dass das eine sehr gute Entscheidung war. Heute, und im Nachhinein betrachtet würde ich sogar auf den anschließenden Badeurlaub verzichten und stattdessen ein paar erholsame Tage auf einer Lodge anfügen. Was ich auch nur empfehlen kann, ist mindestens eine Vorübernachtung, bevor man zur Safari startet, denn nach der Anreise und auch allein schon durch die Zeit- und Klimaumstellung ist man schon ganz schön platt und wenn man in Mombasa ankommt erst mal dankbar für ein paar Stunden Ruhe und eine Nacht Schlaf bevor es losgeht. Was ich persönlich bei einem nächsten Aufenthalt auch machen würde, ist darauf zu achten, das die Transfer Zeit vom Flughafen Mombasa zum Hotel ehr kurz ist, denn wie ich jetzt weiß, können bei kenianischen Straßenverhältnissen und der Fahrweise der Kenianer 60 bis 80 km sich schnell mal wie eine Weltreise anfühlen, und locker 3 bis 4 Stunden dauern.

Bei uns sah die Anreise so aus, dass wir von Frankfurt mit Zwischenlandung in Äthiopien nach Mombasa geflogen sind. Eine zusätzliche Landung haben wir noch am Kilimandscharo Airport eingefügt, hier konnten wie allerdings das Flugzeug nicht verlassen, sondern haben nur Passagiere aufgenommen, wurden betankt und so etwas, dennoch stand der Flieger eine gute Stunde hier. Ja und danach kam dann halt noch der Transfer vom Airport Mombasa nach Watamu, der mal eben 3,5 Stunden gedauert hat.

Alles in allem kann ich sagen, waren wir froh als wir da waren und dann eben zwei Nächte im Hotel Temple Point in Watamu Zeit hatten uns zu erholen und zu akklimatisieren.

Das Hotel war auch das von uns gebuchte Hotel für den anschließenden Badeurlaub, wenn Ihr mehr dazu erfahren wollt, lest gerne meine Hotelbeschreibung dazu. Und so blieb unser großes Gepäck dann auch gut untergestellt in diesem Hotel. Auf Safari ist ehr leichtes Gepäck, wie Reisetasche oder Rucksack gewünscht, da zu einen ja alles in die Safari Jeeps passen muss und zum anderen die Träger auf den Lodges auch immer die Sachen hin und her tragen müssen, und da man hier nichts in der Richtung von befestigten Wegen oder sonst etwas wo man einen Trolley darüber ziehen könnte findet, sind die Jungs für jedes Kilo weniger dankbar.

Unsere Safari startete also sozusagen in unserem Hotel in Watamu, von da ging es noch in einem normalen Kleinbus nach Mombasa, wo wir dann in Safari Jeeps umstiegen. Dieser war in unserem Fall mit 6 Leuten besetzt, so das jeder am Fenster sitzen konnte und auch jeder genug Platz zum stehen hatte, wenn in den Nationalparks das Dach offen war.

Von Mombasa aus ging es dann über die Fernstraße A 109, dem so genannten Mombasa Highway zu unserer ersten Station dem Tsavo Nationalpark. Auf dem Hinweg haben wir hier den kleineren Teil, den 9.065 Quadratkilometer großen Tsavo West besucht. Seine Savannen reichen von der tansanischen Grenze im Süden, an der Straße zwischen Mombasa und Nairobi entlang bis zum Athi River im Norden. Das Landschaftsbild hier zeichnet sich durch weite Savannen, Dornbuschebenen und graue Lava Felsen auf.

Im Tsavo West haben wir dann auch (endlich) die ersten Tiere beobachten können, Zebras, Gnus und Büffelherden sowie Nilpferde und die ersten Giraffen und Elefanten.

Unsere erste Unterkunft für zwei Nächte war das Severin Safari Camp. Ich kann hier nicht genau sagen, was wir zur der Zeit erwartet hatten, wir hatten vorher Dinge gelesen, wie das wir nur zeitweise Strom oder warmes Wasser hätten, die Zelte mit festen Dächern überdacht wären und einiges in dieser Richtung … sicher wussten wir das eine Lodge kein 5 Sterne Hotel ist .. aber … was wir hier vorgefunden haben, das hat uns in sehr sehr positiven Sinne sprachlos gemacht. Das was man uns als unser „Zelt“ zeigte, hätte ich in vielen unserer Hotels mal gerne als Zimmer gehabt. Alles passte auch wundervoll vom Stiel zusammen und sehr toll in die Landschaft. Aus unserer Sicht war es Luxus, dieser war aber so schön und unauffällig in die Savanne integriert das man es nicht als störend wahrnahm. Ich denke hier sagen aber Bilder mehr als ich schreiben könnte.

Sowas als Zelt zu bezeichnen fällt mir schon etwas schwer … unsere Zimmer.

Und ja, wen das alles noch nicht überrascht, für der hätte hier auch noch den Pool

Wie später auf den anderen Loges auch gab es ein künstlich angelegtes Wasserloch, an dem sich immer wieder Tierherden trafen, spätestes hier war mir klar ich hätte das Hotel später nicht mehr gebracht. Man steht morgens auf, tritt mit seinem ersten Kaffee nach draußen auf seine kleine Terrasse und wir erst mal von ein Paar Impalas oder Gnus begrüßt, einfach genial.

Von dort aus ging es dann nach zwei Tagen die mit Pirschfahrten zu den unterschiedlichsten Tageszeiten und einer Wanderung durch die Savanne gefüllt waren, weiter zum Amboseli Nationalpark.

Der Amboseli dehnt sich rund 130 km nordwestlich und 240 km südlich von Nairobi an der Grenze zu Tansania aus. Mit einer Fläche von nur 292 Quadratkilometern, zählt er zu den kleinsten, aber mit dem höchsten Berg Afrikas, dem 5.895 Meter hohen Kilimandscharo auch zu den am meist betuchtesten National Parks. Die Landschaft ist geprägt von sodahaltigem grauem Staub. Akazienwäldern, Sümpfe und offenen Savannen wechseln sich ab und bietet vielen Großwildarten eine Heimat. Unter anderem sind hier rund 800 Elefanten zuhause, welche den Park nur selten verlassen, selbst wenn ihnen dies möglich ist.

Unsere Unterkunft hier war das Elerai Camp, was uns nicht nur einen unbeschreiblichen Blick auf den Kilimandscharo mit seiner Schneebedeckten Kuppe, sondern auch einen faszinierenden Ausblick über die Savanne geboten hat. Das im Tal gelegene Wasserloch war immer ein Treffpunkt für die Elefanten, und wenn man gewollt hätte, hätte man im Pool sitzen und die Tiere beobachten können. Die größte Herde Elefanten, die hier zu unserer Zeit vorbeikam bestand aus 35 Tieren, wobei die Kleinen noch nicht mitgezählt sind.

Der Amboseli Park hatte viele Überraschungen für uns bereit. Zum einen wieder eine Lodge wo es mir eigentlich schon wieder schwer fällt, von Unterbringung im Zelt zu sprechen.

In diesem Fall sah man von der Terrasse gleich auf den Kilimandscharo, der sich auch extra für uns aus seinem Wolkenbett begab.

Zum andern hat man in diesem Park aber auch das Glück die Tiere in Herden zu sehen und das auch oft sehr nah an den Jeeps. Ja und das macht einen dann doch hier und da schon mal sprachlos, wenn eine Elefantenherde, scheinbar zu greifen nah, an einem vorbeizieht, oder ein kleines Nilpferd einfach mal neben dem Jeep liegt und schläft.

Im Amboseli haben wir dann auch den König der Savanne, den Löwen gesehen, und die zwei gaben sich auch die Ehre ganz nah an unserem Fahrzeug vorbeizutraben.

Ein Erlebnis der anderen Art, ohne Tiere, was wir aber dennoch ganz sicher nicht vergessen werden, wie man in Südafrika, in Kenia, Anfand September, am flackernden Kamin sitzt ….

Nun ja, als beim Abendessen die netten Kellner nach unserem Zeltschlüssel fragten, um uns WÄRMFLASCHEN ins Bett zu legen, haben wir zuerst noch etwas irritiert geschaut und es für einen Scherz gehalten. Schließlich waren wir in Südafrika, mit viel Sonnenschutz im Gepäck. Was wir aber nicht bedacht hatten, war, dass das Camp am Kilimandscharo lag und das auf etwas mehr als 1000 Höhenmeter und es hier vor Sonnenauf- und nach Sonnenuntergang schon mal etwas kühler werden kann. Und so waren wir ein paar Stunden später froh darüber das die Angestellten für die Abendstunden den Kamin anzündeten und wir es uns davor gemütlich machen konnten. Und ein paar weitere Stunden später sehr sehr dankbar für die Wärmflaschen im Bett.

Vom Amboseli Nationalpark ging es dann nach zwei Übernachtungen wieder zurück in den Tsavo Nationalpark und diesmal in den Tsavo Ost. Eisenbahn und Fernstraße A 109 unterteilen Tsavo Ost und Tsavo West, welche zusammen mit eine Fläche von rund 20.000 Quadratkilometern den größten Nationalpark Kenias bilden. Unsere letzten Tage waren wir im größeren Teil unterwegs dem Tsavo Ost mit rund 11.500 Quadratkilometern Fläche. Das Landschaftsbild hier ist bedeutend eintöniger, meist geprägt durch Dornbusch und Grassavannen. Über weite Strecken erreicht hier die Erde ein leuchtendes Rot, dafür verantwortlich ist der Laterit Staub mit dem auch die Tsavo Elefanten duschen. Das Ergebnis dieser Praktik hat die Dickhäuter berühmt gemacht, al die roten Elefanten von Tsavo.

Unsere Unterkunft im Tsavo Ost war das Satao Camp. Auch ein wunder schönes Camp, was sich dadurch auszeichnet das man sich eigentlich ständig mittendrin in der Tierwelt fühlt.

Zum einen hat das Camp ein nah gelegenes Wasserloch auf das man aus den meisten Zelten schauen kann. Zum anderen haben Impala Herden beschlossen, gleich neben der Feuerstelle Quartier zu beziehen und haben dieses Camp als ihren Schlafplatz auserkoren. Somit laufen diese Gesellen auch den ganzen Tag zwischen den Zelten herum.

Wenn man Glück hat (was wir wenn man es so will hatten) erlebt man, das es nicht als Scherz gemein ist das jedes Zelt einen Notfallknopf hat, und es Sinn macht sich daran zu halten, nach Einbruch der Dunkelheit bitte nicht alleine, sondern nur in Begleitung der extra dafür bereitstehenden Buschmänner durch das Camp zu laufen. Denn wenn man einen leichten Schlaf hat kann es sein, das man Nachts schon mal von 1 bis 2 Hippos, die in nächster Nähe neben dem Zelt stehen und grasen geweckt wird.

Hier war unsere Safari dann auch zu Ende und es ist uns alles wirklich schwer gefallen uns von dieser ganz eigenen Welt zu trennen.

 

Der  Höhepunkt auf unserer letzten Pirschfahr war dann er, oder sie ….

….. aber leider war die Großkatze nicht sehr fotogen und wollte sich einfach nicht von vorne zeigen.

Danach ging es früh am nächsten Tag zurück nach Mombasa und für uns dann von da wieder in unser Hotel nach Watamu, wo nun ja noch 5 Tage Badeurlaub uns warteten. Man sollte sich definitiv nach einer Safari ein paar Tage nehmen um all die gewonnen Eindrücke zu verarbeiten, und um auszuschlafen, denn wären der Safari ist man meist sehr früh auf den Beinen, da es die Tiere die man sehen will ja auch sind. Und hier meine ich mit früh auch wirklich früh, denn es kann auf einer Safari auch schon mal morgens um 5 Uhr los gehen. Und erst mit etwas Ruhe kommen die ganzen Bilder zur Geltung und man kann wundervoll alles noch mal Revue passieren lassen, während der Safari kommt man so nicht dazu. Es waren wirklich sehr überwältigende Momente und sehr beeindruckende Erlebnisse dabei und viele davon zaubern heute noch ein Lächeln auf mein Gesicht wenn ich daran denke. Ob man die letzten Tage in einem Hotel an der Küste Kenias verbringen will, welche mit Sicherheit tollen Strände bereithält, das ist wohl reine Geschmacksache. Ich ganz persönlich würde, wie schon mal am Anfang gesagt ein paar ruhige Tage in einer der Loges anhängen. Nicht um weiter auf Pirschfahrt zu gehen, denn hier muss man mal ganz ehrlich sagen, das nach 7 Tagen im offenen Jeep und den dortigen Straßenverhältnissen der Bedarf am Fahren doch gedeckt ist. Aber die meisten Lodges haben auch ruhige Ecken, gemütliche Sitzgelegenheiten, eine Bar und oft sogar einen kleinen Pool, und halt auch die Möglichkeit von dort die Tiere, die an den angelegten Wasserlöchern vorbei kommen zu beobachten. Für mich wäre es der passende Ausklang für einen solchen Urlaub.

Ein Tipp zum Schluss, was im Gepäck auf keine Fall fehlen sollte ist Sonnencreme, auch wenn es hier und da diesig ist, es täuscht, man verbrennt gerade auf den Fahrten im Auto schnell, Mückenschutz, und zwar guter, eine dünne Jacke sowie eine lange Hose für die Früh- oder Abendpirsch.

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, das Kenia für uns ein Traum war und sicherlich nicht das letzte Mal das wir in Südafrika und auf Safari waren, wir werde hier mit Sicherheit zum Wiederholungstäter.

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